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München - In der Premier League kämpfen am Sonntag ManUnited, Chelsea und Leicester um zwei Plätze in der Champions League. Auch zwei Bundesliga-Stars fiebern gebannt mit.

Die Premier League steht im Kampf um die letzten beiden Plätze für die kommende Champions League vor einem Herzschlagfinale. (Premier League: 38. Spieltag u.a. mit Leicester City - Manchester United ab 17 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Während Meister FC Liverpool und der entthronte Champion Manchester City bereits sicher qualifiziert sind, balgen sich Manchester United, der FC Chelsea und Leicester City um die zwei verbliebenen Plätze.

Und wie es der Zufall so will, warten auf die Fans im Ringen um die reichhaltig gefüllten Fleischtöpfe der Königsklasse noch zwei hochspannende Duelle.

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Showdown zwischen Leicester und ManUnited

Der derzeitige Tabellenfünfte Leicester (62 Punkte) bekommt es im direkten Showdown mit dem Dritten ManUnited (63) zu tun, und auch auf den Vierten Chelsea wartet eine hohe Hürde, denn mit den Wolverhampton Wanderers (59) ist der Tabellensechste zu Gast – die Wolves stehen ebenfalls unter Druck, nur mit einem Sieg sind sie sicher in der kommenden Europa League am Start.

Chelsea reicht bereits ein Unentschieden, um das anvisierte Ziel zu erreichen, doch auf irgendwelche Rechenspiele will sich Chelseas Trainer Frank Lampard erst gar nicht einlassen: "Wir gehen ins Spiel, um zu gewinnen. Wir wollten von Anfang an unter die besten Vier."

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Auch ManUnited braucht nur ein Remis für die CL-Qualifikation und geht als Favorit ins direkte Duell, schließlich liegen die Red Devils inzwischen einen Zähler vor Leicester, nachdem man mit acht Punkten Rückstand in die Corona-Pause gegangen war.

"Es war eine große Anstrengung für alle, das Selbstvertrauen ist hoch", sagte Manchesters Coach Ole Gunnar Solskjaer vor der entscheidenden Partie. Sorgen bereiten jedoch die letzten beiden Auftritte, als United im Halbfinale des FA Cups mit 1:3 gegen Chelsea ausschied, ehe gegen West Ham United in der Liga nur ein 1:1-Remis heraussprang.

Havertz-Wechsel kurz vor dem Abschluss?

Gebannt auf die finale Runde werden auch die beiden wechselwilligen Bundesliga-Jungstars Kai Havertz und Jadon Sancho blicken. Havertz dürfte den Blues die Daumen drücken, Sancho den Red Devils.

Der Wechsel von Bayer Leverkusens Ausnahmekönner Havertz zu Chelsea soll bevorstehen, eine Einigung wird Sky Sports UK zufolge "ziemlich bald" erwartet. Laut übereinstimmenden Medienberichten wird nur noch um die Ablösesumme gefeilscht.

Für Chelsea wäre es der nächste Coup in einem spektakulären Transfersommer. Das 21 Jahre alte Juwel, von Leverkusen mit einem 100-Millionen-Euro-Preisschild versehen, könnte nach den Verpflichtungen von Timo Werner (53 Millionen) und Hakim Ziyech (40 Millionen) zum Königstransfer aufsteigen.

Sancho und Havertz fiebern mit

Doch könnte Havertz noch mal ins Grübeln geraten, sollte Chelsea die Königsklasse zum Saisonausklang noch verspielen? Haben die Engländer auch bei einem Verpassen der Königsklasse das nötige Kleingeld, um Havertz nach London zu locken?

Genauso wie Havertz hat auch Sancho den Anspruch, dauerhaft Champions League zu spielen. Bei Borussia Dortmund wäre dies auch in der kommenden Saison der Fall, aber den englischen Nationalspieler scheint es in die Premier League zurückzuziehen, genauer gesagt zu ManUnited.

Während der BVB in dieser Personalie angesichts eines Vertrags bis 2022 völlig entspannt ist und – Stand jetzt – auch für die kommende Saison mit Sancho plant, sind die rund 120 Millionen Euro, die Dortmund für sein Ausnahmetalent fordert, auch für die finanzstarken Engländer kein Pappenstiel, vor allem wenn erneut die Champions League verpasst wird.

Mit Material vom SID

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