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München - Verkaterte Liverpooler müssen eine Klatsche gegen Manchester City hinnehmen. Pep Guardiola gerät über seine Helden ins Schwärmen - und witzelt über Klopps Team.

Nach der Feier folgte der Kater: Nach der 0:4-Klatsche des FC Liverpool bei Manchester City ist das der Tenor in der Öffentlichkeit.

Der furiose Auftritt der Citizens war jedoch auch als Titelansage für nächstes Jahr zu verstehen, nachdem die Reds sich bereits am vergangenen Wochenende den Premier-League-Titel gesichert hatten. 

"Um ehrlich zu sein, spüren sie anscheinend immer noch den Champagner", analysierte Sky-Sports-Experte Micah Richards in der Halbzeit trocken. Zu diesem Zeitpunkt lag das Team von Jürgen Klopp bereits mit 0:3 zurück. Der ehemalige englische Nationalspieler zeigte jedoch Verständnis: "Man kann ihnen nicht wirklich einen Vorwurf machen."

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Gary Neville spottet über Robertson

So ergab der Abend Helden auf der einen Seite und müde Champions auf der anderen. An Liverpools Linksverteidiger Andy Robertson etwa ließ Co-Kommentator Gary Neville während des gesamten Top-Spiels kein gutes Haar. Der Schotte sei über die vergangenen zwei Spielzeiten zwar "herausragend" gewesen, "aber er spielt heute Abend so, als wäre er eine Woche mit der Peitsche geschlagen worden", kritisierte der ehemalige ManUnited-Profi harsch.

"City hat unsere Fehler ausgenutzt, wir ihre nicht. Wir hatten einfache Ballverluste. Mir war wichtig, dass wir die Einstellung gezeigt haben, und dass wir wollten", sagte Meister-Coach Jürgen Klopp nach dem Spiel diplomatisch.

Einer kleinen Prise Hohn und Spott konnte sich aber auch der vorzeitige Champion nicht entziehen. "City hat der Meisterfeier den Stecker gezogen", titelte B/R-Football mit einer Karikatur.

Cesc Fàbregas, zweimaliger Premier-League-Sieger mit dem FC Chelsea, twitterte zur Halbzeit: "Wenn man bedenkt, dass sie die letzten drei Tage ohne Schlaf gefeiert haben müssen, denke ich, dass Liverpool sehr gut spielt."

Sterling, De Bruyne und Foden Helden des Abends

Die Helden des Abends dagegen: Raheem Sterling, Kevin De Bruyne und Phil Foden.

Flügelspieler Sterling wurde von der Premier League zum Mann des Spiels gewählt. Der englische Nationalspieler erzielte das zwischenzeitliche 2:0 (35.) und erzwang das Eigentor von Alex Oxlade-Chamberlain, das in der 79. Minute zum 4:0-Endstand führte. 

Der 20-jährige Phil Foden glänzte erneut im City-Trikot. Sein Auftritt mit einem Tor und einer Vorlage brachte Trainer Pep Guardiola erneut ins Schwärmen.

"Wir werden über Jahre hinweg auf ihn zählen können", prophezeite der ehemalige Bayern-Trainer einmal mehr: "Ich will nichts Falsches sagen, aber Gareth Southgate (Englands Nationaltrainer, Anm. d. Red.) hat ein unglaubliches Talent für die Nationalmannschaft in seinen Händen."

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Auch bei Mittelfeld-Star Kevin De Bruyne hielt sich der City-Coach nicht mit Lobeshymnen zurück - und lehnte sich aus dem Fenster: "Momentan ist er auf der Mittelfeld-Position der Beste."

Einen kleinen Spruch über den vermeintlichen Meister-Kater des Gegners konnte sich selbst Guardiola nicht verkneifen. "Ich denke, sie haben viel Bier in den vergangenen Tagen getrunken. Aber sie sind hier ohne Bier im Blut hergekommen, deshalb bin ich zufrieden mit unserer Leistung."

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