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Der FC Chelsea befindet sich inmitten einer großen Transferoffensive. Antonio Rüdiger verrät, wie er den drastischen Umbruch in seinem Verein wahrnimmt.

Der FC Chelsea könnte als der Gewinner aus dem Sommer-Transferfenster hervorgehen. Nach Platz vier in der Liga tüteten die Blues bereits fünf Transfers für über 200 Millionen Euro ein. 

"Ich freue mich immer über neue Gesichter in der Mannschaft", sagte Antonio Rüdiger bei transfermarkt.de. "Nach der Transfersperre im vergangenen Sommer hat man nun natürlich gehofft, dass wir ein paar echte Verstärkungen bekommen. Bei Hakim (Ziyech, d.R.) hatte ich sofort ein gutes Gefühl und mein Bezug und meine Meinung zu Timo (Werner, d.R.) ist bereits bekannt."

Das Aufrüsten der Blues ging in den vergangenen Tagen munter weiter. Linksverteidiger Ben Chilwell von Leicester City wurde für rund 55 Millionen Euro verpflichtet, mit Malang Sarr (ablösefrei, OGC Nizza) kam bereits ein weiterer Kollege und Konkurrent für Rüdiger in der Innenverteidigung.

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Am Freitag folgte die Verpflichtung von PSG-Altstar Thiago Silva, der ablösefrei kommt und einen Ein-Jahres-Vertrag erhält. 

Der Klub setzt mit solchen Namen auch an das bestehende Personal eine klare Botschaft, dass man in der Gesamtentwicklung wieder einen Schritt weiter nach oben machen möchte. "Ich finde das super", sagte der deutsche Nationalspieler, angesprochen auf die Transferbemühungen seines Klubs.

Rüdiger zieht Hut vor City und Liverpool

Nach Platz vier in der abgelaufenen Saison wollen die Blues weiter oben angreifen. Rüdiger warnt jedoch vor der Konkurrenz in der besten Liga der Welt. "Was Liverpool und Man City die letzten Jahre gezeigt haben, davor muss man den Hut ziehen. Das hat meinen größten Respekt. Ich gehe aber nicht davon aus, dass diese beiden Teams nun die nächsten Jahre durchgängig alles dominieren werden.

Man United könnte durch konstante Leistungen wie nach der Coronapause auf Dauer heranrücken, auch Tottenham darf man nicht vergessen. Und dann wären da eben auch noch wir, die nach und nach die Lücke schließen wollen", sagte der Innenverteidiger.

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Dem FC Arsenal traut er demnach keine große Rolle zu, obwohl die Gunners unter Neu-Coach Mikel Arteta mit dem Gewinn des FA-Cups durchaus zu überzeugen wussten.

Rüdigers neue Rolle

Rüdiger profitiert vom Umbruch des Londoner Klubs. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits ist der 27-Jährige wichtiger denn je. "Ich fühle mich extrem wohl und auch wertgeschätzt. Meine Rolle hat sich vor allem im letzten Jahr geändert, weil wir ein paar erfahrene Spieler wie Eden Hazard oder David Luiz verloren haben und dafür viele junge Spieler aufgerückt sind.

"Auf einmal war ich der Spieler, der fast schon zu den Älteren gehört und damit auch außerhalb des Platzes mehr Verantwortung übernehmen musste. Aber das mache ich sehr gerne und hilft mir in meiner Entwicklung auch weiter", erklärte Rüdiger.

Der Abwehrchef der Blues möchte noch einige Titel einheimsen, bevor er seine Fußballschuhe an den Nagel hängt. "Einen Titel mit der Nationalmannschaft möchte ich noch gewinnen. Über die Premier League und die Champions League würde ich mich auch nicht beschweren", sagte Rüdiger.  

Wenn es nicht dazu kommt, wäre der Deutsche jedoch auch nicht unzufrieden mit seiner Karriere. "In der Premier League zu spielen, war für mich immer ein Kindheitstraum, den ich mir bereits erfüllt habe – und das auch noch bei einem absoluten Topklub. Bei allem, was jetzt noch kommt, mache ich mir selbst keinen riesigen Druck, werde aber alles dafür geben, noch so viele Erfolge wie möglich zu feiern", erklärte der Ex-Stuttgarter.

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