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Auch an der Anfield Road dürfen ab dem 2. Dezember wieder Fans des FC Liverpool ins Stadion
Auch an der Anfield Road dürfen ab dem 2. Dezember wieder Fans des FC Liverpool ins Stadion © Getty Images
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Die Premier League bereitet sich nach neun Monaten mit Geisterspielen auf die Rückkehr der Fans in die Stadien vor. Es gibt bereits große Pläne der Klubs.

Die Rückkehr der Fans in die englischen Stadien rückt nach neun Monaten immer näher. Zuletzt durften die Fans Anfang März am Spielfeldrand jubeln. 

Am Montag hatte Premierminister Boris Johnson angekündigt, dass ab dem 2. Dezember wieder 4.000 Menschen bei sportlichen Freiluftveranstaltungen zusammenkommen dürfen. Staatssekretär Oliver Dowden bestätigte die Pläne noch einmal. 

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Es soll je nach Infektionszahlen in den Regionen drei Stufen geben. Bei sehr wenig Infektionen dürfen zunächst bis zu 4.000 Fans in die Stadien, in etwas betroffeneren Gebieten bis zu 2.000 Anhänger und in Krisenregionen bleibt es bei Geisterspielen.

Jubel-Verbot für Fans

Nun hat die englische Tageszeitung The Sun Pläne veröffentlicht, wie die Rückkehr der Zuschauer genau aussehen soll. Am Donnerstag sollen die Regeln endgültig bekanntgegeben werden, wenn die Regierung die Regionen in die entsprechenden Stufen eingeteilt hat.

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So soll ein strikter Verhaltenskodex gelten. Masken müssen laut dem Bericht beim Betreten und Verlassen des Stadions getragen werden und dürfen nur an den Plätzen abgenommen werden. Das Singen soll erlaubt sein, nicht jedoch der physische Kontakt. Gemeinsames Jubeln auf den Sitzen ist also verboten. 

Menschen mit Symptomen sollen zu Hause bleiben. Zudem soll es eine strenge Überwachung in den Arenen geben: Fans, die sich nicht an die Vorschriften halten, werden des Geländes verwiesen. 

Rick Parry, Vorsitzender der Englisch Football League, bezeichnete die Rückkehr der Fans als "einen willkommenen Start", der ein "Rettungsanker" für die Klubs unterhalb der Premier League sein könnte.

Premier League plant Pilotprojekte mit 10.000 Fans 

Der Geschäftsführer des Erstligisten Brighton and Hove Albion, Paul Barber, meinte: "Langfristig ist es nicht machbar, auf diesem Zuschauer-Niveau zu operieren. Damit würden wir an einem Spieltag Verlust machen."

Deshalb gibt es bei den Vereinen bereits große Pläne. Die Daily Mail berichtet von Gesprächen mit der Regierung über Pilotprojekte, bei denen einige Klubs ab Januar bereits 10.000 Fans zulassen dürfen. Die Verhandlungen befänden sich aber erst am Anfang. 

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Demnach mussten einige Teams jedoch bereits Niederlagen hinnehmen. Den Vereinen soll mitgeteilt worden sein, dass sie sich zwischen dem Betrieb als Innen- oder Außenspielort entscheiden müssen. Es ist also nicht möglich, 4.000 Fans auf der Tribüne zuzulassen und darüber hinaus in den abgetrennten Indoor-Bereichen weitere Zuschauer zu erlauben. 

Betroffen sind davon vor allem Arsenal und Tottenham, die über umfangreiche Firmeneinrichtungen mit Spielfeldblick hinter Glas verfügen und dort noch einmal bis zu 2.000 Partner einladen wollten. 

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