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Li Yonghong kaufte im April den AC Milan für eine Rekordsumme
Li Yonghong (M.) kaufte im April den AC Milan für eine Rekordsumme © Getty Images
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Auf Silvio Berlusconi und den chinesischen Käufer des AC Milan kommt offenbar Ärger zu. Das Geschäft steht einem Bericht zufolge unter dem Verdacht der Geldwäsche.

Der langjährige Eigentümer Silvio Berlusconi gerät wegen des Verdachts der Geldwäsche in Zusammenhang mit dem Verkauf des AC Milan an chinesische Investoren offenbar unter Druck. Nach Angaben der Tageszeitung La Stampa hat die Mailänder Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet.

Die Investoren der aus China kontrollierten Gruppe "Rossoneri Sport Investment Lux" sollen einen überhöhten Preis für den Klub gezahlt haben. Auf diese Weise habe Berlusconi Geld nach Italien zurückführen können, das er schwarz auf Bankkonten im Ausland hielt. 

Staatsanwalt Francesco Greco dementierte den Bericht: "Stand jetzt sind keine Ermittlungen bezüglich des Verkaufs des AC Mailand aufgenommen worden." La Stampa blieb bei ihrer Darstellung, zwei verschiedene Quellen hätten die Untersuchung bestätigt.    

Der Serie-A-Klub war für 740 Millionen Euro verkauft worden. Laut Bericht seien die Ermittler der Ansicht, dass der Kaufpreis um 300 Millionen aufgeblasen wurde. Die Staatsanwälte prüften nun die Herkunft der an Berlusconi überwiesenen Beträge, die aus Hongkong stammen. Die Summe sei in zwei Tranchen gezahlt worden.

Ins Visier ist auch der chinesische Geschäftsmann Yonghong Li geraten, der seit neun Monaten Milan-Präsident ist. Die Ermittlungen werfen einen dunklen Schatten auf den Klub, der im Sommer massiv in neue Spieler investiert hatte. Unter anderem kam Starverteidiger Leonardo Bonucci von Meister Juventus Turin. Nach 20 Spieltagen ist Mailand mit 28 Punkten nur Tabellenelfter.

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