Choreo, Tränen, Applaus: Florenz' Abschied von Astori
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Nach dem Tod von Davide Astori bestritt der AC Florenz sein erstes Serie-A-Spiel - mit hochemotionalen Momenten. In Turin trauerte Gianluigi Buffon um seinen Ex-Kollegen.

Mit einer eindrucksvollen Hommage an seinen eine Woche zuvor verstorbenen Kapitän Davide Astori ist die AC Florenz wieder in den Alltag der italienischen Meisterschaft zurückgekehrt.

Mit dem Spiel gegen Schlusslicht Benevento Calcio (1:0) endete im mit 47.000 Zuschauern ausverkaufen Stadio Communale Artemio Franchi eine emotionalen Woche für den Klub aus der toskanische Hauptstadt.

Auch in der anderen Stadien der Serie A wurde eine Schweigeminute für Astori gehalten. In Turin, wo Juventus Heimrecht gegen Udinese Calcio hatte, standen vielen Spielern die Tränen in den Augen.

Emotionale Worte der Fans

Auch Gianluigi Buffon konnte seinen Tränen nicht verbergen. Der Keeper bekam eine Verschnaufspause und saß beim 2:0-Sieg nur auf der Bank.

Buffon hatte sich kurz nach Astoris Tod mit einem emotionalen Brief von seinem früheren Nationalmannschaftskollegen verabschiedet.

Auch bei der Trauerfeier in Florenz am Donnerstag war Buffon zugegen.

"Es gibt Menschen, die sterben nicht. Gute Reise, Capitano", lautete im Florenzer Stadion Artemio Franchi eine von vielen Botschaften der berühmten Curva Fiesole an Astori, der eine Woche zuvor in Udine tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden worden war.

"Kapitän für immer"

In der Mitte des Spielfelds lag vor dem Anpfiff ein überdimensionales Banner mit Astoris Trikot mit der Rückennummer 13, die die Fiorentina nie mehr vergeben wird. Dazu stand geschrieben: "Kapitän für immer."

Zudem verabschiedete sich das Team vor dem Anpfiff mit einem Plakat, auf dem "Ciao Davide" geschrieben stand, von ihrem langjährigen Spielführer, der mit nur 31 Jahren einem Herzversagen erlegen war und am vergangenen Donnerstag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, hochrangiger Politiker sowie der italienische Fußball-Prominenz beigesetzt worden war.

Eine Woche nach Astoris tragischem Tod trugen Tausende Anhänger des Klubs dessen Trikot, zudem wurden mit dem Anpfiff einige Hundert Luftballons in der Vereinsfarbe violett gen Himmel geschickt.

Tränen bei den Spielern

In Anlehnung an Astoris Rückennummer wurde das Spiel in der 13. Minute unterbrochen. Während der Schweigeminute gab es von Spielern, den Schiedsrichtern, Offiziellen und natürlich den Tifosi Applaus für den Capitano.

Tausende Fans nehmen Abschied von Astori

Einigen AC-Profis und Trainer Stefano Pioli standen Tränen in den Augen, als die Fans zudem mit einer gigantischen Choreografie "Davide 13" in den Vereins- und italienischen Nationalfarben auf die Tribüne zauberten.

"Davide war eine besondere Person, ein besonderer Kapitän, der immer im richtigen Moment das Richtige gesagt hat. Er fehlt mir jeden Tag mehr, wenn ich auf den Platz gehe. Meine Mannschaft weint, sie leidet. Davide war ihr Kapitän, ihr Ansprechpartner", hatte Pioli vor dem Spiel gesagt.

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