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Die Beleidigungen gegen Napoli-Profi Koulibaly durch Inter-Fans haben die Rassismus-Debatte im italienischen Fußball neu angefacht
Die Beleidigungen gegen Napoli-Profi Koulibaly durch Inter-Fans haben die Rassismus-Debatte im italienischen Fußball neu angefacht © Getty Images
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In der Diskussion um Konsequenzen nach rassistischen Vorfällen in Mailand spricht sich die italienische Regierung gegen die Schließung der Stadien in der Serie A aus.

Die italienische Regierung lehnt nach den Krawallen am Rande des Serie-A-Spitzenspiels zwischen Inter Mailand und dem SSC Neapel (1:0) am zweiten Weihnachtstag eine Schließung der Stadien ebenso ab wie ein Verbot von Fanreisen zu Auswärtsspielen.

"Ich bin für null Toleranz gegen Kriminelle. Aber man kann nicht pauschal alle Tifosi bestrafen, denn die Gewalttätigen sind eine Minderheit", erklärte Innenminister Matteo Salvini in einem Schreiben, das am Sonntag von der Gazzetta dello Sport veröffentlicht wurde.

Der Vizepremier erklärte weiter, er werde sich für "Recht und Respekt" in und rund um die Stadien einsetzen. "Mein Ziel ist, dass die Tribünen voll mit Familien mit Kindern sind und nicht, dass in leeren Stadien gespielt wird", so Salvini.

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Treffen mit Fans in Rom

Der Innenminister hat gemeinsam mit Sportminister Giancarlo Giorgetti die Managements der Fußballklubs sowie Vertreter der Schiedsrichter und organisierter Fangruppen zu einem Treffen am 7. Januar in Rom eingeladen. An diesem Treffen soll auch ein hochrangiger Vertreter des Weltverbandes teilnehmen. "Wir wollen uns von positiven Vorbildern im Ausland inspirieren lassen", sagte Salvini.

Die Regierung habe bereits beschlossen, ab 2019 die Klubs stärker für die Sicherheitskosten der Matches aufkommen zu lassen, hieß es weiter. Salvini verteidigte auch die Entscheidung des Schiedsrichters, das Match zwischen Inter und Neapel nach rassistischen Beleidigungen gegen den farbigen Spieler Kalidou Koulibaly nicht abzubrechen. Der Spielabbruch hätte für die öffentliche Sicherheit "risikoreich" werden können, begründete Salvini.

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