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Matthijs de Ligt patzt bei seinem Debüt für Juventus Turin. Davon lässt sich der Shootingstar nicht unterkriegen. Die Zeit bei der Elftal soll ihm helfen.

Matthijs de Ligt wähnte sich im falschen Film.

Für 85,5 Millionen Euro war der Shootingstar im Sommer von Ajax Amsterdam zu Juventus Turin gewechselt und feierte mit einwöchiger Verzögerung am Samstag sein Debüt in der Serie A - doch nach Feiern war ihm trotz des 4:3-Erfolgs gegen den SSC Neapel weniger zumute.

"Spaß ist natürlich etwas anderes. Es war schade, aber es stehen noch 50 Spiele an", sagte de Ligt, der beim glücklichen Juve-Sieg an allen drei Gegentoren beteiligt war.

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Die Rückkehr in die Heimat kommt dem 20-Jährigen daher ganz gelegen. "Ich bin gerne wieder in den Niederlanden", sagte der 20-Jährige, der sich aktuell mit der Elftal auf die EM-Qualifikationsspiele gegen Deutschland (EM-Qualifikation: Deutschland - Niederlande, Fr. ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) und Estland vorbereitet.

Elftal "als wärmendes Bad" für de Ligt?

Erstmals seit seinem Wechsel zu Juve ist de Ligt zurück in seiner Heimat. Das niederländische Portal Voetbal international bezeichnete die Elftal "als Medizin", die schon vielen Spielern vor ihm geholfen habe und wie ein "wärmendes Bad für verrückte Fußballer" gewirkt habe.

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De Ligt selbst gestand, dass er in den vergangen anderthalb Monaten in einer Art Blase gelebt habe. "Erst jetzt bemerke ich, wie viel auf mich eingeprasselt ist, wie viel sich verändert hat und was das alles mit den Menschen gemacht hat. Das war so eine Art Realitätscheck."

Cristiano Ronaldo selbst hatte sich für eine Verpflichtung des Verteidigers stark gemacht, lockte ihn nach Juves Scheitern im Champions-League-Viertelfinale zur Alten Dame. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an den drittteuersten Transfer der Vereinsgeschichte.

Van Gaal: Umstellung nicht so einfach

"Mit de Ligt geschieht dasselbe wie mit Frenkie de Jong in Barcelona", urteilte Ex-Bondscoach Louis van Gaal in der Mundo deportivo. "Sie haben es jetzt mit einer anderen Kultur, anderen Strukturen und einer anderen Art, Fußball zu spielen, zu tun. Die Leute denken, die Umstellung sei einfach für die Jungs. Aber sie ist nicht so leicht." 

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Trotz seines verpatzten Starts will er sich aber nicht aus der Bahn werfen lassen: "Ich habe es nicht unterschätzt. Ich habe mit vielen Leuten gesprochen und alle haben gesagt, dass es eine Weile dauern werde, bis man sich vollständig angepasst hat. Ich wollte einfach mein Ding machen und beim Training zeigen, was ich immer mache. Jetzt müssen wir auf die Spiele warten."

De Ligt nach Chiellini-Ausfall gefordert

Bei Juve dürfte de Ligt nach dem Kreuzbandriss von Routinier Giorgio Chiellini auch in den kommenden Wochen weitere Bewährungschancen erhalten. Bei der Elftal ist er an der Seite von Europas Fußballer des Jahres, Virgil van Dijk, gesetzt.

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"Es ist jetzt schön bei Oranje und in einer anderen Umgebung zu sein, etwas zur Ruhe zu kommen und sich auf die niederländische Nationalmannschaft zu fokussieren", sagte de Ligt.

Danach will er möglichst auch bei Juve sein wahres Gesicht zeigen.

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