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Bevor die Serie A ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen kann, will der italienische Fußballverband offenbar drastische Maßnahmen ergreifen. Die Infrastruktur könnten ein Problem darstellen.

Italiens Erstliga-Fußballer sollen vor einem möglichen Neustart der Serie A drei Monate in Quarantäne.

In diesem Zeitraum sollen die Profis in den Trainingszentren ihrer Klubs von der Außenwelt abgeschnitten strengen Gesundheitschecks unterzogen werden und das Training in kleinen Gruppen aufnehmen können, berichtete die italienische Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport.

Mit den Spielern sollten auch Trainer, Vereinsärzte, Physiotherapeuten und andere Klubmitarbeiter unter Quarantäne gestellt werden - circa 70 Personen pro Verein. Diesen Vorschlag seiner ärztlichen Kommission prüft der italienische Fußballverband FIGC.

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Auch die Klubs beschäftigen sich mit dem Plan. Eine Hürde sei, dass nur die Hälfte aller Erstligisten über Trainingszentren verfügen, in denen Spieler und Trainer über eine längere Zeit untergebracht werden könnten, berichtete das Blatt.

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Vize-Gesundheitsminister warnt vor Wiederaufnahme

Laut des Chefs von Italiens Olympischem Komitee (CONI), Giovanni Malago, käme die Möglichkeit einer Quarantäne zwar für die Serie A, aber nicht für die unteren Klassen infrage. "Man darf aber nicht nur an die Topliga denken", sagte Malago.

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Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri hält eine Wiederaufnahme der Serie A unter den jetzigen Bedingungen für unmöglich. "Es ist unrealistisch, daran zu denken, Spiele auszutragen und die Stadien zu öffnen, während eine Epidemie noch im Gange ist", sagte Sileri.

Mit 21.000 Todesopfern zählt Italien zu den weltweit vom Coronavirus am stärksten betroffenen Ländern.

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