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Max Kruse spielt seit 2019 für Fenerbahce Istanbul in der Süper Lig. In einem Facebook-Interview äußert sich der Deutsche zur Corona-Situation in Istanbul.

Der ehemalige Bundesliga-Profi Max Kruse von Fenerbahce Istanbul kann trotz des derzeitigen Saisonstopps in der türkischen Süper Lig nicht nach Deutschland zurückkehren.

"Wir haben strikte Anordnung vom Verein, uns aus Istanbul für die nächsten Tage nicht rauszubewegen", sagte Kruse der RTL-Reporterin Laura Wontorra im Live-Interview, das bei Facebook ("Stay at home TV") gepostet wurde.

Fenerbahce in Quarantäne - Kruse hamstert nicht

Kruse berichtete: "Ich könnte theoretisch in Deutschland einreisen, aber die Türkei hat ein Einreisestopp für alle europäischen Länder eingeführt. Deswegen bleibe ich erst einmal hier und versuche,das Beste aus der Situation zu machen."

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Kruse erzählt von der Situation in Istanbul: "Das Leben ist runtergefahren. Es ist schwierig, das alles einzuordnen, da es ja für uns alle Neuland ist. Erst Freitag wurden wir alle in Quarantäne geschickt und müssen jetzt zehn Tage zu Hause bleiben."

Zudem seien Geschäfte außer Supermärkte geschlossen. "Es wird schwierig", glaubt der 32-Jährige, "aber ich bin weit davon entfernt, Panikkäufe zu tätigen und die Läden leer zu kaufen."

Kruse bereit zur Unterstützung

Auch mache er sich weniger Sorgen um sich als um älterere Personen wie seine Eltern. Deshalb hofft er auf baldige Normalität.

Der Offensivspieler lobt angesichts der aktuellen Lage "jeden, der sich jetzt engagiert." Zum Thema finanzielle Unterstützung in der Krise positioniert sich Kruse wie folgt: "Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er damit an die Öffentlichkeit geht oder nicht. Ich werde auf jeden Fall etwas tun, was ich genau mache, habe ich noch nicht entschieden." 

In Krisensituationen sei man darauf angewiesen, dass jeder Hilfe bekomme, sagte der Türkei-Legionär: "da haben wir eine Vorbildfunktion, und der werde ich nachkommen."

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Bänderriss Anfang März

Selbst wenn die Süper Lig fortgesetzt worden wäre, hätte Kruse zuschauen müssen. Der Ex-Nationalspieler laboriert an einem Bänderriss. Für die Reha demnächst erwartet er, "dass ich ein paar Sachen nach Hause geschickt bekomme und dann einiges machen kann. Ich hoffe, dass ich einen Physiotherapeuten bekomme, aber so weit sind wir noch nicht."

Kruse übt sich solange in Geduld: "Es sind außergewöhnliche Zeiten, wir müssen jetzt allen Menschen ein bisschen mehr Zeit geben.“

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14 Scorerpunkte in der Süper Lig

Kruse spielt seit Sommer 2019 für Fenerbahce. Zuvor war er unter anderem für Werder Bremen und den VfL Wolfsburg auf Torejagd gegangen.

In der laufenden Saison traf er sieben Mal in 20 Süper-Lig-Spielen und bereitete sieben Tore vor.

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