Kontra K spricht über Ziele als Box-Trainer
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München und Hamburg - Kontra K feiert bei der Box-Gala am Samstag in Hamburg seine SPORT1-Premiere. Vorab spricht er exklusiv über den Zeuge-Fight und seine Beziehung zum Boxen.

Kontra K feiert bei der Box-Übertragung am kommenden Samstag (ab 18.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in der Hamburger edel-optics.de-Arena seine Premiere als SPORT1-Experte.

Damit schließt sich für den Rapper ein kleiner Kreis, denn er gab in derselben Halle, die bis dahin nur Schauplatz von Sportveranstaltungen war, im Oktober 2016 als erster Künstler ein Musik-Konzert. Neben seiner erfolgreichen Karriere auf der Bühne ist der Berliner seit vielen Jahren als Boxer und Box-Trainer im Einsatz.

Im Vorfeld der Box-Gala, bei dem der WM-Fight von Tyron Zeuge gegen Isaac Ekpo im Fokus steht, hat SPORT1-Moderatorin Sarah Valentina den 30-Jährigen bei einer seiner Trainingseinheiten im Berliner Sauerland-Gym zum Interview getroffen. Kontra K, der in der heutigen Nacht auf Freitag seine neue Single „Hunger“ veröffentlicht, spricht unter anderem über den Zeuge-Kampf, die aktuelle Situation im deutschen Boxen und seine Rolle als Boxtrainer. 

Kontra K…

…über den WM-Fight von Tyron Zeuge: "Ich weiß nicht, ob Ekpo wirklich so ein geiler Gegner für Tyron Zeuge ist. Tyron ist einer der Besten und er ist stark. Er kann die besten Gegner ausboxen. Aber Ekpo ist leider eben nicht der sauberste Boxer. Deswegen kann es spannend werden, weil er eben dreckig boxt. Das war beim letzten Mal auch so. Da bin ich gespannt."

... über die aktuelle Situation im deutschen Boxen: "Schade ist, dass leider viele gute Talente nicht beleuchtet werden. Und dass viele Leute im Profibereich gerade nicht das Ansehen und die mediale Aufmerksamkeit kriegen, die sie verdienen!"

SPORT1 zeigt dieses Jahr zwanzig Kampfabende live im Free-TV, unter anderem mit Arthur Abraham, Tyron Zeuge und Vincent Feigenbutz

... über seine Entwicklung zum Boxtrainer: "Mein Trainer hat mir damals einfach immer mehr Verantwortung gegeben. Er hat gesehen, dass die Jungs auf mich hören und dass ich mich gut durchsetzen kann. Ich glaube, dass ich als Trainer besser bin, wie als Boxer. Ich habe ein gutes Auge für Dinge, die den Leuten fehlen und wo sie sich verbessern können. Deswegen hat man mich da mit reingeholt. Und dann bin ich immer weiter in diese Trainerrolle reingerutscht. Meine Jungs sind ja freiwillig da. Sie finden das Training, das ich mir für sie überlege, sehr gut und deswegen ziehen sie mit mir mit."

Kontra K: Boxen inspiriert meine Musik

…über seine Schützlinge: "Ich trainiere drei bis vier Mann. Zwei boxen in der Bundesliga. Einer ist professioneller Kickboxer, der jetzt wieder rüber ins Boxen wechselt. Und mit dem können wir hoffentlich auch im Profisport ein bisschen was reißen. Wenn ich nicht auf Tour bin, gehe ich auch noch zweimal die Woche zum Verein und leite da das Training und bin für die Kids da. Das ist wie eine Riesen-Familie!"

…über seine Rolle als Boxtrainer: "Wir trainieren fünf bis sechs Mal die Woche. Mein Job ist mein Leben! Und da gehören die Jungs, die ich trainiere, auch dazu. Ich kann zu ihnen alles sagen. Ich bin wie der ältere Bruder und habe das Vorrecht, alles machen zu dürfen. Ich kann auch mit dem Handschuh oder mit der Wasserflasche schmeißen, wenn ich will (lacht). Wir haben ja ein gutes Verhältnis. Im Gym fängt die Trainerrolle an. Ab dem Moment, ab dem das Training beginnt, ist der Respekt da und es wird gemacht und nicht geredet."

…über Werte, die der Boxsport vermittelt: "Was Du lernst ist, dass Du davor Respekt hast, wenn jemand besser ist als Du. Es gibt immer einen, der stärker ist. Deswegen gehst Du immer mit Respekt vor Deinem Gegner in den Ring. Und das, was Du einbringst, kriegst Du zurück. Wenn Du scheiße trainierst, wirst Du verlieren. Wenn Du im Training aber gut bist, zuhörst und auch machst, was man Dir sagt, und bereit bist zu lernen, wirst Du besser werden. Und das bringt einem auch den Respekt für den Sport."

…die Inspiration aus dem Boxsport für seine Musik: "Es ist ein Teil davon. Ich würde nicht sagen, dass das alles beeinflusst, aber es hat auf jeden Fall viel dazu beigetragen. Ich habe sehr viel daraus mitgenommen."

Einzelne Interview-Ausschnitte werden im Vorfeld des Kampfabends auch auf Facebook veröffentlicht.

Der Kampfabend am 24. März in Hamburg im Überblick:

Schwergewicht (20 Uhr): Albon Pervizaj (GER) vs. Andre Bunga (GER)
Schwergewicht (im Anschluss): Ali Eren Demirezen (TUR) vs. Rad Rashid (GER)
Halbschwergewicht:  Karo Murat (GER) vs. Travis Reeves (USA)
Supermittelgewicht:  Sebastian Formella (GER) vs. Angelo Frank (GER)
Supermittelgewicht (Hauptkampf): Tyron Zeuge (GER) - Isaac Ekpo (NIG)

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