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Deutschlands beste Boxerin heißt Elina Tissen. Die Weltmeisterin verteidigt in Potsdam ihre beiden WM-Gürtel der WIBF und GBU gegen Nina Meinke nach Punkten.

Das deutsche Frauen-Boxen lebt wieder.

Die Fans wurden am großen Box-Abend von SPORT1 keineswegs enttäuscht, vielmehr erlebten sie eine wahre Blut-Schlacht.

Elina Tissen, Weltmeisterin der WIBF und GBU, besiegte ihre 25-jährige Herausforderin Nina Meinke in zehn Runden nach Punkten und verteidigte so ihre beiden WM-Titel.

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SPORT1-Expertin Regina Halmich sprach vor dem Kampf in Potsdam von "einer großen Chance für das deutsche Boxen", denn seit ihrem Karriereende verloren die Frauen "international den Anschluss", so der ehemalige Superstar.

Tissen ist Deutschlands beste Boxerin 

Und die beste Boxerin Deutschlands heißt Tissen. Die 32-Jährige ist nach ihrer Titelverteidigung seit nunmehr 10 Jahren ungeschlagen und setzte sich am Ende dank ihrer Erfahrung und besseren Physis durch.

Meinke kam zwar besser in den Fight hinein, baute aber in den späteren Runde körperlich ab und musste anschließend einige wirkungsvolle Treffer von Tissen einstecken.

Meinke blutet nach bösem Cut

Dazu öffnete sich nach mehreren harten linken Haken von Weltmeister Tissen ein böser Cut ans Meinkes rechtem Auge, der diese zusätzlich zu beeinträchtigten schien.

Die Punktrichter entschieden nach zehn Runden den Kampf folgerichtig zugunsten der Titelverteidigerin mit 99-91, 97-93 und 94-96.

Für Tissen könnte es nach ihrer Titelverteidigung nun gegen Ramona Kühne gehen, die ebenfalls in Potsdam vor Ort war.

Woycicki zu stark für Mittag

Im Kampf um den IBF Interkontinental-Titel im Mittelgewicht sowie um den vakanten deutschen Meistertitel vom BDB verlor Titelverteidiger Ronny Mittag das deutsche Duell gegen Patrick Wojcicki mit 116-112, 117-111 und 118-111.

Wojcicki war um einiges beweglicher, nutzte seine Beine wesentlich effektiver und schlug seine Kombinationen variabler. Vor allem die geraden Hände fanden immer wieder klar ihr Ziel.

Mittag gab zwar nicht auf und versuchte immer wieder den linken Haken zum Körper anzubringen. Doch das Abschneiden der Wege in der Ringmitte raubte ihm zu viel Kraft, sodass der Punktsieg Wojcickis letztlich nie gefährdet war. 

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