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Anthony Joshua (r.) gewann seinen letzten Kampf gegen Joseph Parker
Anthony Joshua (r.) gewann seinen letzten Kampf gegen Joseph Parker © Getty Images
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Der Kampf der Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua und Deontay Wilder kommt wohl nicht zustande. Joshua soll nach Willen der WBA gegen einen Russen boxen.

Aus dem angestrebten Mega-Kampf zwischen den beiden Schwergewichts-Weltmeistern Anthony Joshua (Großbritannien) und Deontay Wilder (USA) wird es wohl nichts werden.

Der Boxverband WBA setzte seinem Titelträger Joshua und dessen Management eine Frist von 24 Stunden, um ein Datum für einen Kampf gegen Pflichtherausforderer Alexander Powetkin (Russland) zu finden.

"Die WBA hat zugestimmt, die Gespräche mit Powetkin aufgrund der anhaltenden Verhandlungen mit Deontay Wilder über einen Monat zu verschieben.

SPORT1 zeigt dieses Jahr 20 Kampfabende live im Free-TV, unter anderem mit Arthur Abraham, Tyron Zeuge und Vincent Feigenbutz.

Tatsächlich hat das Wilder-Team den Vertrag bislang nicht unterzeichnet, daher fordern wir sofort ein Datum für den Kampf zwischen Joshua und Powetkin", teilte WBA-Präsident Gilberto Mendoza mit.

Gigant Joshua vermöbelt sein nächstes Opfer

Zwischen den Lagern von WBC-Weltmeister Wilder und Joshua, der die Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF hält, laufen seit Monaten Gespräche über einen Vereinigungskampf. In diesem würde zum ersten Mal in der Geschichte des Profiboxens ein Schwergewichts-Weltmeister ermittelt, der zur selben Zeit alle vier Gürtel der großen Verbände hält.

Joshua droht Aberkennung des Titels

Für Joshua ergeben sich nun zwei Optionen. Verzichtet er zugunsten des finanziell lukrativeren Kampfes gegen Wilder auf das Duell gegen Powetkin, droht ihm die Aberkennung des WBA-Titels. Boxt er gegen Powetkin, rückt der Kampf gegen Wilder zumindest deutlich nach hinten. Ein neuer Termin würde dann wohl erst im kommenden Jahr möglich sein.

Joshuas Lager zeigt sich von den Entwicklungen genervt. "Wir können nicht mehr machen, als wir getan haben", sagte Promoter Eddie Hearn zu Sky UK. "Wir haben den Vertrag vor neun Tagen verschickt. Es macht keinen Sinn. Sie wissen, dass wir unter Druck der WBA stehen. Es fühlt sich wie ein großes Spiel an", sagte Hearn.

Die Entscheidung, welchen Weg Joshua gehen wird, ist noch nicht getroffen worden. "Er will gegen Wilder kämpfen, aber gleichzeitig will er nicht den WBA-Gürtel verlieren. Aktuell schaut es so aus, dass Powetkin der nächste Gegner ist. Aber im Sport kann alles passieren", sagte Hearn.

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