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Noel Mikealian ist der deutsche Underdog in der zweiten Auflage der WBSS
Noel Mikealian ist der deutsche Underdog in der zweiten Auflage der WBSS © Getty Images
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München - Die Muhammad Ali Trophy feierte im vergangenen Jahr Premiere, ab dem 7. Oktober geht die WBSS erneut an den Start. SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

Der Kampf um die Muhammad Ali Trophy, das neue Saison-Highlight im Boxen, geht bald in die zweite Runde.

Der Startschuss für die nächste Auflage der World Boxing Super Series (WBSS), einem auf drei Kontinenten ausgetragenen Riesen-Turnier, erfolgt am 7. Oktober im japanischen Yokohama, als deutscher Vertreter mit dabei: das 27 Jahre alte Cruisergewicht Noel Mikaelian.

Wer ist sonst dabei, wie läuft das Turnier und worum geht es? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

- WBSS, Muhammad Ali Trophy - was ist das?

Das Turnier wurde von Promoter Kalle Sauerland ins Leben gerufen. Die Grundidee: Die stärksten Boxer verschiedener Gewichtsklassen, darunter auch Weltmeister verschiedener Verbände, im besten Fall alle, sollen sich miteinander messen und den Besten der Besten ermitteln.

im letzten Jahr feierte das Turnier unter anderem in Berlin seine Premiere. Im Cruisergewicht siegte der Ukrainer Oleksandr Usyk, der in seinem Auftaktfight in Berlin Marco Huck ausschaltete. Die Supermittelgewichts-Konkurrenz ist noch nicht beendet.

In diesem Jahr kämpfen acht Boxer im Cruisergewicht, acht im Superleichtgewicht, sowie acht Sportler im Bantamgewicht um die Trophy. Das Viertelfinale wird ab dem 7. Oktober in vier verschiedenen Städten ausgetragen - neben Yokohama auch das schottische Glasgow und die US-Metropolen Orlando und New Orleans.

- Wer ist in diesem Jahr mit dabei?

Insgesamt nehmen 24 Kämpfer teil, darunter fünf amtierende Weltmeister. Außerdem die bis dato ungeschlagenen Jason Moloney, Emmanuel Rodriguez oder auch Regis Prograis. Ein besonderes Augenmerk gilt auch Zolani Tete, Weltrekordhalter für den schnellsten K.-o.-Sieg in einem Weltmeisterschaftskampf der Boxgeschichte.

Bantamgewicht

Ryan Burnett (Nordirland) vs. Nonito Donaire (Philippinen) - 3. November, Glasgow

Naoya Inoue (Japan) vs. Juan Carlos Payano (Dominikanische Republik) - 7. Oktober, Yokohama

Zolani Tete (Südafrika) vs. Mikhail Aloyan (Russland) - noch nicht bekannt

Emmanuel Rodriguez (Puerto Rico) vs. Jason Moloney (Australien) - 20. Oktober, Orlando

Superleichtgewicht

Regis Prograis (USA) vs. Terry Flanagan (England) - 27. Oktober, New Orleans

Josh Taylor (Schottland) vs. Ryan Martin (USA) - 3. November, Glasgow

Kiryl Relikh (Weißrussland) - Eduard Troyanovsky (Russland) - 7. Oktober, Yokohama

Ivan Baranchyk (Weißrussland) vs. Anthony Yigit (Schweden) - noch nicht bekannt

Cruisergewicht

Mairis Briedis (Lettland) vs. Noel Mikaelian (Deutschland) - noch nicht bekannt

Yunier Dorticos (Kuba) vs. Mateusz Masternak (Polen) - 20. Oktober, Orlando

Krzystzof Glowacki (Polen) vs. Maksim Vlasov (Russland) - noch nicht bekannt

Ruslan Fayfer (Russland) vs. Andrew Tabiti (USA) - noch nicht bekannt

- Wer ist der deutsche Vertreter Noel Mikealian?

Der in Armenien geborene und in Hamburg lebende Mikealian hieß bis vor kurzem Noel Gevor, der 27-Jährige vertritt den Sauerland-Stall und gewann seit 2011 23 seiner 24 Profikämpfe. Er ist gegen den an 1 gesetzten Mairis Briedis der große Außenseiter des Turniers.

- Wie ist der Modus?

Das Turnier wird in allen drei Gewichtsklassen in klassischen K.o.-Runden ausgetragen. Der Sieger des Kampfes ist weiter, der Verlierer scheidet aus. Los geht es Anfang Oktober mit den Viertelfinals, dort treffen in den jeweiligen Klassen vier gesetzte auf jeweils vier ungesetzte Boxer. Die Besonderheit: Die gesetzten Boxer, unter denen die Weltmeister zu finden sind, konnten sich den Gegner für das Viertelfinale selbst aussuchen.

Wie bei den Profis üblich sind die einzelnen Kämpfe auf zwölf Runden mit einer Dauer von jeweils drei Minuten angesetzt. Gewertet werden die Fights von drei Punktrichtern, die nach dem 10:9-System Punkte vergeben.

Wie viel Preisgeld wird ausgeschüttet?

Die WBSS ist mit 50 Millionen Euro dotiert. Jeder Boxer erhält eine Antrittsgage, hinzu kommen Erfolgsprämien, wenn man eine Runde weiterkommt. Der Sieger soll zwischen fünf und sechs Millionen Euro erhalten.

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