vergrößernverkleinern
Präsident Rodrigo Duterte steht wegen seiner rigorosen Maßnahmen gegen Kriminelle in der Kritik
Präsident Rodrigo Duterte steht wegen seiner rigorosen Maßnahmen gegen Kriminelle in der Kritik © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Box-Idol Manny Pacquiao zeigt sich bei einer großen Party zum 40. Geburtstag freigiebig - und hofiert dabei auch seinen umstrittenen Staatspräsidenten.

Mit einer opulenten Sause und einem aus hiesiger Sicht fragwürdigen Stargast hat das philippinische Box-Idol Manny Pacquiao am 17. DEzember seinen 40. Geburtstag gefeiert.

Bei der Party in einer Shopping Mall seiner Heimatstadt General Santos beschenkte der durch seinen verlorenen Mega-Fight gegen Floyd Mayweather endgültig zum Weltstar gewordene "Pacman" seine zu Tausenden erschienenen Gäste - bei einer Tombola wurden unter anderem ein Auto und Pickup-Trucks verlost.

Zugegen war dabei auch der philippinische Präsident Rodrigo Duterte. Gegen den 73-Jährigen, der das Land mit harter Hand regiert, ermittelt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag, Duterte werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Anzeige

Duterte verantwortlich für "außergerichtliche Tötungen"

Duterte rief nach seiner Wahl 2016 öffentlich zur Ermordung von Drogendealern, -abhängigen und anderen Kriminellen auf. Tatsächlich sind unter Duterte tausende tatsächliche und vermeintliche Drogenkriminelle getötet worden, teils von Polizei und Militär, die explizite Anweisungen zu "extralegalen Hinrichtungen" aufgefordert worden warem, teils durch Selbstjustiz.

Duterte hat seine Verantwortung für "außergerichtliche Tötungen" im September 2018 auch eingeräumt. Menschenrechtler werfen ihm vor, als Präsident und vorher als Bürgermeister der Millionenstadt Davao sogar die Bildung von paramilitärischen Todesschwadronen befördert zu haben.

Trotz allem genießt Duterte den Rückhalt der Bevölkerungsmehrheit, er wird in dem kriminalitätsgeplagten Land als erfolgreicher Law-and-Order-Politiker betrachtet. Dass auch Pacquaio ihn hofiert, ist nicht überraschend: Der Volksheld ist selbst politisch ambitioniert und sitzt unter dem Präsidenten als Abgeordneter im Senat.

Manny Pacquiao feierte schon seinen 39. Geburtstag zusammen mit Präsident Duterte
Manny Pacquiao feierte schon seinen 39. Geburtstag zusammen mit Präsident Duterte © Getty Images

Auch Pacquiao sorgte mit seinen Ansichten schon für Irritationen, als er Homosexuelle 2016 "schlimmer als Tiere" nannte, wofür er sich später unter weltweitem öffentlichen Druck entschuldigte (Duterte ist bei dem Thema übrigens anders eingestellt, er erließ als Bürgermeister Anti-Dismkriminierungs-Verordnungen gegen Minderheiten).

Pacquiao boxt gegen Broner

Pacquaios nächster Kampf steigt am 19. Januar in Las Vegas, er verteidigt seinen WBA-Weltmeistertitels im Weltergewicht gegen den US-Amerikaner Adrien Broner

"Ich fühle mich stärker und schneller, und dank Gottes Gnade bin ich mit 40 klüger, ich fühle mich wie 25", sagte Pacquiao mit Blick darauf: "Das Beste wird noch kommen. Ihr habt das Beste von Manny Pacquiao noch nicht gesehen."

Von bislang 69 Profikämpfen hat Pacquiao 60 gewonnen, 39 davon per K.o. - 2016 unterlag er im "Kampf des Jahrhunderts" gegen Mayweather.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image