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Tyson Fury freut sich auf einen Mega-Fight gegen Anthony Joshua
Tyson Fury freut sich auf einen Mega-Fight gegen Anthony Joshua © Imago
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2021 wartet auf die Box-Fans der Fight zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua. Nun tritt dazu ein Strippenzieher mit höchst krimineller Vergangenheit in Erscheinung.

Ein Schatten liegt schon jetzt über dem angedachten Mega-Fight im Boxen:

Im nächsten Jahr soll der mit Spannung erwartete Kampf zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua steigen (solange Fury vorher Deontay Wilder schlägt)- doch nun hat sich rund um das Großereignis dem Vernehmen nach ein dubioser Strippenzieher hervorgetan.

Was ist geschehen? In den sozialen Netzwerken hatte Fury kürzlich einem Mann namens Daniel Kinahan gedankt, das künftige Faustkampf-Spektakel überhaupt erst möglich zu machen – und damit die irische Regierung gehörig verärgert.

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Kinahan Chef einer Verbrecherbande

Hintergrund: Besagter Kinahan zählt keineswegs nicht zu den alteingesessenen Box-Promotern, sondern ist eines der hochrangigsten Mitglieder des irischen Verbrechens.

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Denn: In einem Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 2018 heißt es, Kinahan kontrolliere eine Verbrecherbande, die in Irland mit Waffen und Drogen handele. Zudem sei seine Vereinigung in eine Fehde mit rivalisierenden Banden verwickelt gewesen, bei der mehrere Menschen ums Leben kamen.

2016 konnte Kinahan mit einem Sprung aus dem Fenster unverletzt entkommen, als rivalisierende Gangmitglieder, die als Polizisten verkleidet waren, bei einem Boxwettkampf in einem Hotel in Dublin das Feuer eröffneten.

Dass nun ausgerechnet ein Mann mit dieser Vergangenheit entscheidend in die Verhandlungen des Box-Kampfes eingegriffen hat beziehungsweise haben soll, stößt den irischen Politikern übel auf.

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Irische Regierung empört

Dublin ist in Alarmstellung: Die Regierung hat eigenen Angaben zufolge bereits Kontakt zu Diplomaten aufgenommen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (wo der Kampf möglicherweise stattfinden soll), um sich über die Angelegenheit auszutauschen und Informationen zu erhalten.

So sagte der Vorsitzende der irischen Labour-Partei im Parlament, dass die "parasitären und kriminellen Aktivitäten dieser Person" ans Licht gebracht werden müssen.

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Inzwischen ist Kinahan, der trotz seiner Vergehen nicht rechtskräftig verurteilt wurde, nach Dubai umgezogen und hat seine Leidenschaft für das Boxen in eine Geschäftsmodell umgewandelt.

Unter anderem gründete er die Boxgruppe MTK Global, um sich beruflich als Box-Promoter zu vermarkten. Sollte er tatsächlich den Fight zwischen Fury und Joshua einfädeln - es wäre eine weitere Episode des eh schon ramponierten Image des Boxsports.

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