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Vasiliy Lomachenko (l.) war bei seinem Kampf laut seinem Manager sehr gehandicapt
Vasiliy Lomachenko (l.) war bei seinem Kampf laut seinem Manager sehr gehandicapt © Getty Images
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Die Niederlage von Vasiliy Lomachenko schlägt weiter hohe Wellen. Sein Manager nennt eine Schulterverletzung als Grund und teilt gegen eine Punktrichterin aus.

Vasiliy Lomachenko hat laut seinem Manager Egis Klimas bei seinem verlorenen WM-Kampf gegen Jungstar Teófimo Lopez Jr. mit einer verletzten Schulter gekämpft.

"Wir haben dadurch eine Woche nicht trainieren können", sagte Klimas im Interview bei ESPN: "Eine Woche kein Sparring, weil der Arzt ihm nach einer Spritze eine Pause verordnet hat."

Die Schmerzen kamen einige Wochen später während einer Sparringseinheit zurück, woraufhin Lomachenko eine weitere Spritze erhielt.

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Sein Vater und Trainer Anatoly wollte den Kampf laut Klimas daraufhin abblasen, doch sein Sohn drohte mit seinem Karriereende, wenn dies passieren würde.

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Lomachenko lässt sich operieren

Nachdem Lomachenko den Vereinigungs-Kampf der Leichtgewichts-Weltmeister nach Punkten verloren hatte, ließ er sich am Montag bei Dr. Neal ElAttrache untersuchen, der ihn bereits 2018 an der Schulter operiert hatte.

Dieser teilte Lomachenko mit, dass auch diesmal eine Operation nötig sei, die er noch am gleichen Tag durchführte. Laut Klimas kann Lomachenko, der bis zum Kampf als bester Boxer der Gegenwart galt, Mitte Januar wieder mit dem Training beginnen.

Auch wenn sich Gerüchte rund um eine Verletzung bereits unmittelbar nach dem Kampf verbreiteten, wurde offiziell nichts dazu gesagt. "Es sollte nicht aussehen, dass wir nach Entschuldigungen suchen oder so etwas", sagte Klimas, der hofft, dass Lopez Jr. zu einem Rückkampf mit Lomachenko bereit ist.

Klimas sauer auf Punktrichterin

Stattdessen suchten sie lieber die Schuld an der Niederlage bei den Punktrichtern.

"In der ersten Hälfte des Kampfes hat er mehr Runden gewonnen, aber in der zweiten Hälfte habe ich die Kontrolle übernommen und war viel besser. Mit den Scorecards bin ich nicht einverstanden", haderte der zweimalige Olympiasieger Lomachenko nach dem Kampf.

Klimas war vor allem die Wertung von Punktrichterin Julie Lederman, die Lomachenko nur in einer Runde vorne sah, ein Dorn im Auge: "Muss sie dafür lebenslang als Punktrichterin von Boxkämpfen ausgeschlossen werden? Das ist meine Frage."

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