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WWE kriegt Konkurrenz: All Elite Wrestling (AEW) nimmt Gestalt an

Ein Fußball-Manager greift WWE an

Tony Khan (r.) und ein Wrestler-Trio fordern WWE-Boss Vince McMahon (l.) heraus

Lesedauer: 6 Minuten

Wenn dieser Wrestling-Startup abhebt, ist nichts mehr wie es war: Milliardärs-Sohn Tony Khan, Cody Rhodes und die Young Bucks wollen am WWE-Monopol rütteln.

All Elite Wrestling, Double or Nothing, All Out, Tuesday Night Dynamite: Diese Wortkombinationen halten seit einigen Tagen Wrestling-Fans in aller Welt in Atem.

Noch sind sie nicht viel mehr als ein bürokratischer Vorgang - aus dem sich allerdings der größte Angriff auf das Monopol des Showkampf-Marktführers WWE seit über eineinhalb Jahrzehnten entwickeln könnte.

Der frühere WWE-Wrestler Cody Rhodes und seine Mitstreiter Nick und Matt Jackson (The Young Bucks) planen nach dem durchschlagenden Erfolg ihrer Super-Show All In im September die Gründung einer eigenen Liga namens All Elite Wrestling (AEW). Und wie sich nun herauskristallisiert hat, haben sie einen mächtigen Förderer an ihrer Seite: Tony Khan, den Sohn des Milliardärs Shahid Khan, Besitzer des englischen Premier-League-Aufsteigers FC Fulham und des NFL-Franchises Jacksonville Jaguars.

Der jüngere Khan ist bei beiden Klubs im Management aktiv, seine Beteiligung an dem Projekt lässt die Szene aufhorchen - und dürfte auch die WWE-Führung um Boss Vince McMahon in Unruhe versetzen.

Tony Khan als mächtiger Helfer für AEW

Vergangene Woche nahm die Angelegenheit Fahrt auf, dem Portal WrestlingNews.co fiel da auf, dass eine Firma namens All Elite Wrestling, LLC sich die oben beschriebenen Begriffe ins Trademark-Register eintragen ließ. Die Postadresse der Firma ist dieselbe wie die der Jaguars.

Shahid Khan ist Besitzer der Autoteile-Firma Flex-N-Gate © Getty Images

Spannend ist diese Konstellation in mehrerlei Hinsicht, denn die Familie Khan bringt zum einen viel Geld und Renommee mit: Der in Pakistan geborene Autoteile-Unternehmer Shahid Khan ist laut Forbes rund 6 Milliarden Euro schwer. In den vergangenen beiden Jahren schrieb er Schlagzeilen mit seinem Versuch, das Londoner Wembley-Stadion zu kaufen und damit, dass er im Hymnenstreit in der NFL Haltung gegen den US-Präsidenten (und McMahon-Kumpel) Donald Trump bezog. Als Fulham-Investor war er 2014 auch zwischenzeitlich der Boss von Felix Magath.

Donald Trump, Lewis Hamilton, Mickey Rourke, Muhammed Ali: Wrestling ist nicht nur eine Bühne für Muskelmänner - es lockt auch immer wieder Prominente aus Sport- und Showgeschäft an. SPORT1 blickt auf die verrücktesten Auftritte zurück © Getty Images
Der neueste Streich: Lonzo Ball, NBA-Draftpick Nummer 2 der L.A. Lakers (M.), schaut bei der TV-Show Monday Night RAW rein - und bringt Großmaul-Papa LaVar (l.) mit. Der geht mit Bösewicht The Miz in den Clinch, wird aber nicht handgreiflich © WWE 2017 All Rights Reserved
Der Auftritt wuchs sich im Nachhinein noch zu einem kleinen Skandal aus. Der 15 Jahre alte LaMelo (r.) hatte den Papa für alle hörbar mit den Worten "Beat that n.... ass" angefeuert. WWE distanzierte sich vom Bruch des Sprach-Tabus © instagram.com/WWE
Englands Stürmerstar Wayne Rooney war 2015 bei einer Show der WWE in seinem Heimatland zu Gast - und mischte auch selbst körperlich mit © WWE
Bösewicht Wade Barrett bekam nach einem Wortgefecht eine Ohrfeige ab © WWE
Aus deutscher Sicht natürlich ganz vorn: Tim Wiese. Bei einer Deutschland-Show der WWE trat der frühere Nationalkeeper 2014 auf - offiziell als Gastzeitnehmer für einen Teamkampf © Getty Images
Die Bösen in dem Match: Stardust (l.) und Goldust © Getty Images
Es kam wie es kommen musste: Das Glitzer-Duo forderte Wiese heraus © Getty Images
Der ließ sich nicht lang bitten und enterte das Seilgeviert. Bevor er aber selbst handgreiflich werden musste... © Getty Images
... kamen die Publikumslieblinge Jimmy und Jey Uso zu Hilfe © Getty Images
Wiese kam bekanntlich auf den Geschmack: Zwei Jahre später feierte er selbst sein WWE-Kampfdebüt, "The Machine" besiegte in München zusammen mit Cesaro (l.) und Sheamus die Shining Stars und Bo Dallas. Seitdem aber war nichts mehr von ihm bei WWE zu hören © Getty Images
Auch schon im Ring fremdgegangen: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Zur Promotion des Grand Prix in Mexiko maß er sich mit dem lateinamerikanischen Superstar Mistico © Getty Images
Und das durchaus zur Zufriedenheit aller Beteiligten © Getty Images
Im Film "The Wrestler" begeisterte Mickey Rourke Kinofans und Kritiker, bei seinem eigenen Ausflug in den Ring ging es zünftiger zu. Bei WrestleMania 25 unterstützte er ein Legendenteam um Ric Flair © Getty Images
... und ließ Chris Jericho seine Fäuste spüren. Ein bisschen lasch, wie Wrestlingfreunde bemängelten © Getty Images
Auch ein US-Präsident muss seine Konflikte gelegentlich im Ring lösen. Donald Trump trat 2007 zum "Battle of the Billionaires" gegen WWE-Boss Vince McMahon an. Die Klausel: Der Verlierer musste sich die Haare abrasieren lassen © Getty Images
Trump selbst musste seinen Anzug dazu nicht abstreifen, er schickte Bobby Lashley vor, der McMahons Schützling Umaga bezwang © Getty Images
Trumps berühmte Haarpracht blieb also verschont, er konnte stattdessen McMahon eine Glatze rasieren © Getty Images
Nichtsdestotrotz musste Trump noch etwas einstecken: Gastringrichter Stone Cold Steve Austin verpasste ihm seine Spezialaktion - den Stone Cold Stunner © Getty Images
Bunt und bunt gesellt sich gern: Klar, dass auch NBA-Skandalstar Dennis Rodman einst den Weg in das Revier von Hulk Hogan fand © Getty Images
1998 stieg er mit Hogan gegen Diamond Dallas Page und einen anderen NBA-Star in den Ring © Getty Images
Saubermann Karl Malone bezog Prügel vom sportlich-unterhalterischem Dream Team, das sich in dem Kampf dann auch durchsetzte © Getty Images
Auch Boxstars wechseln gern mal den Ring: Floyd Mayweather zum Beispiel © Getty Images
2008 bestritt der Jahrhundertkämpfer ein recht ungleiches Duell gegen den 190-Kilo-Hünen The Big Show © Imago
Tatsächlich behielt Mayweather die Oberhand - weil es in dem Kampf keine Regeln gab und er sich mit einem Schlagring behalf © Getty Images
Mike Tyson war 1998 Gastringrichter im WrestleMania-Hauptkampf zwischen Steve Austin und Shawn Michaels. Er tat zunächst so, als würde er Bösewicht Michaels unterstützen © Getty Images
Am Ende aber schlug er sich dann doch auf die Seite des Publikumslieblings Austin und sorgte dafür, dass er den Schaukampf fair gewinnen konnte © Getty Images
Eine besondere Beziehung verbindet A-Team-Star Mister T mit dem Wrestling: Die WWE verpflichtete den B.A.-Darsteller für den Hauptkampf ihrer ersten WrestleMania 1985, an der Seite von Hulk Hogan bezwang er Roddy Piper und Paul Orndorff. Hogan und Mister T - schon am Set von Rocky III Kollegen - blieben über Jahrzehnte freundschaftlich verbunden © Getty Images
Auch der größte Boxer und vielleicht größte Sportler aller Zeiten adelte einst das Schaukampfgewerbe: Muhammed Ali trat mehrfach bei der WWF auf, 1977 in Japan außerdem zu einem Boxer-gegen-Wrestler-Kampf gegen Nippon-Legende Antonio Inoki an. Nach Inokis Angaben war der Kampf nicht abgesprochen, sondern real. Er endete unentschieden und war für die Zuschauer eher eine Enttäuschung. Ali und Inoki wurden danach gute Freunde ©

Zum anderen ist der 36 Jahre alte Sohn auch ein Wrestling-Fan und -Kenner. Der bekannteste Szene-Journalist Dave Meltzer (Wrestling Observer) verriet, dass Tony Khan seit rund 20 Jahren treuer Abonnent seines Newsletters ist.

Khan, der einen Uni-Abschluss in Finanzwissenschaften hat und auch Gründer einer Firma für Sportanalyse-Tools ist, kennt also die Feinheiten und die Lage der Branche, auf die er sich einlässt.

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So funktioniert die Showkampf-Liga WWE
Das ABC der Wrestling-Fachbegriffe

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WWE hat das Monopol - unangefochten

Die Lage sieht wiefolgt aus: Seitdem der letzte große Rivale WCW 2001 unterging und an WWE verkauft wurde, ist das McMahon-Imperium unangefochtener Branchenprimus und seit dem Abschluss zweier milliardenschwerer neuer TV-Verträge in diesem Jahr auch reich wie nie zuvor.

Durch das WWE-Monopol ist andererseits bei vielen Fans auch die Sehnsucht nach einer Alternative gewachsen. Das belegen die wachsende Popularität der Japan-Liga NJPW und US-Independent-Promotions wie Ring of Honor (ROH) und der historische Erfolg von All In - erstmals seit dem Ende von WCW gelang es einer US-Liga außer WWE, mehr als 10.000 Zuschauer zu einer Wrestling-Show zu locken.

Auf diesen Erfolg wollen die Schöpfer der Show nun offenbar aufbauen: "Double or Nothing" und "All Out" dürften die Namen der Nachfolge-Shows sein, "Tuesday Night Dynamite" wiederum klingt wie der Name einer wöchentlichen TV-Sendung am Dienstagabend. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen: Die WWE-Dienstagsshow SmackDown Live zieht nach dem Senderwechsel im kommenden Oktober in den USA auf einen Freitagssendeplatz um.

Die denkwürdige Attacke von Charlotte Flair (r.) auf Ronda Rousey war der Höhepunkt der WWE Survivor Series 2018 - und wirft auf ein Schlaglicht darauf, dass die Frauendivision so gut besetzt ist wie nie © WWE
SPORT1 stellt die weiblichen Stars der Showkampf-Liga - die nicht mehr Divas genannt werden wollen - in Bildern vor. Die einen knallhart, die anderen zumindest in den sozialen Medien eher zart, die Bandbreite ist groß © SPORT1-Grafik: WWE / Instagram
RONDA ROUSEY: Bei WrestleMania 34 feierte die frühere UFC-Queen Ronda Rousey ihr Debüt für WWE. Sie ist das neue Kronjuwel der Division © WWE 2018 All Rights Reserved
Rousey stieg bei WWE binnen weniger Monate zum Damenchampion des RAW-Rosters auf, besiegte Alexa Bliss beim SummerSlam 2018 vernichtend - das hat gute Gründe © WWE 2018 All Rights Reserved
Bei der Kampfsport-Liga UFC wurde Rousey vor ihrer WWE-Karriere zum Superstar, schmückte Magazincover und war gefragter Talkshow-Gast. Nach zwei krachenden Niederlagen war die UFC-Karriere aber vorbei, Rousey wechselte Anfang 2018 zu WWE © Getty Images
Rousey - 2008 Bronze-Gewinnerin bei Olympia im Judo - fiel weich: Sie ist seit Kindheitstagen WWE-Fan, übernahm von ihrem 2015 verstorbenen Idol "Rowdy" Roddy Piper den Spitznamen und das Outfit - und erwies sich im Ring als Naturtalent, an dem WWE noch viel Freude haben wird © WWE
Bei den Survivor Series folgte ihr bislang größtes Match gegen CHARLOTTE FLAIR. Das Duell endete mit einer grandios inszenierten Brutalo-Attacke Flairs, die Rousey demonstrieren wollte, wer bei WWE die Herrin im Hause ist © WWE
Die frühere Volleyballspielerin Flair nennt sich "The Queen" - nicht zu Unrecht: Sie ist die Anführerin der aktuellen weiblichen WWE-Generation. X-facher Champion, eine der besten Athletinnen der Liga © WWE 2018 All Rights Reserved
Charlottes Talent wurde ihr in die Wiege gelegt: Ihr Vater ist der "Nature Boy" Ric Flair, mit 16 World Titles langjähriger Rekord-Champion im modernen Wrestling und einer der größten Charismatiker der Szene © Getty Images
Tochter Charlotte führt das Erbe würdig fort © WWE
In Gala-Form ist derzeit auch sie: BECKY LYNCH. © WWE
Das Outfit deutet darauf hin, dass sie aus einem japanischen Videospiel entsprungen ist, tatsächlich stammt Lynch aus Irland und war unter dem Namen Rebecca Knox schon in jungen Jahren eine der profiliertesten Kämpferinnen Europas © instagram.com/wwebeckylynch
Lynchs Wrestling-Karriere schien nach einem schweren Ringunfall vorbei, aber nach sieben Jahren Ringpause, in denen Lynch unter anderem als Stuntfrau und Stewardess arbeitet, entdeckte WWE sie wieder - und Lynch wurde eine der Schlüsselfiguren der "Women's Revolution" © YouTube.com/WWE
Ein Mega-Hoch hat sie seit dem SummerSlam 2018, als sie sich gegen Charlotte wandte und sich als aggressive Schurkin neu erfand. WWE belohnte es mit einer weiteren Damentitel-Regentschaft bei SmackDown, die Fans mit Ehrerbietung für die Frau, die sich jetzt im ironischen Überschwang "The Man" nennt © instagram.com/beckylynchwwe/
Denkwürdige Szene im November 2018: Lynch wird von Nia Jax versehentlich mit einem Fausthieb voll erwischt. Vollgeschmiert mit Blut beendet Lynch das Kampfsegment trotzdem wie geplant und präsentiert sich als unverwüstliche Kriegerin © WWE Network
Rapper Snoop Dogg ist Wrestling-Fan, fast logisch, dass seine Cousine SASHA BANKS den Weg ins Geschäft gefunden hat © instagram.com/sashabankswwe
Können im Ring, Charisma, gutes Aussehen: Banks - Spitzname: "The Boss" - gilt als Komplettpaket. 2016 bestritt sie eine große Fehde mit Charlotte, in der der Titel immer wieder hin- und herwechselte © WWE 2016 All Rights Reserved
Das Top-Trio von WWE ist seit Sommer 2016 ein Quartett: Die Kalifornierin Bayley stiegt da in deren Hauptkader auf, sie ist wegen ihres natürlichen, sympathischen Auftretens ein absoluter Publikumsliebling und gewann im Februar auch erstmals den RAW-Damentitel © WWE 2016 All Rights Reserved
Aber auch im Ring ist Bayley eine Klasse für sich. Hier kassiert die Japanerin Asuka einen Kneedrop. Bayley ist hinter den Kulissen gut mit Charlotte, Banks und Lynch befreundet, die Vier nennen sich "The Four Horsewomen" © WWE 2016 All Rights Reserved
ALEXA BLISS: Die frühere Bodybuilderin und Cheerleaderin überwand als Jugendliche eine lebensbedrohliche Essstörung - bei WWE wurde sie nach ihrem Hauptkader-Debüt 2016 zum absoluten Shooting Star © WWE 2017 All Rights Reserved
Bliss ist nur knapp über 1,50 Meter groß und 50 Kilo schwer, ihr athletisches Talent und ihr Charisma aber füllen den Raum. Sie hat sich viel abgeschaut von ihren erklärten Idolen: Wrestlerin Trish Stratus - und den Bösewichten des Disney-Universums © WWE 2016 All Rights Reserved
MICKIE JAMES: Schon Mitte der Nullerjahre als Rivalin der legendären Trish Stratus bei WWE, feierte James 2016 ein Comeback und steht dort nun Alexa Bliss zur Seite © WWE 2017 All Rights Reserved
James verdiente sich ihren Lebensunterhalt einst als Kellnerin, heute tritt sie parallel zu ihrer Ring-Karriere auch als Country-Sängerin auf © WWE 2017 All Rights Reserved
ASUKA: Die Japanerin wird von Experten als einer der geschlechterübergreifend besten Wrestlingstars der Welt betrachtet. Sie war über 500 Tage unbesiegter Damenchampion des NXT-Kaders, 2018 schrieb sie Geschichte als Gewinnerin des ersten Royal-Rumble-Matches der Frauen © WWE 2018 All Rights Reserved
Im wahren Leben hat Asuka (in Japan bekannt als Kana) noch viele weitere Talente: Sie war Grafikdesignerin für Nintendo, schrieb für Videospiel-Magazine, besitzt einen Frisiersalon in Yokohama und ist auch eine talentierte Badminton-Spielerin und Eiskunstläuferin © instagram.com/wwe_asuka
CARMELLA: Die "Princess of Staten Island" war früher Cheerleaderin bei den New England Patriots und Tänzerin bei den L.A. Lakers © WWE 2016 All Rights Reserved
Bei SmackDown war Carmella Siegerin des ersten Money-in-the-Bank-Matches der Frauen - mit Hilfe ihres früheren kongenialen Partners, dem als skurrilen Giftzwerg inszenierten James Ellsworth. Später stieg auch sie zum Damenchampion auf © WWE 2017 All Rights Reserved
BILLIE KAY (l.) und PEYTON ROYCE: Das australische Frauen-Duo - bekannt als "The IIconics" - feierte 2018 kurz nach WrestleMania sein Hauptkader-Debüt © WWE
Royce und Kay werden von WWE als unzertrennliches Glamour-Pärchen auf den Spuren der Kardashians inszeniert. Ihre Instagram-Profile hinterlassen den Eindruck, dass sie tatsächlich allerbeste Freundinnen sind - tatsächlich kennen sie sich seit ihrer gemeinsamen Schulzeit © instagram.com/billiekaywwe
Kay stammt aus Sydney, wrestlete acht Jahre lang in ihrer australischen Heimat und in den amerikanischen Independent-Ligen, ehe sie 2015 von WWE entdeckt wurde © instagram.com/billiekaywwe
Royce, eine Schülerin des früheren WCW- und WWE-Stars Lance Storm, ging einen ähnlichen Weg. Sie wurde 2015 zusammen mit Kay unter Vertrag genommen © instagram.com/peytonroycewwe
Gestatten: NATALYA, eine der erfahrensten Kräfte im WWE-Ring, erste Wrestlerin überhaupt in dritter Generation, das Geschäft liegt ihr entsprechend im Blut © instagram.com/natbynature/
Natalya ist Tochter von Jim "The Anvil" Neidhart und Nichte von Bret "The Hitman" Hart - auch seine Spezialaktion, den Sharpshooter, hat sie übernommen. Hier spürt ihn Summer Rae © Imago
Man sieht es ihr nicht auf den ersten Blick an, aber auch ALICIA FOX ist schon eine Veteranin des Geschäfts. Seit 2006 steht das frühere Model unter WWE-Vertrag. Der damalige Personalchef entdeckte das frühere Model in einem Bikini-Katalog © instagram.com/thefoxxyone/
Fox legte eine erfolgreiche Karriere hin, war ebenfalls schon mal Divenchampion, mittlerweile eher in der zweiten Reihe zu finden © Imago
NAOMI - richtiger Name: Trinity McCray - war einst Cheerleaderin bei den Orlando Magic und trat als Background-Tänzerin für Rapper Flo Rida auf © instagram.com/trinity_fatu
Diesen Hintergrund präsentiert sie auch bei WWE, legt vor ihren Matches gern spektakuläre Tanzeinlagen hin. Privat ist sie an einen Wrestler-Kollegen vergeben, sie ist die Ehefrau von Jimmy Uso © WWE 2016 All Rights Reserved
EMBER MOON: In jungen Jahren mehrfach von WWE abgelehnt, weil angeblich nicht gutaussehend genug, schliff die die Texanerin ihr Können in den Independent-Ligen - und zwang die Liga-Oberen ihr Urteil zu überdenken © WWE 2018 All Rights Reserved
Die 29 Jahre alte Texanerin mit den bunten Werwolf-Kontaktlinsen machte bei NXT mit spektakulären, athletischen Matches auf sich aufmerksam. Seit 2018 auf dem aufsteigenden Ast bei RAW © WWE
SONYA DEVILLE: Als Daria Berenato 1993 in New Jersey geboren, versuchte sich erst in den Mixed Martial Arts, sattelte dann auf Wrestling um. Private Besonderheit: Sie ist die erste offen lesbische Wrestlerin bei WWE © WWE 2017 All Rights Reserved
Deville bereitete sich - wie die meisten WWE-Wrestlerin - bei der Entwicklungsliga NXT auf ihre WWE-Karriere vor. Schon dort ihre Partnerin: MANDY ROSE © twitter.com/SonyaDevilleWWE
Die aus New York stammende Rose bewarb sich - wie Deville - bei der Castingshow "Tough Enough" für eine WWE-Karriere, gewann zwar nicht, verdiente sich aber trotzdem einen Vertrag © WWE 2017 All Rights Reserved
Amanda Saccomanno - wie die 1991 geborene Rose - tatsächlich heißt, steht nicht erst seit ihrer WWE-Karriere in der Öffentlichkeit. Sie nahm an Fitness- und Bodybuilding-Wettbewerben teil und verdingte sich als Model © instagram.com/mandysacs/
Auch bei Instagram ist Rose sehr aktiv und zeigefreudig © instagram.com/mandysacs/
Ihre über 1,4 Millionen Follower wissen es zu schätzen © instagram.com/mandysacs/
RUBY RIOTT war als "Heidi Lovelace" eine profilierte Independent-Wrestlerin mit individuellem Look, seit Anfang 2017 bei WWE. Bei NXT empfahl sie sich schnell für den Sprung in den Hauptkader © WWE 2017 All Rights Reserved
An ihrer Seite: SARAH LOGAN, auch ein Jungtalent, das in der Independent-Szene auf sich aufmerksam machte. Bekannt war die frühere Powerlifterin dort als "Crazy Mary Dobson" © WWE 2017 All Rights Reserved
Außerhalb des Rings pflegt die 1993 in Indiana geborene Logan einen etwas anderen Lebensstil als manche Kollegin, bei Instagram meldet sie sich lieber von Mittelalter- und Wikinger-Festivals als mit Bikini-Selfies © instagram.com/sarahloganwwe/
Immer an ihrer Seite: Wrestler-Kollege Raymond Rowe vom Tag Team "War Raiders", mit dem sie verlobt ist © instagram.com/sarahloganwwe/
Die Dritte im Bunde bei der "Riott Squad": LIV MORGAN, 1994 in New Jersey geboren unter dem eigentlich viel schöneren Namen Gionna Jene Daddio © WWE 2017 All Rights Reserved
Morgen ist eine ehemalige Cheerleaderin, die früher bei der berühmt-berüchtigten Restaurantkette Hooters arbeitete und modelte © instagram.com/yaonlylivvonce/
Ihr Kindheitstraum war allerdings stets: WWE-Star zu werden, so wie ihr Idol Lita - mit dem sie auch die Vorliebe für legere Klamotten teilt © instagram.com/yaonlylivvonce/
Morgan wurde 2014 in einem Fitness-Studio für WWE entdeckt - und hat sich ebenfalls über NXT in den Hauptkader vorgearbeitet © instagram.com/yaonlylivvonce/
Ein Blickfang im WWE-Damenkader: LANA, die "Ravishing Russian" © twitter.com/LanaWWE
Im wahren Leben heißt sie Lana Catherine Joy Perry und hat mit Russland nur so viel zu tun, dass sie als Tochter eines christlichen Missionars im Nachbarstaat Lettland aufwuchs - im Wrestling spielt sie die böse, aber schöne Putin-Freundin © Imago
Der Bulgare Rusev, ihr Schützling im Ring, ist auch im richtigen Leben der Mann an ihrer Seite. Seit Herbst 2015 sind die beiden verlobt © twitter.com/LanaWWE
Setzt eher auf rohe Kraft statt Agilität: DANA BROOKE, ehemalige Taucherin, Turnerin und - man sieht es: Bodybuilderin © WWE 2016 All Rights Reserved
Brooke wurde bei WWE als Vollstreckerin von Charlotte Flair eingeführt, mittlerweile auf Solopfaden unterwegs. Ihr Privatleben wurde 2017 von einer Tragödie überschattet. Lebensgefährte Dallas McCarver, ebenfalls Bodybuilder, starb mit nur 26 Jahren, weil er an seinem Essen erstickte © instagram.com/ashasebera_danabrooke
Ein noch größeres Kraftpaket als Brooke: NIA JAX, ehemaliges Plus-Size-Model und Cousine von WWE-Legende und Hollywood-Star Dwayne "The Rock" Johnson © instagram.com/therock
Jax gewann 2018 bei WrestleMania den RAW-Damentitel, abseits des Rings tut sie sich als Vorkämpferin gegen Bullying und Bodyshaming hervor © Getty Images
Aktuell an Jax' Seite: TAMINA, Als Adoptivtochter des WWE-Hall-of-Fame-Mitglieds Jimmy Snuka war ihr Weg in den Ring vorgezeichnet. Seit 2010 füllt auch sie bei WWE die Rolle als weibliches Powerhouse aus. Privat ist Snuka (Jahrgang 1978) zweifache Mutter © instagram.com/saronasnukawwe
ZELINA VEGA: Debütierte 2018 als Begleiterin von Andrade Almas im WWE-Hauptkader, war selbst als Thea Trinidad aber auch eine profilierte Indy-Wrestlerin - und dürfte früher oder später auch mehr Gelegenheit bekommen, ihr Talent zu zeigen © instagram.com/zelina_vegawwe
Vega ist puertoricanischer Abstammung und kommt aus New York, ihr Vater starb 2001 beim Terror-Anschlag auf das World Trade Center. Vegas Wrestling-Karriere ist ihm gewidmet © instagram.com/zelina_vegawwe

TV-Deal als Schlüssel zum Erfolg

Die Frage, ob AEW einen TV-Deal an Land ziehen kann, wird darüber entscheiden, ob das Projekt wirklich abheben kann. Obwohl auch der Wachstumsmarkt Streaming aktuell große Chancen bietet, gilt die Präsenz auf einem größeren Fernsehsender noch immer als unverzichtbarer Schritt aus dem Nischen- in den Massenmarkt. Sollte der gelingen, dürfte in der Branche einiges in Bewegung geraten.

Cody Rhodes (M.) und die Young Bucks stellten die Mega-Show "All In" erfolgreich auf die Beine © YouTube.com/BeingTheElite

Der Wrestling Observer berichtet, dass viele unzufriedene WWE-Wrestler offen für einen Tapetenwechsel wären, was auch keine Überraschung ist. WWE hat aktuell rund 200 aktive Wrestler und Wrestlerinnen unter Vertrag, und obwohl diese mittlerweile auf fünf Kader verteilt sind (RAW, SmackDown, NXT, NXT UK, 205 Live): ein Ding der Unmöglichkeit, sie alle zufrieden zu stellen.

Interessant außerdem: Der 33 Jahre alte Cody Rhodes - Sohn der 2015 verstorbenen Wrestling-Legende Dusty Rhodes - hat zuletzt öffentlich gefordert, dass die WWE-Wrestler von ihrem Arbeitgeber endlich Krankenversicherungen erhalten sollten. Die McMahon-Liga bietet die bis heute nicht, beschäftigt die Wrestler stattdessen als vermeintlich "unabhängige Vertragsnehmer" (independent contractors), die sich selbst um ihre Auslagen kümmern müssen. Sollte die Rhodes-Liga das anders handhaben, wäre das auch ein großer Wechsel-Anreiz, gerade für die weniger gut verdienenden Stars - und womöglich auch ein Anstoß für eine überfällige Änderung der Branchengepflogenheiten.

Widerstehen Cody Rhodes und die Young Bucks WWE?

Noch ist all das Zukunftsmusik, die aber recht bald lauter werden wird: Im Januar beginnt in den kleineren Wrestling-Ligen die Free-Agent-Zeit, in der unter anderem auch die ROH-Verträge der Jacksons auslaufen.

Für AEW ist dann der Weg frei, ein Roster zu formieren: Dessen Kern dürften die Mitglieder von "The Elite" sein, dem aus der NJPW-Gruppierung Bullet Club hervorgegangenen Freundeskreis um Rhodes und die Bucks. Intensive Bemühungen dürfte es auch um weitere bekannte Free Agents geben, vor allem um den langjährigen WWE-Topstar Chris Jericho und Indy-Superheld Kenny Omega, auch Kommentatoren-Legende Jim Ross wird mit AEW in Verbindung gebracht.

Begehrte Free Agents im Wrestling: Chris Jericho (l.) und Kenny Omega © NJPW

Zu erwarten ist allerdings auch, dass WWE viel Geld locker machen wird, um AEW die Stars wegzuschnappen. Wer Vince McMahon und seinen Hang zu eiskalten Geschäftspraktiken kennt, weiß, dass er alles daran setzen wird, den potenziellen Rivalen im Keim zu ersticken. Sicher davon auszugehen ist auch, dass WWE Rhodes und den Jacksons lukrative Angebote machen wird, bei ihnen anzuheuern, statt ihr Projekt durchzuziehen - zumal der Observer berichtet, dass AEW mit dem Engagement des Trios stehen und fallen wird.

Stand jetzt jedoch wirkt "The Elite" jedoch entschlossen, gegen WWE zusammenzustehen und gemeinsam mit Investor Khan die Wrestling-Welt zu ihren eigenen Bedingungen zu verändern.

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