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Vince McMahon änderte unter anderem den RAW-Hautpkampf mit Ronda Rousey (o.)
Vince McMahon änderte unter anderem den RAW-Hautpkampf mit Ronda Rousey (o.) © WWE
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München - Vince McMahon hat die dieswöchige Ausgabe von WWE Monday Night RAW in letzter Minute völlig über den Haufen geworden - wegen des Todes von George Bush.

73 Jahre ist WWE-Boss Vince McMahon mittlerweile alt - trotzdem geht im Tagesgeschäft der weltgrößten Wrestling-Liga noch immer nichts gegen den Willen des Patriarchen.

In dieser Woche hat sich das einmal mehr gezeigt: Dreieinhalb Stunden vor Beginn der dieswöchigen Ausgabe seiner wichtigsten TV-Show Monday Night RAW soll McMahon die Sendung praktisch völlig über den Haufen geworfen haben.

Wie der Wrestling Observer berichtet, hat McMahon das RAW-Skript in letzter Minute "völlig umgeschrieben". Der bemerkenswerte Grund: der Tod des ehemaligen US-Präsidenten George H.W. Bush.

George H.W. Bush war von 1989 bis 1993 Präsident der USA
George H.W. Bush war von 1989 bis 1993 Präsident der USA © Getty Images

Vince McMahon verfügte ein positiveres WWE RAW

McMahon war dem Bericht zufolge der Meinung, dass die Show aufgrund des traurigen Anlasses eine positivere Grundstimmung haben sollte als in der Fassung, die ihm zur Abnahme vorgelegt wurde - mehr Erfolgserlebnisse für die Guten, weniger durch die Bösewichte erzeugte "Heat" (Aktionen, die das Publikum zu Buhrufen provozieren sollen).

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Der Firmenchef fand das vor allem deshalb nötig, weil die Show in Houston stattfand, der langjährigen politischen Wahlheimat von George Bush senior. Umso mehr war für McMahon das alte Unterhalter-Motto "Send the fans home happy" das Gebot der Stunde.

Dem Observer zufolge verfügte McMahon deshalb, dass Publikumsliebling Finn Balor während der Show diverse positive Momente haben sollte, die vorher nicht geplant waren: Der Ire besiegte im Lauf der Show Jinder Mahal, half Elias dabei, Hassfigur Lio Rush zu stellen und mit seiner Gitarre niederzuschlagen. Dazu unterstützte er Dolph Ziggler, Top-Bösewicht Drew McIntyre dessen erste klare Niederlage seit seinem Comeback in diesem Jahr zuzufügen. 

Auch das Ergebnis des Hauptkampfs, an dessen Ende Ronda Rousey mit der aus Texas stammenden Lokalmatadorin Ember Moon Nia Jax und Tamina besiegte, ging auf McMahon zurück.

Unmittelbaren Ertrag brachten McMahons Eingriffe nicht: RAW fuhr in absoluten Zahlen die schwächste Zuschauerzahl seit Jahren ein. Das könnte aber auch eher die Folge der letztwöchigen Show gewesen sein, die als eine der schwächsten seit langem galt (und von McMahon auch stark redigiert wurde).

George Bush war dem Wrestling verbunden

Der am vergangenen Freitag im Alter von 94 Jahren verstorbene Bush war dem Wrestling übrigens in ähnlichem Maß verbunden wie der heutige Amtsinhaber Donald Trump.

Bush war befreundet mit WWE-Hall-of-Famer "Big Cat" Ernie Ladd und dem texanischen Promoter Paul Boesch. Bush besuchte die Shows von Boesch auch immer wieder mal und trat auch in einer TV-Doku über den 1989 verstorbenen Boesch auf (der McMahon nicht ausstehen konnte).

Auch lud er während seiner Amtszeit als Präsident den legendären "Nature Boy" Ric Flair ins Weiße Haus ein.

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