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Adrian "Lionheart" McCallum stand noch wenige Tage vor seinem Tod im Ring
Adrian "Lionheart" McCallum stand noch wenige Tage vor seinem Tod im Ring © ICW (Insane Championship Wrestling)
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München - Noch am Sonntag gewann er einen Titel, nun ist Brit-Wrestler "Lionheart" Adrian McCallum tot. Ein Unfall mit WWE-Star AJ Styles hatte 2014 die Szene bewegt.

Die britische Wrestling-Szene trauert um Adrian McCallum alias Lionheart. Im Alter von nur 36 Jahren ist der langjährige Showkampf-Veteran überraschend verstorben.

Erst am vergangenen Sonntag stand er im Hauptkampf einer Show seiner Stammliga ICW (Insane Championship Wrestling), verteidigte den World Title, den er dort hielt und gewann den European Title von Gegner Alexander Dean.

Nichts deutete da darauf hin, dass ICW am Mittwochabend McCallums Tod verkünden würde.

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"Tragende Säule des britischen Wrestlings"

"Adrian war eine tragende Säule von ICW und des britischen Wrestlings", schrieb die Liga auf Twitter: "Noch wichtiger: Er war unser Freund. Sein Ableben hinterlässt eine riesige Lücke im Leben derer, die er kannte." Die Todesursache von McCallum - in den Tagen vor seinem Tod noch rege aktiv in den sozialen Medien - wurde nicht genannt, ICW ergänzte noch den Hinweis, die Privatsphäre seiner Familie zu respektieren.

Die schottische Polizei bestätigte, dass am Mittwoch ein 36-jähriger Mann in einem Anwesen in McCallums Wohnort Ayr gefunden wurde, die Todesumstände würden untersucht, aber als "nicht verdächtig" behandelt, es deutet also nichts auf ein Verbrechen hin.

Noch am Tag seines Todes wurde auf McCallums Twitter-Account ein letzter Beitrag gepostet, ein Zitat des britischen Schauspielers und Komikers Ricky Gervais aus der Serie "After Life".

"Eines Tages wirst du deine letzte Mahlzeit essen, an deiner letzten Blume riechen, deinen Freund zum letzten Mal umarmen", heißt es darin: "Du wirst vielleicht nicht wissen, dass es das letzte Mal ist, darum musst du alles im Leben mit Leidenschaft tun."

Folgenschwerer Unfall mit WWE-Star AJ Styles

Neben ICW kondolierten auch zahlreiche Weggefährten McCallums, unter ihnen einige, die mittlerweile bei WWE sind. "Menschen wie er waren entscheidend für das Wachstum einer Szene, das dazu geführt hat, dass mittlerweile viele mit ihr ihren Lebensunterhalt bestreiten können", schrieb etwa Pete Dunne, der ehemalige UK-Champion von WWE, die mittlerweile auch nach England expandiert ist.

Der am 17. Dezember 1982 in Coventry geborene McCallum stand seit 2002 im Ring und bestritt seitdem vor allem in seiner Heimat hunderte Matches, traf auf viele mittlerweile weltbekannte Größen.

2014 kam er in die Schlagzeilen, weil in einem Match mit dem heutigen WWE-Topstar AJ Styles ein schwerer Ringunfall passierte. Weil er bei Styles' Standard-Aktion, dem Styles Clash, falsch aufkam, brach er sich den Hals und musste eine Lähmung fürchten. McCallum hatte klargestellt, dass das Missgeschick sein Fehler war, weil er seinen Kopf falsch bewegte - und war ein Jahr danach in den Ring zurückgekehrt.

Britischen Medienberichten hatte McCallum Anfang des Jahres ein tragisches Ereignis erlebt: Bei einem Wohnungsbrand hätte er vergeblich versucht, eine junge Studentin vor dem Tod zu retten.

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