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München - Seth Rollins und Becky Lynch sind die großen Gewinner, Roman Reigns macht einen Riesensatz, Brock Lesnar fällt heraus. Das WWE-Powerranking im August.

Die zweitgrößte WWE-Eventserie des Jahres ist Geschichte, nach dem verlängerten Mammut-Wochenende rund um den SummerSlam 2019 in Toronto wirft die Herbstsaison ihre Schatten voraus.

Am Montag beginnt bei RAW das Revival des King-of-the-Ring-Turniers, am 15. September steht der Pay Per View Clash of Champions an. Anfang Oktober wird der milliardenschwere Umzug von SmackDown zum neuen US-Heimatsender Fox und zudem auch das TV-Duell mit dem neuen Konkurrenten AEW im Fokus der Aufmerksamkeit stehen.

Auf welche Stars setzt WWE in dieser wichtigen Zeit nun besonders?

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SPORT1 hat wie jeden Monat die Ereignisse der vergangenen Wochen ausgewertet und daraus eine Top 10 erstellt, die die Kraftverhältnisse in der Showkampf-Liga widerspiegeln soll. In das Powerranking fließen die Ergebnisse der Matches und deren Relevanz ein, aber auch die allgemeine Darstellung des Charakters, die On-Air-Zeit, die Leistung im Ring und außerhalb werden berücksichtigt.

10. Charlotte Flair (Vormonat: nicht gelistet)

Nachdem ihr Weg zum SummerSlam mit einer Niederlage gegen Ember Moon begann, hat die Queen mittlerweile zu alter Stärke zurückgefunden. Der Höhepunkt dabei war zweifelsohne der Sieg im Duell der Generationen mit Trish Stratus. Ein baldiges Eingreifen in das Titelgeschehen erscheint realistisch, zumal Clash of Champions in ihrer Heimatstadt stattfindet.

9. AJ Styles (5)

Trotz einer erfolgreichen Titelverteidigung und zweier intensiven Matches gegen Seth Rollins rutscht AJ im Ranking ab. Dennoch hat er mit "The O.C." eine äußerst erfolgreiche Zeit hinter sich. Die Gruppierung mit Karl Anderson und Luke Gallows hat ihre Rolle bei Raw gefunden und wird weiterhin eine wichtige Position einnehmen.

8. The Fiend / Bray Wyatt (-)

Das Warten hat sich gelohnt: Der grandiose Horror-Charakter wird den WWE-Fans im richtigen Maße und mit ungemeiner Intensität präsentiert. Seine begrenzte TV-Zeit schadet ihm zwar im Ranking, scheint langfristig aber eine erfolgsversprechende Herangehensweise zu sein.

7. Alexa Bliss & Nikki Cross (-)

Ziemlich überraschend konnten Nikki und Alexa vor knapp zwei Wochen die Women's Tag Team Titles gewinnen. Es folgten zwei erfolgreiche Titelverteidigungen innerhalb von einer Woche und schon haben die Titel mehr Relevanz erlangt, als während der kompletten Regentschaft der IIconics.

Wissenswertes zum Thema Wrestling

6. Bayley (1)

Trotz einer erfolgreichen Titelverteidigung leidet Bayley darunter, dass Charlotte prominenter eingesetzt wird und auch ohne Titel zur wichtigsten Frau bei SmackDown aufgebaut wurde. Durch verminderte Präsenz und eine schwach gebookte Fehde mit Ember Moon, die nie als ernsthafte Bedrohung herüberkam, rutscht Bayley deutlich ab.

5. Kevin Owens (6)

Ein Sieg gegen Shane McMahon, Teilnahme am King-of-the-Ring-Turnier, Aufbau zu einem Top-Babyface bei SmackDown. Als Fanliebling schlägt sich "K.O." bisher sehr erfolgreich und wird von den Zuschauern auch sehr gut angenommen. Dürfte in nicht allzu ferner Zukunft ins Rennen um einen großen Titel eingreifen.

4. Kofi Kingston (3)

Erstmals konnte Kofi seinen WWE Title nicht durch einen Sieg verteidigen und muss zudem auch seinen Platz auf dem Podium des Rankings räumen. Was ihn dennoch nicht allzu tief fallen lässt: Randy Orton ist der perfekte Gegenspieler und liefert mit der gemeinsamen Vergangenheit das Fundament für die emotionalste und spannendste Fehde von Kingston als Champion.

3. Roman Reigns (10)

Auch wenn der Big Dog kein SummerSlam Match bestreiten durfte, ist er in der wohl heißesten Story involviert und konnte in den vergangenen Wochen alle Gegner besiegen. In seinem Match am Dienstag gegen Buddy Murphy durfte er zusätzlich beweisen, dass er mit dem passenden Gegner auch Top-Matches absolvieren kann.

2. Seth Rollins (4)

Klammert man die Ereignisse des SummerSlams aus, so waren die letzten Wochen für Rollins bestimmt von Schmerz und permanenten Niederschlägen. Allerdings war der Sieg gegen Brock Lesnar am vergangenen Sonntag in Toronto solch ein wichtiger, dass sich für den "Beastslayer" im Nachhinein alles sinnvoll gefügt hat.

1. Becky Lynch (2)

"The Man" erklimmt nach WrestleMania zum zweiten Mal den Thron des Powerrankings und hält auch ihren Lebensgefährten Rollins auf Distanz. Nach einer von RAW-Mastermind Paul Heyman überraschend leidenschaftlich inszenierten Fehde und einem schlussendlich souverän gewonnen Match gegen Natalya wartet nun die wohl größte Herausforderung ihrer Titelregentschaft. Sasha Banks ist durch ihr Comeback und ihre Wandlung zur Schurkin eine tragende Rolle in der Frauendivision zuzutrauen. Dabei wird es zweifelsohne vermehrt zu Revierkämpfen mit Becky kommen.

Die folgenden Superstars mussten sich aus dem Powerranking verabschieden: Shinsuke Nakamura (9), Ricochet (8) und Brock Lesnar (7).

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