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München - Beim WWE-Powerranking von SPORT1 im Oktober gibt es ein gewaltige Stühlerücken. Es gibt sieben Neueinsteiger und viele prominente Abgestürzte.

Ein großer Neubeginn bei RAW, ein noch größerer bei SmackDown, ein hochumstrittenes Hauptmatch bei Hell in a Cell, ein nicht ganz nach Plan laufender Wednesday Night War mit dem neuen Rivalen AEW: Hinter WWE liegen die turbulentesten Wochen seit Jahren.

Mit dem Start in den heißen TV-Herbst geht auch ein großes Stühlerücken im WWE-Powerranking einher.

Vor dem in der Nacht zum Samstag beginnenden WWE-Draft und dem Ende der Wild Card Rule hat SPORT1 die Ereignisse der letzten Wochen ausgewertet und daraus eine Top 10 erstellt, die die Kraftverhältnisse in der Showkampf-Liga widerspiegeln sollen. In das Powerranking fließen die Ergebnisse der Matches und deren Relevanz ein, aber auch die allgemeine Darstellung des Charakters, die On-Air-Zeit, die Leistung im Ring und außerhalb werden berücksichtigt.

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Der von Brock Lesnar demontierte WWE-Champion Kofi Kingston und die ebenfalls entthronte Bayley sind in der Hitliste tief gefallen und haben es nicht mal mehr unter die Top 10 geschafft. Trotz vieler neuer Gesichter bleibt Platz 1 allerdings in vertrauter Hand.

10. Kevin Owens (Vormonat: Nicht gelistet)

Die monatelange Auseinandersetzung mit Shane McMahon konnte "K.O." auf emotionale Art und Weise am Freitag erfolgreich für sich entscheiden. Allerdings ist er seit Monaten nur noch bei SmackDown vertreten und durfte sich seit dem SummerSlam auch nicht mehr bei Pay Per Views präsentieren. Eine tragende Rolle als Top Babyface würde ihn sicher noch weiter nach oben im Ranking spülen.

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9. The Viking Raiders (-)

Monatelang wurden die Viking Raiders nur stiefmütterlich behandelt. Hätte es NXT auf dem USA Network schon im April gegeben, würden wir das in Japan als "War Machine" sehr erfolgreiche Duo wohl weiterhin in der Full Sail University zu sehen sein. Mittlerweile hat sich ihre Lage jedoch verbessert. Nach einer ersten erfolgreichen Fehde gegen den O.C. steht am Montag ihr erstes Titelmatch an.

8. Seth Rollins (1)

Von Platz 1 auf 8 innerhalb von gut drei Wochen. Obwohl Rollins in den vergangenen knapp zwei Wochen zwei Titelverteidigungen überstanden hat findet er sich nur noch am Ende des Rankings wieder. Seit Clash of Champions hatte er vier Matches, die alle in einem Unentschieden beziehungsweise ohne Gewinner endeten, wobei vor allem das missratene Match gegen The Fiend lange in Erinnerung bleiben wird.

7. Roman Reigns (-)

Nach der überraschenden Niederlage gegen Erick Rowan bei Clash of Champions fand Roman in den letzten Wochen seine Souveränität wieder. Er wird wieder dominant und erfolgreich dargestellt. Ein Sieg im Rematch gegen Rowan und mit Bryan gegen Rowan und dessen wieder aufgetauchten Partner Luke Harper führten zu seinem Comeback im Ranking.

6. The Kabuki Warriors (-)

Noch am Sonntag erschien es als unmöglich, dass die beiden Japanerinnen sich erstmalig in den aktuellen Top 10 wiederfinden. Die beiden Ausnahme-Performerinnen Asuka und Kairi Sane wurden im WWE-Hauptkader bislang auf wirklich schmerzhafte Weise unter Wert verkauft - während AEW mit der Krönung von Landsmännin Riho zum ersten Damenchampion auf höchst positive Zuschauerresonanz stieß. Der Titelgewinn bei Hell in a Cell und der darauffolgende Sieg gegen Becky und Charlotte sind nun ein Neustart für Asuka und Sane. Auch wenn immer noch viel Luft nach oben ist: Man scheint dem Team endlich etwas zuzutrauen und gibt ihnen durch einen Quasi-Heelturn frischen Wind.

5. Braun Strowman (-)

Erstmalig findet sich Braun Strowman im Power-Ranking wieder. Durch sein bevorstehendes Match mit Stargast Tyson Fury wird das "Monster among Men" sehr dominant und stark dargestellt. Den einzigen Rückschlag musste er durch eine Attacke des Fiend hinnehmen. Ansonsten zerstörte er seine Gegner.

4. Brock Lesnar (-)

Das Ende von Kofimania geschah in Suplex City. Wieder einmal stieg die teuerste Teilzeitkraft der WWE-Geschichte von null auf hundert, wie immer nicht zur Freude aller Fans. Lesnar beendete in wenigen Sekunden den monatelangen WWE-Titelrun von Kingston und darf sich am 31. Oktober nun mit seinem UFC-Bezwinger Cain Velasquez messen.

3. The Fiend alias Bray Wyatt (8)

Wenn man eins aus Hell in a Cell gelernt haben muss, ist es, dass WWE den Charakter des Fiend (zu deutsch: "Unmensch") wörtlich nimmt: Er ist übermächtig und erscheint unschlagbar. Wer zehnmal den Finisher des Universal Champs, diverse Stuhl- und andere Waffenschläge übersteht und nach ein paar Minuten zum Gegenschlag ansetzen kann, spielt als Charakter in einer Liga für sich.

2. Charlotte Flair (-)

Monatelang war sie die titellose Queen von SmackDown Live. Passend zum Neustart der Show hat die Tochter des legendären "Nature Boy" Ric Flair nun auch den Titel zurück. Bayley war die komplette Fehde größtenteils chancenlos. Charlotte ist - nicht nur durch ihren zehnten Titelgewinn - eine Ausnahmeerscheinung bei WWE.

1. Becky Lynch (7)

Mit ihrer dritten Pole-Position steigt sie zur alleinigen Rekordhalterin des Rankings auf. Ein großes Segment mit The Rock und ein ebenso spektakuläres wie erfolgreiches Hell-in a-Cell-Match mit Sasha Banks zeigten auf, dass Charlotte vielleicht die Beste aller Zeiten ist, Becky Lynch allerdings seit mittlerweile über einem Jahr das heißeste weibliche Eisen bei WWE ist.

Die folgenden Superstars mussten sich aus dem Powerranking verabschieden: Sasha Banks (10), Erick Rowan (9), Shinsuke Nakamura (6), Baron Corbin (5), Kofi Kingston (4), AJ Styles (3) und Bayley (2)

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