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München - Die NXT-Invasion vor den Survivor Series wirbelt auch das WWE-Powerranking von SPORT1 durcheinander. Rhea Ripley und Adam Cole erobern Spitzenplätze.

Hinter den WWE-Fans liegen turbulente Wochen: Der alljährliche Kampf zwischen SmackDown und RAW um die Survivor Series war in diesem Jahr ein Dreikampf, bei dem auch die aufstrebenden Stars von NXT mitmischten - das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen.

Durch das Einbeziehen der NXT-Wrestler in den Aufbau des Pay Per Views entstand eine Dynamik, die dem Produkt eine frische Brise verlieh. Konsequenterweise übernimmt der Gewinner-Brand der Survivor Series auch im WWE-Powerranking von SPORT1 eine gewichtige Rolle - auf Kosten diverser großer Namen: So setzt etwa Bayley ihre Achterbahnfahrt mit einem erneuten Sturz von Platz 1 aus den Top 10 fort. Ebenso hat es Becky Lynch erstmalig nicht geschafft.

SPORT1 wertet im monatlichen Ranking die Entwicklungen der vorausgegangenen Wochen aus und erstellt daraus eine Top 10, die die Kraftverhältnisse in der Showkampf-Liga widerspiegeln sollen. Die Ergebnisse der Matches und deren Relevanz fließen ein, aber auch die allgemeine Darstellung des Charakters, die On-Air-Zeit, die Leistung im Ring und außerhalb werden berücksichtigt.

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10. Kevin Owens (-)

Nachdem es in den vergangenen Wochen ein wenig ruhig um "KO" wurde, rückt er nun wieder mehr in den Fokus. Nicht nur war er ein Teil des siegreichen War-Games-Teams bei NXT TakeOver, sondern scheint auch der erste Gegner des zum bösen "Heel" gedrehten Seth Rollins zu werden.

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9. Keith Lee (-)

Tommaso Ciampa? Matt Riddle? Nein, Keith Lee war der NXT-MVP des Elimination Matches bei den Survivor Series. Der Koloss, der in den vergangenen Wochen Sprünge und Aktionen vorführte, die ein Mann seiner Größe eigentlich nicht können sollte, hat damit offenbar nicht nur bei den Fans, sondern auch bei der WWE-Chefetage Eindruck geschunden. Durfte bei der Traditionsveranstaltung Topstar Roman Reigns an den Rand einer Niederlage bringen - und bei der darauffolgenden NXT-Ausgabe gleich mit der nächsten denkwürdigen Aktion nachlegen.

8. Seth Rollins (10)

Der "Architect überlebt weiter und ist durch das Ausscheiden seiner Verlobten Becky Lynch die letzte Bastion, die es in alle neun Rankings geschafft hat. Seine Dominanz und Beliebtheit gingen in den letzten Wochen allerdings in den Keller. Der sich klar andeutende "Heel Turn" inklusive einer möglichen Verbindung mit den Authors of Pain (AOP) sollte seine Position im Ranking und das Standing bei den Fans wieder verbessern.

7. Roman Reigns (6)

Der Sole Survivor des SmackDown Teams durfte am Sonntag einmal mehr beweisen, dass er das Aushängeschild der WWE ist. Trotz seiner Niederlage gegen King Corbin vor ein paar Wochen scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis er die Fehde für sich entscheidet und auch im Ranking eine bedeutsamere Rolle einnimmt.

6. Shayna Baszler (-)

Ronda Rouseys MMA-Weggefährtin durfte sich in den vergangenen Wochen bei SmackDown und RAW präsentieren und bei den Survivor Series auch ihre Champion-Kolleginnen Lynch und Bayley besiegen. Wermutstropfen: Qualitativ enttäuschte das Match, auch Boss Vince McMahon soll hinter den Kulissen nicht begeistert gewesen sein. Es sieht dennoch so aus, als ob die 39-Jährige bald im Hauptkader zu sehen ist, anscheinend ist eine Fehde gegen Lynch in Planung.

5. Brock Lesnar (3)

Zwar hat Lesnar seinen Titel erwartungsgemäß verteidigt, da sich seine Präsenz abseits der Survivor Series dabei aber auf altbekanntem Niveau hielt, ist eine Spitzenposition nicht erreichbar. Bis zum Royal Rumble im Januar soll er nun wieder außen vor sein - und damit dann aller Voraussicht nach wieder aus dem Ranking fallen.

4. The Kabuki Warriors (7)

Angefangen mit der Titelverteidigung gegen Charlotte Flair und Becky Lynch, haben die beiden Japanerinnen einen erfolgreichen Monat hinter sich. Der Heel Turn zahlt sich aus und lässt bei Asuka und insbesondere bei Kairi Sane unbekannte Züge hervorstechen. Auch wenn sich der Push in den letzten Wochen auf Asuka und ihre Wandlung auf den Spuren ihres nebelspuckenden Idols Great Muta konzentrierte: Auch die ebenso hochbegabte Sane profitiert. Im Dezember soll ein großes TLC-Match gegen Flair und Lynch in Planung sein.

3. Rhea Ripley (-)

Shayna Baszler mag die Titelträgerin von NXT sein, ihre baldige Herausforderin Rhea Ripley stahl ihr in den vergangenen Wochen allerdings das Spotlight. Sie konnte nicht nur Shayna bei den War Games pinnen, sie führte ihr Team bei der Survivor Series zum Sieg. Die erst 23 Jahre alte Australierin mit dem unkonventionellen Look ist innerhalb kurzer Zeit vom Insider-Tipp zum kommenden Star aufgestiegen.

2. Adam Cole (-)

Welch unglaubliche Wochen hat der NXT-Champion hinter sich? Matches gegen Seth Rollins, Daniel Bryan, Kämpfe mit einer Leiter und in einem Käfig. Ein spektakulärer Mega-Bump bei den War Games und am Tag darauf das beste Match der Survivor Series gegen Pete Dunne: Der Anführer der Undisputed Era machte im November nachhaltig auf sich aufmerksam. Nicht umsonst lobte ihn Talentvorstand Triple H soeben als "Ironman von NXT" und ultimativer Musterprofi. Der charismatische 30-Jährige steht an der Schwelle zu einer Mega-Karriere. Kein anderer WWE-Wrestler konnte in letzter Zeit so kontinuierlich durch hochklassige Matches profilieren wie Adam Cole - Bay-Bay.

1. The Fiend / Bray Wyatt (2)

Der langsame Aufbau des Fiend gipfelt nach Monaten des Kletterns. Nachdem er sich in den vergangenen Ausgaben auf Platz 3 bzw. 2 aufhielt, konnte er durch seine durchweg dominante Darstellung und den Sieg gegen Daniel Bryan dieses Mal die Pole Position sichern. Da Bray bei den Fans weiterhin hoch im Kurs steht - soeben ist er zum erfolgreichsten Merchandise-Verkäufer der Liga aufgestiegen -, ist davon auszugehen, dass dies nicht sein letzter Besuch an der Spitze des Rankings war.

Die folgenden Superstars mussten sich aus dem Powerranking verabschieden: The Viking Raiders (9), Andrade (8), AJ Styles (5), Becky Lynch (4) und Bayley (1)

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