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Bis 26. März wird eine Entscheidung im Fall Caster Semenya gefällt
Bis 26. März wird eine Entscheidung im Fall Caster Semenya gefällt © Getty Images
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Der CAS wird im Fall von Caster Semenya bis zum 26. März ein Urteil fällen. Die Leichtathletin geht vor dem Sportgerichtshof gegen die Testosteron-Regel vor.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird im "Fall Semenya" bis zum 26. März ein Urteil fällen. Das teilte der CAS am Freitag nach fünf Tagen Anhörung in Lausanne mit.

Demnach sei die Verhandlung am Freitag um 17.00 Uhr beendet worden, das letzte Wort hatte die zweimalige 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya aus Südafrika. 

"Die Entscheidung kann als eine der wichtigsten CAS-Entscheidungen angesehen werden", teilte das Gericht mit. 

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Die 28-Jährige geht vor dem CAS gegen die "Testosteron-Regel" des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF vor. Die IAAF will für Frauen auf bestimmten Strecken einen Testosteron-Grenzwert von fünf Nanomol pro Liter einführen.

Dies würde Athletinnen mit "Differences of Sexual Development" (DSD) wie Hyperandrogenämie dazu nötigen, ihren Testosteronwert, der teilweise deutlich über dem Grenzwert liegt, künstlich zu senken.

IAAF will fairen Wettbewerb

Die IAAF verweist immer wieder darauf, den fairen Wettbewerb im Frauensport im Blick zu haben. Frauen mit einem erhöhten Testosteronwert hätten in bestimmten Disziplinen einen deutlichen Leistungsvorteil.

Semenya ließ während der Anhörung über ihre Anwälte verlauten, dass "sie und andere Frauen", die von den Vorschriften betroffen seien, "ohne Diskriminierungen in der Frauen-Klasse starten sollten".

Die Bestimmungen der IAAF würden "niemanden stärken", sie stellten vielmehr "einen weiteren fehlerhaften und verletzenden Versuch" dar, "das weibliche Geschlecht zu überwachen".

Weitreichende Folgen für die Leichtathletik?

Die Entscheidung des CAS könnte weitreichende Folgen deutlich über die Leichtathletik hinaus haben.

"Dies wird ein monumentales Urteil für die Zukunft des Frauensports. Sollte der CAS gegen uns entscheiden, hätte ich Befürchtungen für die Zukunft nicht nur einzelner Disziplinen in der Leichtathletik", sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe zuletzt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Wie ich aus Gesprächen mit Präsidenten anderer Sportverbände weiß, warten sie mit angehaltenem Atem auf die Entscheidung des CAS."

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