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Mateusz Przybylko erreichte bei der Hallen-EM in Glasgow nur den achten Platz
Mateusz Przybylko erreichte bei der Hallen-EM in Glasgow nur den achten Platz © Getty Images
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Die deutschen Leichtathleten verpassen bei der Hallen-EM in Glasgow eine weitere Medaille. Eine Verletzung verhindert einen erneuten Coup von Mateusz Przybylko.

Eine Fußverletzung verhinderte eine erneute Flugshow von Mateusz Przybylko - und auch seine Teamkollegen konnten die deutsche Medaillenbilanz am zweiten Tag der Hallen-EM nicht aufpolieren.

Przybylko, im vergangenen Jahr umjubelter Freiluft-Europameister in Berlin, kam am Samstag in Glasgow mit 2,18 m nur auf den achten Platz.

Für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) stehen damit vor dem Abschlusstag weiter zwei Medaillen zu Buche. Zum Auftakt hatten Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen) über 3000 m und Kugelstoßer David Storl (Leipzig) jeweils Silber gewonnen. Vor zwei Jahren hatte es für den DLV insgesamt neun Podestplätze (2xGold, 2xSilber, 5xBronze) gegeben.

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Przybylko: "War vom Kopf her nicht da"

Gehandicapt von seiner Fußverletzung konnte Przybylko nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. "Ich habe es mir ein bisschen gedacht, ich wusste, ich bin nicht ganz fit. Ich habe heute den Fuß gespürt, danach war ich vom Kopf her nicht da", sagte Przybylko, der seit Anfang Februar unter Problemen am rechten Sprungfuß leidet: "Ich konnte nicht Vollgas geben."

Der ehemalige U20-Vizeweltmeister Falk Wendrich (Soest) belegte ebenfalls mit 2,18 m Platz sieben. Es gewann der ehemalige Hallen-Weltmeister Gianmarco Tamberi (Italien/2,32). In der Qualifikation war Przybylko noch 2,28 m gesprungen - diese Höhe hätte für Silber gereicht.

Kratz sprintet ins Finale

Einen guten Auftritt bei seiner ersten internationalen Hallenmeisterschaft lieferte Kevin Kranz (Wetzlar) ab. Der erst 20 Jahre alte deutsche Meister lief souverän und abgeklärt bis ins Finale über 60 m vor und wurde in 6,73 Sekunden letztlich Achter. Bei der Freiluft-EM in Berlin war er noch im Vorlauf ausgeschieden.

Über 3000 m war Amos Bartelsmeyer (Frankfurt) als Sechster in 7:59,62 Minuten bester eines deutschen Trios. Der deutsche Meister Sam Parsons (Frankfurt/8:05,83) wurde Zwölfter, Florian Orth (Regensburg/8:05,09) Elfter. Es gewann Shootingstar Jakob Ingebrigtsen (Norwegen), der 18-Jährige hatte bei der EM in Berlin im vergangenen August Gold über 1500 m und 5000 m gewonnen.

Der deutsche Hallenmeister Bo Kanda Lita Baehre (Leverkusen) belegte im Stabhochsprung-Finale Platz sieben. Das erst 19 Jahre alte Talent übersprang 5,55 m. Gold holte sich der ehemalige Freiluft-Weltmeister Pawel Wojciechowski (Polen/5,90).

Den Einzug ins Finale verpassten über 60 m die deutsche Meisterin Lisa-Marie Kwayie (Berlin/7,29) und Rebekka Haase (Wetzlar/7,37). Kwayie fehlten drei Hundertstelsekunden zum Weiterkommen, im Finale siegte die Polin Ewa Swoboda in 7,09.

Mihambo und Roleder stark

Einen starken Eindruck hinterließen Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) und die Titelverteidigerin Cindy Roleder (Halle) über 60 m Hürden. Mihambo qualifizierte sich gleich mit ihrem ersten Sprung auf 6,74 m für das Finale am Sonntag. Roleder zog in 8,04 Sekunden souverän ins Halbfinale ein, das wie der Endlauf ebenfalls am Abschlusstag stattfindet.

Am Sonntag greift auch Kugelstoßerin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) nach einer Medaille. Die 33-Jährige, derzeit Nummer eins der Welt, hatte sich als Beste des Vorkampfes für das Finale qualifiziert.

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