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Margaret Wambui und Caster Semenya sind auf der Strecke eigentlich Kontrahentinnen
Margaret Wambui und Caster Semenya sind auf der Strecke eigentlich Kontrahentinnen © Getty Images
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In der Debatte um das Urteil des CAS erhält Caster Semenya unerwartete Unterstützung. Kontrahentin Margaret Wambui springt der Südafrikanerin zur Seite.

Nach der Niederlage der zweimaligen 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS hat ihre Konkurrentin Margaret Wambui Rassismus beklagt.

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"Das Leben ist manchmal so unfair. Wir Afrikaner haben nichts in dieser Welt zu sagen, und wir können nichts dagegen machen", schrieb die Kenianerin bei Twitter. 

Der CAS hatte den Einspruch der Südafrikanerin Semenya gegen die sogenannte "Testosteron-Regel" des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF abgelehnt. Die IAAF will über bestimmte Strecken (400 m bis Meile) einen Grenzwert für körpereigenes Testosteron von fünf Nanomol pro Liter einführen. 

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Auch Wambui möglicherweise von umstrittener Regel betroffen

Dies zwingt Athletinnen mit "Differences of Sexual Development" (DSD) wie Hyperandrogenämie dazu, ihren Testosteronwert künstlich zu senken. Wie Semenya könnten davon auch Wambui, Olympiadritte 2016 in Rio, sowie die damals hinter Semenya zweitplatzierte Francine Niyonsaba (Burundi) betroffen sein.

"Ich unterstütze dich, Caster, denn niemand sucht sich aus, als er oder sie geboren zu werden", schrieb Wambui bei Twitter und munterte Semenya auf: "Es tut mir so leid, meine Liebe. Es ist schmerzhaft, aber alles, was geschieht, geschieht aus einem Grund."  

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Wambui ist am Freitag wie Semenya und Niyonsaba beim Diamond-League-Meeting in Doha am Start über 800 m. Das Rennen in Katar wird voraussichtlich erst einmal die letzte Möglichkeit sein, bei der Semenya und weitere betroffene Sportlerinnen ohne Anpassung ihres Testosteronspiegels über diese Strecke starten können, bevor die IAAF-Regel am 8. Mai wirksam wird. 

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