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IAAF, Sebastian Coe
Sebastian Coe steht vor einer Wiederwahl als IAAF-Präsident © Getty Images
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Sebastian Coe steht vor einer Wiederwahl als Präsident des Leichtathletik-Verbands IAAF. Der Brite ist der einzige Kandidat bei der Wahl im Vorfeld der WM.

Der ehemalige Weltklasse-Mittelstreckler Sebastian Coe steht vor einer Wiederwahl als Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes.

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Die IAAF teilte am Freitag mit, dass der 62-Jährige Brite der einzige Kandidat für die Wahl im Vorfeld der Weltmeisterschaften in Doha/Katar (27. September bis 6. Oktober) ist.

Der zweimalige 15000-m-Olympiasieger Coe (1980 und 1984) war 2015 zum Nachfolger des Senegalesen Lamine Diack zum IAAF-Chef gewählt worden, der das Amt 16 Jahre inne hatte und sich heute wegen Korruption und Geldwäsche in Frankreich vor Gericht verantworten muss. Damals hatte er sich in Peking gegen das Stabhochsprung-Idol Sergej Bubka aus der Ukraine (92 Stimmen) durchgesetzt.

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Mächtig Gegenwind in erster Amtszeit

Sebastian Coe hatte in seiner ersten Amtszeit einigen Gegenwind gespürt. Zunächst sah er sich Vorwürfen ausgesetzt, er habe als langjähriger Markenbotschafter des Sportartikel-Herstellers Nike bei der umstrittenen WM-Vergabe 2021 an Eugene die Fäden gezogen. Die US-Stadt ist Gründungsort des Unternehmens und liegt nur unweit des jetzigen Hauptsitzes. Die umstrittene Vergabe hatte er später als fehlerhaft bezeichnet, eine eigene Verantwortung aber zurückgewiesen.

Im vergangenen April hatte die Ethikkommission der IAAF eine Untersuchung gegen Coe im Zuge des Doping- und Korruptionsskandals in Russland abgeschlossen. Es wurden "keine Beweise" dafür gefunden, dass Coe die Abgeordneten des britischen Parlaments darüber in die Irre geführt habe, zu welchem Zeitpunkt er von den Vorwürfen gegenüber Russland erfahren habe.

Coe hatte damals gesagt, er hatte "keine Kenntnis" von den Vorwürfen, bevor die ARD im Dezember 2014 über die Missstände berichtete. Laut BBC hatte der Brite jedoch vier Monate zuvor in einer Mail geschrieben: "Ich bin jetzt auf die Anschuldigungen aufmerksam gemacht worden."

Coe mit unnachgiebiger Haltung gegen Russland

Profiliert hat sich Coe dagegen mit seiner unnachgiebigen Haltung gegenüber Russland. Die IAAF hält die seit November 2015 laufende Sperre gegen den russischen Verband RUSAF aufrecht. Es dürfen weiter nur russische Athleten unter neutraler Flagge starten, die nachweisen können, nicht Teil des russischen Dopingsystems zu sein beziehungsweise gewesen zu sein.

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Die WM in Doha könnte damit erneut ohne russisches Team stattfinden. Die nächste Councilsitzung der IAAF findet erst wenige Tage vor der WM statt.

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