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Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz
Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz rechnet mit einer Olympia-Durchführung © AFP/SID/ANDREJ ISAKOVIC
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Christina Schwanitz glaubt derzeit nicht an eine Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio. Sie vermutet eine Aufwärmhalle als Schauplatz der Infektionen.

Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat nach einer Vielzahl an Coronafällen im Zusammengang mit der Hallen-EM im polnischen Torun erneut Zweifel an der Austragung der Olympischen Sommerspiele in Tokio geäußert.

"Ich stelle es mir sehr schwer vor, dass die Olympischen Spiele stattfinden. Denn meiner Meinung nach kann niemand die Verantwortung übernehmen zu sagen: Ich riskiere es, dass andere sich anstecken", sagte die 35-Jährige dem Deutschlandfunk.

Knapp zwei Wochen nach den Titelkämpfen in Torun ist die Zahl der Infektionen trotz eines angeblich weitreichenden Sicherheitskonzeptes auf über 50 aus mindestens sieben Nationen gestiegen. Auch der Deutsche Leichtathletik-Verband vermeldete sieben Fälle. Unter anderem machte Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko, der wie die anderen Fälle erst nach der Rückkehr positiv getestet worden war, seine Erkrankung öffentlich.

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"Bis auf den Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes hatte ich alle Symptome. Ich wünsche das keinem. Das war relativ heftig", sagte der Leverkusener bei sportschau.de.

Schwanitz vermutet eine Aufwärmhalle als Schauplatz der Infektionen: "Da waren sehr viele Sportler auf engem Raum. Ich bin durch die Halle, durch den Aufwärmbereich und den Eingangsbereich gelaufen und bin an den Läufern, Sprintern, Stabhochspringern, Weitspringer vorbeigelaufen, um zum Kugelstoßring zu kommen."

Unmittelbar nach der EM hatte sich Schwanitz noch überzeugt vom Sicherheitskonzept gezeigt: "Noch sicherer geht es nicht - vielleicht in der Klinik."

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