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Michael Johnson verurteilt Christian Coleman für Dopingtest-Affäre © Getty Images
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Erneut hagelt es Kritik für Christian Coleman und seine Dopingtest-Affäre - diesmal vom ehemaligen Sprinter Michael Johnson, der eine Sperre erwartet hätte.

Der ehemalige US-Sprintstar Michael Johnson hat seinen Landsmann Christian Coleman für dessen Dopingtest-Affäre scharf kritisiert. 

Der Favorit auf Gold über 100 m bei der WM in Doha sei seiner "Verantwortung" als potenzieller Superstar der Leichtathletik nicht nachgekommen, sagte Johnson: "Er hat sich keinen Gefallen getan, wie er mit dieser Situation umgegangen ist."

Coleman sei als "das nächste große Gesicht des Sports" gehandelt worden, als jemand, "der Usain Bolt als Star beerben sollte. Ich denke nicht, dass das jetzt noch passieren wird", sagte Johnson, Olympiasieger über 200 und 400 m sowie ehemaliger Weltrekordhalter über beide Distanzen. Die Leichtathletik-Fans hätten keine Toleranz mehr gegenüber Doping-Problemen.

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Johnson: Coleman habe Fehler begangen

Zwar sei Coleman nicht positiv getestet worden, aber das mache keinen "Unterschied. Meiner Meinung nach hätte er dafür gesperrt werden sollen", sagte Johnson. Coleman habe sich nicht wie ein "echter Botschafter des Sports" verhalten und hätte nicht den "Fehler" machen dürfen, seinen Aufenthaltsort für Dopingproben nicht zu aktualisieren.

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Coleman hatte binnen zwölf Monaten drei Dopingtests verpasst und drohte damit sowohl für die WM in Katar als auch für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio gesperrt zu werden, aus formalen Gründen entging er jedoch einer Sanktion. Coleman beteuerte seine Unschuld: Zweimal habe er es versäumt, seine Meldedaten zu aktualisieren, einmal sei der Anruf der Kontrolleurin ausgeblieben.

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