Suarez schießt Uruguay nach Keeper-Bock ins Achtelfinale
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Moskau und München - Die Fußball-WM 2018 steigt von 14. Juni bis 15. Juli in Russland. SPORT1 hält Sie im WM-TICKER mit allen Informationen rund um das DFB-Team und zum Turnier auf dem Laufenden.

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  • Blatter: "Bin immer noch FIFA-Präsident" (18.39 Uhr)
  • Milliardär sorgt mit Senegal-Tweet für Aufsehen (15.00 Uhr)
  • Brych erstmals im Einsatz (13.01 Uhr)

+++ 8.02 Uhr: Hamann: "Hände weg von Özil +++

Der frühere Nationalspieler Didi Hamann stellt sich vor den vielfach kritisierten Weltmeister Mesut Özil. "Hände weg von Özil!", sagte er dem kicker. Dort sowie bei Sky Sport News HD ergänzte Hamann: "Wenn wir bei der WM eine Rolle spielen wollen, ist er einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Spieler in der Mannschaft."

Hamann sprach von einer "Hetzjagd" auf Özil: "Läuft es, sind alle happy. Läuft's nicht, ist Özil schuld. Özil ist ein brillanter Spieler mit großen Verdiensten um den deutschen Fußball." Beim 0:1 zum WM-Start gegen Mexiko hätten Özils Mitspieler den 29-Jährigen gesucht, wie die Argentinier dies mit Superstar Lionel Messi tun: "Mach mal! Und wenn er nichts machte, machte kein anderer etwas."

Für Hamann wie für viele anderen Experten steht jedoch fest, dass Bundestrainer Joachim Löw seine Mannschaft für das zweite Gruppenspiel am Samstag (20 Uhr im LIVETICKER) in Sotschi gegen Schweden umstellen muss. Der genesene Jonas Hector müsse wieder für Marvin Plattenhardt rein, sagte Hamann, Marco Reus für Julian Draxler spielen. Auch für Ilkay Gündogan machte er sich stark.

+++ 7.40 Uhr: Beckham sieht England im Finale +++

Der frühere Teamkapitän David Beckham traut seinen Engländern bei der WM alles zu. "Ich glaube, Argentinien spielt im Finale gegen England", sagte der 43-Jährige bei einem Event in China. "Natürlich würde ich mir wünschen, dass England das Turnier gewinnt. Aber das liegt an meiner Befangenheit und meiner Leidenschaft für mein Land."

England hatte sich gegen Tunesien zum Auftaktsieg gequält (2:1). "Ich bin froh, dass wir das erste Gruppenspiel gewonnen haben", sagte der dreimalige WM-Teilnehmer Beckham, warnte aber vor den kommenden Aufgaben: "England hat ein sehr junges Team, sie haben noch nicht viel Erfahrung und die WM wird härter und härter, denn es gibt viele gute Teams."

+++ 7.28 Uhr: DFB droht finanzieller Verlust +++

Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) droht neben einem enormen Imageschaden bei einem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland auch ein finanzieller Verlust. Sollte der Weltmeister nach dem Fehlstart gegen Mexiko (0:1) das Achtelfinale verpassen, würde der DFB das Turnier mit einem Verlust von 1,7 Millionen Euro beenden. Einnahmen von 9,1 Millionen Euro stünden Ausgaben von 10,8 Millionen Euro gegenüber.

Bei einer weiteren Niederlage am Samstag (20 Uhr im LIVETICKER) in Sotschi gegen Schweden wäre der Titelverteidiger ausgeschieden, wenn Mexiko zuvor gegen Südkorea mindestens einen Punkt holt. Um einen Gewinn zu erwirtschaften, müsste die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw das Halbfinale erreichen. 

Mittwoch, 20. Juni:

+++ 23.50 Uhr: Iran-Assistenzcoach im Krankenhaus +++

Der iranische Nationaltrainer Carlos Queiroz macht sich Sorgen um einen seiner Mitarbeiter. Ein Mann, der zum Trainerstab des Iran gehört, musste während des zweiten Spiels der Vorrunden-Gruppe B gegen Spanien (0:1) ins Krankenhaus gebracht werden. 

"Wir sind besorgt, weil ein Mitglied unseres Stabs nach der Entscheidung durch den Videobeweis in gesundheitlichen Schwierigkeiten steckt", sagte Queiroz: "Wir hoffen, dass alles gut wird."

+++ 23.29 Uhr: Gehirnerschütterung bei Amrabat +++

Die Spielergewerkschaft FIFPro hat mit Unverständnis auf den Einsatz des marokkanischen Fußball-Nationalspielers Nordin Amrabat im WM-Spiel gegen Portugal (0:1) nur fünf Tage nach dem Erleiden einer Gehirnerschütterung reagiert.

"Dies ist ein weiteres alarmierendes Beispiel dafür, dass ein Spieler in Gefahr gebracht wird", teilte FIFPro in einer Erklärung mit: "Amrabat ist nach medizinischen Richtlinien zu früh auf den Platz zurückgekehrt."

Der Flügelspieler des englischen Erstligisten FC Watford hatte bei der 0:1-Niederlage am Freitag gegen Iran eine Gehirnerschütterung erlitten. Amrabat war nach einem Zweikampf mit dem Kopf auf das Spielfeld geknallt. Die folgenden zwei Nächte verbrachte er zur Beobachtung im Krankenhaus.

Hier köpft Ronaldo Portugal zum Zittersieg

Gegen den Europameister stand der 31-Jährige am Dienstag allerdings bereits wieder in der Startelf, einen speziellen Kopfschutz legte er nach 16 Spielminuten ab.

Der marokkanische Teamarzt Abderazzak El Hifti hatte am Dienstag betont, er habe die Empfehlungen der FIFA in einem solchen Verletzungsfall "Punkt für Punkt" befolgt. Nationaltrainer Herve Renard nannte Amrabat nach dem Spiel gegen Portugal einen "Krieger", der unbedingt habe spielen wollen.

+++ 22.27 Uhr: Rufe gegen Neuer bestraft +++

Die FIFA hat bei der WM in Russland eine Geldstrafe von 10.000 Schweizer Franken gegen Mexiko wegen homophober Rufe aus dem Fanblock während des 1:0-Sieges gegen Deutschland verhängt. 

Am vergangenen Sonntag waren aus dem mexikanischen Fanblock im Moskauer Luschniki-Stadion bei Abschlägen und Freistößen des deutschen Teams "puto"-Rufe in Richtung von Torwart und Kapitän Manuel Neuer zu hören gewesen, was so viel wie "Schwuchtel" oder "Stricher" bedeutet.

Bereits vor der WM hatte der mexikanische Verband die Fans gebeten, mit den Rufen aufzuhören, nachdem sie in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören gewesen waren.

 +++ 21.17 Uhr: Iran lässt Frauen ins Stadion +++

Für ein Public Viewing des Fußball-WM-Spiels der Iraner gegen Spanien haben die Behörden in Teheran auf öffentlichen Druck hin ihr Stadionverbot für Frauen offiziell gelockert. Erstmals seit 37 Jahren durften am Mittwochabend im Azadi-Stadion Frauen und Männer gemeinsam ein Fußball-Spiel von Herrenteams verfolgen.

1981 hatten zum letzten Mal Fans beider Geschlechter Seite an Seite in einem Fußballstadion sitzen dürfen.

+++ 21.11 Uhr: Brasilien blitzt bei FIFA ab +++

Der brasilianische Fußballverband CBF ist mit seiner Forderung nach konkreten Aussagen der FIFA zu der angeblichen Benachteiligung seiner Nationalmannschaft im ersten WM-Spiel gegen die Schweiz (1:1) beim Weltverband abgeblitzt. Die FIFA beantwortete zwar den dreiseitigen CBF-Brief an FIFA-Präsident Gianni Infantino, Generalsekretärin Fatma Samoura und Schiedsrichter-Boss Pierluigi Collina, wies dabei aber das Anliegen der Brasilianer zurück.

Der stellvertretende Generalsekretär Zvonimir Boban und Collina wiederholten in ihrem Schreiben lediglich die allgemeine Vorgabe, wonach der Videobeweis nur bei schwerwiegenden und klaren Fehlern der Referees zum Einsatz kommen soll. Zudem lehnte die FIFA die Herausgabe der aufgezeichneten Kommunikation zwischen Schiedsrichter Cesar Ramos (Mexiko) und Video-Assistent Paolo Valeri (Italien) ab.

Der CBF hatte umfassende Informationen über den Ablauf der Entscheidungsfindung zwischen Ramos und Valeri verlangt. Zu diesem Zweck sollte die FIFA die Kommunikation herausgeben.

Die Brasilianer kritisieren vor allem, dass beim Treffer der Schweizer durch Steven Zuber vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim (50.) der Videobeweis nicht zur Anwendung kam. Zuber hatte Brasiliens Verteidiger Miranda vor seinem Kopfballtor leicht geschubst. Außerdem bemängelt der Rekordweltmeister, dass es bei einem vermeintliche Foul an Gabriel Jesus (74.) keinen Strafstoß gab.

+++ 20.30 Uhr: England-Coach kugelt sich Schulter aus +++

Englands Teammanager Gareth Southgate geht gehandicapt in die nächsten WM-Spiele der Three Lions: Am freien Mittwoch stürzte der Coach bei einer Joggingrunde in der Nähe des Teamquartiers in Repino und kugelte sich die Schulter aus. Dies gab der englische Fußballverband FA bekannt.

"Ich werde wohl in Zukunft die Tore nicht mehr mit vollem Einsatz feiern können", ulkte Southgate über sein Missgeschick. Am Montag hatte er noch überschwänglich den 2:1-Siegtreffer durch Kapitän Harry Kane gegen Tunesien bejubelt.

Southgate musste sogar in einem Krankenhaus behandelt werden und trug den rechten Arm bei einer Teambesprechung in einer Schlinge.

+++ 19.46 Uhr: Saudi-Boss stürzt Team ins Unglück +++

Nach der 0:5-Auftaktklatsche gegen Russland hat Saudi-Arabiens Verbandsboss Adel Ezzat bei der WM hart durchgegriffen.

Für das Spiel gegen Uruguay (0:1) ordnete über den Kopf des Trainers hinweg personelle Wechsel in der Anfangself an. 

Unter anderem rotierte auf sein Geheiß hin Ersatzkeeper Mohammed Al-Owais ins Tor.

Pech, dass ausgerechnet die Nummer zwei beim entscheidenden Treffer von Luis Suarez böse patzte und das Ausscheiden seines Teams entscheidend mit verursachte. 

Tatsächlich hatte aber Verbandsboss Ezzat die Saudis mit seiner Machtdemonstration ins Unglück gestürzt. 

+++ 19.14 Uhr: Thiago wieder nur auf der Bank+++

Bayern-Star Thiago Alcantara steht auch beim zweiten Gruppenspiel der Spanier nicht in der Startelf. Stattdessen darf Champions-League-Sieger Lucas Vasquez von Anfang an ran

+++ 18.39 Uhr: Blatter: "Bin immer noch Präsident" +++

Joseph S. Blatter sieht sich weiterhin als Präsident des Fußball-Weltverbandes FIFA. "Das bin ich immer noch, aber ein suspendierter Präsident", sagte der 82-Jährige am Dienstag dem russischen TV-Sender RT vor seinem Besuch des WM-Spiels zwischen Portugal und Marokko (1:0).

Der Schweizer war 2015 von der FIFA-Ethikkommission gesperrt worden, im Februar 2016 wurde Gianni Infantino zu seinem Nachfolger gewählt.

Auch die WM in Russland sieht Blatter als seine an: "Als ich am Dienstag angekommen bin, habe ich das alles ein bisschen auch als meine WM gesehen." Er sei glücklich, in Russland zu sein.

+++ 17.39 Uhr: Suarez ist Uruguays bester WM-Schütze +++

Luis Suarez ist durch seinen Treffer gerade gegen Saudi-Arabien (LIVETICKER) der ersten Uruguayern, der bei drei Weltmeisterschaften getroffen hat. Glückwunsch!

Nach WM-Woche 1: Die Favoriten im Formcheck

+++ 17.20 Uhr: "Ronaldo ist wie guter Portwein" +++

CR7 feiert seine eigene WM-Party immer weiter. Quasi im Alleingang führte er Portugal im zweiten Gruppenspiel zum 1:0-Sieg gegen starke Marokkaner. Dass sein Trainer daher voll des Lobes ist, dürfte auch klar sein.  

"Mit Cristiano ist das wie mit einem Portwein. Er wird mit dem Alter besser. Er entwickelt sich immer weiter. Anders als andere Spieler. Er spielt nicht wie noch vor vier oder fünf Jahren und wird auch in fünf Jahren nicht wie heute spielen", sagte Fernando Santos nach der Partie. 

Hier köpft Ronaldo Portugal zum Zittersieg

+++ 15.43 Uhr: Peru - Guerrero-Einsatz offen +++

Trainer Ricardo Gareca (60) lässt den Einsatz von Perus Paolo Guerrero im Gruppenspiel gegen Frankreich noch offen. Er könne die Frage, ob der ehemalige Bundesliga-Star in der Startelf stehe "noch nicht beantworten", sagte Gareca vor der Partie am Donnerstag in Jekaterinburg (ab 17 Uhr im LIVETICKER).

"Ich werde meine Entscheidung über die Aufstellung erst am Mittwoch treffen", sagte der Coach bezüglich eines möglichen Einsatzes seines Kapitäns.

Es sei auch denkbar, dass Guerrero zusammen mit dem ehemaligen Schalker Jefferson Farfan stürmen könnte. Beide seien "exzellente" Spieler: "Vielleicht spielen beide, vielleicht wechseln wir während der Partie."

+++ 15.00 Uhr: Britischer Milliardär sorgt mit Senegal-Tweet für Aufsehen +++

Ein Tweet von Lord Alan Sugar hat in Großbritannien für mächtig Wirbel gesorgt.

Der ehemalige Besitzer von Tottenham Hotspur postete am Dienstagabend eine Bild-Montage, auf der die Mannschaft des Senegal hinter einer Auslage von Sonnenbrillen und anderen Strandartikeln zu sehen ist. Für diesen Tweet erntete der Milliardär im Netz einen Shitstorm, auch der Vorwurf des Rassismus wurde laut.

Über den Tweet schrieb der 71-Jährige: "Ich erkenne auf diesem Bild einige dieser Jungs vom Strand von Marbella wieder." Lord Sugar, der regelmäßig in der BBC-Show "The Apprentice" auftritt, hat sich mittlerweile öffentlich für den Tweet entschuldigt.

+++ 13.55 Uhr: Australien-Coach warnt vor Dänen +++

Australiens Nationaltrainer Bert van Marwijk hat seine Spieler vor dem richtungweisenden WM-Gruppenspiel am Donnerstag (ab 14 Uhr im LIVETICKER) gegen Dänemark vor der Physis des Gegners gewarnt. "Das sind starke und große Spieler, das ist eine Waffe", sagte der Niederländer einen Tag vor dem zweiten Gruppenspiel der Socceroos in Samara.

Zum Auftakt hatte Australien gegen Mitfavorit Frankreich 1:2 verloren und steht gegen die siegreich gestarteten Dänen (1:0 gegen Peru) unter Druck. "Wir müssen uns in den Dingen verbessern, die den Unterschied ausmachen", forderte van Marwijk. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und des Hamburger SV kann personell aus dem Vollen schöpfen.

+++ 13.01 Uhr: Brych darf erstes Spiel pfeifen +++

Das lange Warten hat ein Ende: Schiedsrichter Felix Brych aus München wurde für seinen ersten Einsatz bei der Fußball-WM berufen.

Der 42 Jahre alte Jurist leitet mit seinen Assistenten Stefan Lupp und Mark Borsch am Freitag die Partie zwischen Serbien und der Schweiz in Kaliningrad (ab 20 Uhr im LIVETICKER). Das gab der Weltverband FIFA am Mittwoch bekannt.

Die Schiedsrichter für Freitag in der Übersicht:

Brasilien - Costa Rica in St. Petersburg: Björn Kuipers (Niederlande)
Nigeria - Island in Wolgograd: Matthew Conger (Neuseeland)
Serbien - Schweiz in Kaliningrad: Felix Brych (München)

+++ 12.22 Uhr: Mexiko muss für "Puto"-Rufe zahlen +++

Der mexikanische Fußball-Verband FEMEXFUT muss sich auf eine Geldstrafe für die "Puto"-Rufe seiner Fans beim Spiel gegen Deutschland gefasst machen. Das berichtet die spanische Marca.

Bei Freistößen der deutschen Mannschaft, vor allem aber bei Abstößen von Nationalkeeper Manuel Neuer, war das Schimpfwort immer wieder von den mexikanischen Anhängern zu hören.

"Puto" lässt sich als "Schwuchtel" übersetzen. Der mexikanische Verband musste in der Vergangenheit schon über 100.000 Euro an Strafen für Aktionen seiner Fans zahlen. 

Deshalb startete der FEMEXFUT auch eine Social-Media-Kampagne, um die Fans vom Rufen des Schimpfworts abzuhalten:

+++ 11.45 Uhr: Forsberg-Kampfansage an DFB-Team +++

Bei den Schweden wird Leipzig-Star Emil Forsberg eine entscheidende Rolle in der Spielvorbereitung einnehmen. Denn kaum einer beim nächsten DFB-Gegner (Samstag ab 20 Uhr im LIVETICKER) kennt das deutsche Team so gut wie Forsberg.

Ganze 15 Spieler im Kader von Joachim Löw stehen wie Forsberg bei Bundesliga-Vereinen unter Vertrag - und ihnen will der Schwede so richtig einheizen: "Ich habe noch mehr im Tank", sagte der 26-Jährige nach dem Auftaktsieg der Schweden gegen Südkorea.

Gegen die Asiaten hatte der RB-Kicker mit vier die meisten Torschüsse seines Teams, blieb aber insgesamt unauffällig. Das liege vor allem an seiner Abwehr-Arbeit: "Ich bin stolz auf meine Defensiv-Leistung. Ich bin viel gelaufen und habe hinten geholfen."

Da die Deutschen gegen Mexiko verloren haben (0:1), hat das DFB-Team aus seiner Sicht "den ganzen Druck". Aber Forsberg findet, dass das der Partie nur gut tun kann: "Ich freue mich. Es wird ein geiles Spiel."

+++ 10.55 Uhr: Russen geht das Bier aus +++

Die Kneipen-Besitzer in Moskau haben ganz offensichtlich nicht mit dem immensen Bier-Durst der ausländischen Fans während der Fußball-WM gerechnet.

In den ersten Tagen der Endrunde vermeldeten die Kellner zahlreiche Bars und Bistros immer wieder: "Der Gerstensaft ist ausverkauft." Wer nicht auf Wodka umsteigen wollte, war aufgeschmissen.

Tatsächlich erlebt die russische Hauptstadt schon während der ganzen WM einen wahren Ansturm feierlustiger Fans aus aller Herren Länder. Die hohen Temperaturen sorgen zudem dafür, dass das Leben in den Straßen Moskaus bis in die frühen Morgenstunden pulsiert. Die Kneipen und Fußgängerzonen sind proppenvoll - nicht nur bei den russischen Spielen.

Russland liegt beim Alkoholkonsum pro Jahr und Bürger weltweit auf dem 14. Platz. Bei der reinen Bier-Statistik reicht es aber "nur" zum 32. Rang. Das liegt nach Experten-Meinung vor allem daran, dass die Steuern hoch und die Kaufkraft der Konsumenten niedrig sei.

Schuld ist aber auch das Jahr 2011: Erst damals wurde Bier in Russland als Alkohol eingestuft. Seitdem ist der Verkauf nachts verboten. Zudem gibt es den Gerstensaft nicht mehr an Kiosken und in großen Mengen zu kaufen.

+++ 10.14: FIFA "extrem zufrieden" mit Videobeweis +++

Die FIFA ist vom Debüt des Videobeweises bei der WM in Russland sehr angetan. "Extrem zufrieden" sei die FIFA mit dem bisherigen Einsatz der technischen Neuerung, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

Im Großen und Ganzen sei der Videobeweis von der Fußball-Gemeinschaft "akzeptiert und geschätzt" worden.

Für unzählige Debatten wie in der Bundesliga sorgte der Videobeweis aufgrund der angewandten WM-Praxis, wonach das Hilfsmittel sehr dosiert und nur bei klaren Fehlern der Unparteiischen zum Einsatz kommt, bisher nicht. Einige Beschwerden gab es dennoch. Der brasilianische Verband beispielsweise stellte nach dem 1:1 zum Auftakt gegen die Schweiz die Videobeweis-Praxis infrage.

"Es wird anerkannt, dass es immer noch Diskussionen und geteilte Meinungen über bestimmte Entscheidungen geben wird. Und wir schätzen das Verständnis, dass es der FIFA nicht möglich ist, jede Situation zu kommentieren", hieß es in dem Statement weiter. Bislang hat es im Turnierverlauf vier Elfmeter nach Videobeweis gegeben. Seine WM-Premiere hatte er am vergangenen Samstag beim 2:1-Sieg von Frankreich gegen Australien in Kasan.

+++ 5.30 Uhr: Ägypten-Coach über seine Zukunft +++

Ägyptens Fußball-Nationaltrainer Hector Cuper ist nach der 1:3 (0:0)-Niederlage im WM-Gruppenspiel gegen Russland den Fragen nach seiner Zukunft ausgewichen.

"Wir wollen die WM so gut es geht beenden und dann werden wir sehen", sagte der 62-jährige Argentinier am Dienstag: "Es hängt auch nicht nur von mir ab. Wenn sie mit meiner Arbeit unzufrieden sind, bin ich der erste, der freiwillig geht."

Unzufrieden dürften die Verbandsbosse der Nordafrikaner trotz des wahrscheinlichen Scheiterns in der Vorrunde aber nicht sein. Cuper, dessen Vertrag nach der Weltmeisterschaft ausläuft, hatte die Ägypter schließlich zur ersten Teilnahme an einer Endrunde seit 28 Jahren geführt. Ein erster Versuch im Frühjahr, Verhandlungen über die Fortsetzung der Zusammenarbeit zu führen, scheiterte.

+++ 5.00 Uhr: Tschertschessow bleibt bescheiden +++

Nach dem überzeugenden Sieg im zweiten Gruppenspiel der Heim-WM und der bevorstehenden Einzug in das Achtelfinale hat Russlands Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow bescheidene Ziele ausgelobt.

"Unser Ziel ist nun, gut zu schlafen und uns gut zu erholen. Danach können wir uns über andere Dinge Gedanken machen", sagte der 54-Jährige nach dem 3:1 (0:0) seiner Mannschaft gegen Ägypten. Das wird ziemlich sicher reichen, um in die Runde der letzten 16 einzuziehen.

Den Auftritt seines Teams in St. Petersburg bezeichnete Tschertschessow als "Schritt in die richtige Richtung. Und nun schauen wir, wo das alles hinführt." Auf die Frage, ob der Dienstag der schönste Tag seines Lebens sei, antwortet der Trainer: "Ich hoffe, dass noch viele weitere folgen werden."

Dienstag, 19. Juni:

+++ 23.26: England bangt um Alli +++

Hinter dem Einsatz von Dele Alli im zweiten WM-Spiel der Three Lions am Sonntag gegen Panama steht ein Fragezeichen.

Wie der englische Fußballverband am Dienstagabend mitteilte, hat sich der 22-Jährige von Tottenham Hotspur beim 2:1-Erfolg im Auftaktspiel gegen Tunesien eine Oberschenkelzerrung zugezogen.

"In den nächsten Tagen" wolle man die Blessur in den Griff bekommen, teilte die FA weiter mit.

+++ 19.46 Uhr: Muslera wird Uruguays WM-Rekordspieler +++

Wenn Uruguay-Keeper Fernando Muslera planmäßig am Mittwoch in Rostow am Don gegen Saudi-Arabien (ab 17 Uhr im LIVETICKER) zwischen den Pfosten steht, ist das sein 13. WM-Einsatz für Uruguay.

Damit zieht der 32-Jährige mit Uruguays Rekord-WM-Spieler Ladislao Mazurkiewicz gleich, dem Uru-Torwart zwischen 1966 und 1974. 

"Darauf bin ich sehr stolz. Es ist eine Ehre für mich, dass mein Name in den Fußball-Annalen Uruguays verewigt wird", sagte Muslera, der aktuell bei Galatasaray Istanbul spielt.

+++ 19.34 Uhr: WM-Aus für Tunesien-Keeper Hassen +++

Nach der bitteren Last-Minute-Niederlage im Auftaktspiel gegen England (1:2) muss die tunesische Nationalmannschaft den nächsten Rückschlag hinnehmen.

Tunesiens Jung-Keeper Mouez Hassen, der in der ersten Hälfte nach mehreren herausragenden Paraden an der Schulter verletzt ausgewechselt werden musste, fällt für den Rest der WM aus.

Das gab der tunesische Teamarzt in einem Facebook-Video des tunesischen Fussballverbands bekannt.

Der 23-Jährige zeigte in seinen 16 Minuten Spielzeit mehrere Glanzparaden und verhinderte so einen höheren Rückstand. Vertreten wird er nun vermutlich durch Farouk Ben Mustapha, der nach der Verletzung Hassens eingewechselt wurde.

+++ 19.06 Uhr: Bärte in WM-Mode +++

Bärte sind in Russland derzeit im Trend, vor allem der Schnauzbart erlebt im Riesenreich eine Renaissance. Grund dafür ist Russlands Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow.

Der Late-Night-Talker Iwan Urgant rief vor dem Turnier eine "russlandweite, großangelegte Unterstützungsaktion" für die Sbornaja aus: Zuschauer sollten Selfies mit Schnurrbärten posten, ganz Tschertschessows markantem Schnäuzer nachempfunden. "Schnurrbärte der Hoffnung" heißt die Aktion.

+++ 19.04 Uhr: Blatter in Moskau angekommen +++

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ist am Dienstag in Moskau angekommen. Gegen 19.30 Ortszeit betrat der 82-Jährige das prunkvolle 5-Sterne-Hotel St. Regis im Herzen der russischen Hauptstadt.

Eingeladen wurde Blatter, der noch bis 2021 für alle Fußballaktivitäten gesperrt ist, von Russlands Staatschef Wladimir Putin. Die FIFA-Statuten verbieten Stadionbesuche als "Privatperson" nicht explizit.

Blatter war im Jahr 2010 im Amt, als die Endrunde nach Russland vergeben worden war.

Am Mittwoch (14.00 Uhr/MESZ) wird Blatter die Vorrunden-Partie zwischen Europameister Portugal und Marokko besuchen und am selben Tag auch Putin treffen.

+++ 18:56 Uhr: Salah in Startelf gegen Russland +++

Ägyptens Mohamed Salah steht in der Startelf im zweiten Gruppenspiel gegen Russland.

Nach der Niederlage der Ägypter im ersten Spiel gegen Uruguay ruhen die Hoffnungen der Fans mehr denn je auf den Schultern des Dribbelkünstlers vom FC Liverpool.

Ob diese dem Druck und den Zweikämpfen nach der Verletzung im Champions-League-Finale gegen Real Madrid (3:1) standhalten können? Alle Infos dazu im LIVETICKER ab 20 Uhr.

+++ 18.24 Uhr: Fabian fordert Ende von "Puto"-Rufen +++

Mexiko-Mittelfeldspieler Marco Fabian hat die Fans der mexikanischen Nationalmannschaft dazu aufgefordert, nicht mehr das Schimpfwort "Puto" zu rufen. Das erklärte Fabian auf einer Pressekonferenz des mexikanischen Teams in Moskau.

"Es ist ein guter Moment, um die Leute aufzufordern, es nicht zu rufen", sagte der 28-Jährige von Pokalsieger Eintracht Frankfurt.

Die mexikanischen Fans hatten im Auftaktspiel gegen Deutschland immer wieder bei Abschlägen und Freistößen "Puto" gerufen, das so viel wie "Schwuchtel" bedeutet. Dem mexikanischen Fußballverband FEMEXFUT droht deshalb eine Strafe von der FIFA.

+++ 18.03 Uhr: WM-Songs: Lombardi Nummer eins +++

Im Rennen um den beliebtesten WM-Song hat Pietro Lombardi aktuell die Nase vorn. Sein Song "Phänomenal" ist derzeit das beliebteste Fußball-Lied und hat gute Chancen am Freitag an der Spitze der deutschen Charts zu landen, wie GfK Entertainment mitteilten.

Die Marktforscher aus Baden-Baden erstellten auf Basis der Midweek-Charts (Freitag bis Montag) eine Top Ten der aktuellen WM-Hits.

Demnach landeten die Fantastischen Vier und Clueso mit "Zusammen" auf Rang zwei. Das Stück, das die Freundschaft beschwört, wurde von der ARD zum Turnier-Lied gekürt.

Die offizielle FIFA-Hymne heißt in diesem Jahr "Live it up" und kommt von Hollywoodstar Will Smith, US-Musiker Nicky Jam und Sängerin Era Istrefi. 

+++ 17.53 Uhr: Ronaldo-Freundin schwanger? +++

Nach seiner unglaublichen Hattrick-Show gegen Spanien darf sich Cristiano Ronaldo jetzt auch aus familiären Gründen freuen.

Denn Bilder seiner Freundin Georgina Rodriguez lassen vermuten, dass die 24-Jährige wieder schwanger ist. Und das nur sieben Monate, nachdem sie Ronaldos viertes Kind zur Welt brachte!

Neben der von Rodriguez geborenen Tochter hat Ronaldo drei weitere Kinder von einer unbekannten Leihmutter.

Die Ronaldo-Show gegen Spanien im Video

+++ 17.25 Uhr: DFB-Team in Sotschi gelandet +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach einem über zweistündigen Flug in ihrem zweiten WM-Spielort Sotschi eingetroffen.

"Sind in in Sotschi gelandet, wo wir die Wende schaffen müssen", twitterte Mats Hummels nach der Landung.

In der Olympiastadt von 2014 steht für den Titelverteidiger bei der WM in Russland am Samstag das wegweisende Gruppenspiel gegen Schweden an.

In Sotschi bezieht das DFB-Team das Radisson Blu Hotel im Ortsteil Adler.

Bei einer weiteren Niederlage und einem Punktgewinn von Mexiko zuvor gegen Südkorea wären die Weltmeister um Bundestrainer Joachim Löw vorzeitig gescheitert.

+++ 17.08 Uhr: Neymar bricht Training ab +++

Schock für Brasilien: Superstar Neymar musste am Dienstag nach nur 15 Minuten das Mannschaftstraining abbrechen.

Beim Gang in die Kabine fasste sich der Dribbelkünstler immer wieder an den Knöchel. Dabei wurde er von einem Physiotherapeuten begleitet.

Bereits gestern hatte Neymar nach Schmerzen im Anschluss an das 1:1 gegen die Schweiz nur eine Einheit zur Regeneration absolviert

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