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Michael Vesper vom DOSB gestikuliert leicht grinsend
Michael Vesper vom DOSB gestikuliert leicht grinsend © Getty Images
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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will überprüfen, ob die Durchführung von Dopingkontrollen in der Nacht verhältnismäßig ist.

Das bestätigte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper und reagierte damit auf die Veröffentlichung einer spektakulären französischen Dopingstudie.

Der DOSB werde die betreffende Studie "sorgfältig analysieren und anschließend auch bewerten", sagte Vesper und schloss einen "Schnellschuss" aus: "Zunächst gilt es jedoch zu prüfen, ob eine Ausweitung der Kontrollzeit auf die Nacht noch verhältnismäßig ist, wir müssen auch die Bürgerrechte der Sportler beachten.

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Oberstes Ziel ist und bleibt der Schutz der sauberen Sportler." Vor diesem Hintergrund werde man sich mit den Konsequenzen aus der Studie in Abstimmung mit der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) beschäftigen, sagte Vesper.

Die NADA hatte unmittelbar nach der Berichterstattung über die französische Dopingstudie am Dienstag die Ausweitung des Testfensters auf die Nachtstunden gefordert.

Die in der Studie angewandte Art des Dopings zeige, so hieß es in einer NADA-Stellungnahme, "dass Kontrollen - in verhältnismäßiger Anzahl - auch zwischen 23 Uhr abends und sechs Uhr morgens durchgeführt werden müssen, damit hier keine Lücke vorhanden ist".

Nächtliche Dopingkontrollen sind derzeit zwar möglich, werden aber praktisch nicht durchgeführt. Der WADA-Code fordert dafür "begründete Fälle".

Die Studie hatte deutliche Hinweise darauf gegeben, dass Doping in Mikrodosierung hochwirksam und kaum nachweisbar ist.

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