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Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher ist vermutlich untergetaucht. Der des Verdachts des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger Angeklagte bleibt dem Prozessauftakt fern.

Der wegen schweren sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagte österreichische Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher ist offenbar kurz vor dem Prozessauftakt untergetaucht.

Der 56-Jährige, der sich nach wie vor auf freiem Fuß befindet, war am Montag unentschuldigt dem Verhandlungstermin am Wiener Straflandesgericht ferngeblieben. Das Verfahren wurde deshalb auf unbestimmte Zeit vertagt. 

Seisenbacher ist nicht erreichbar

"Ich weiß nicht, warum er nicht gekommen ist. Vielleicht hat er den Flieger versäumt. Vielleicht ist er erkrankt", sagte Seisenbachers Anwalt der Kronen Zeitung. Telefonisch sei der Ex-Judoka "nicht erreichbar". Wo Seisenbacher sich derzeit aufhalte, sei unklar. 

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Internationaler Haftbefehl droht

Seisenbacher hatte bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984 die Goldmedaille gewonnen. Vier Jahre später wiederholte er den Olympiasieg bei den Spielen in Seoul. Sollte Seisenbacher keine plausiblen Gründe für sein Nichterscheinen vor Gericht präsentieren, dürfte er per internationalem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben werden.

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