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Pauline Schäfer qualifizierte sich am Schwebebalken wenigstens für das Finale
Pauline Schäfer qualifizierte sich am Schwebebalken wenigstens für das Finale © Getty Images
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Sechs Stürze kosten dem deutschen Turnteam den Finalplatz bei den European Championships. Dem stehen drei Startplätze an den Geräten entgegen.

Ein Debakel, ein zehnter Platz und viele Tränen: Sechs Stürze vom Schwebebalken haben die deutschen Kunstturnerinnen bei den European Championships in Glasgow aus allen Finalträumen gerissen. In der Teamentscheidung am Samstag sind sie nur noch enttäuschte Zuschauerinnen.

Lediglich ein schwacher Trost waren drei Startplätze für die Gerätefinals am Sonntag. War das Weiterkommen von Weltmeisterin Pauline Schäfer am Schwebebalken noch zu erwarten, überraschte besonders Sarah Voss. Mit zwei exzellenten Sprüngen erreichte sie eher unerwartet den Endkampf am Sprung. Dies gelang auch Kim Bui (Der Zeitplan der European Championships).

Dennoch war Voss wie auch Leah Grießer nach dem verkorksten Auftritt am Balken maßlos enttäuscht. Jeweils dreimal mussten die beiden Athletinnen das Gerät verlassen. Das kostete das Team mehr als sechs Punkte, entsprechend niedergeschlagen verließen beide das Podium.

Cheftrainerin Koch fassungslos

Nach der bösen Überraschung aber waren die beiden Pechvögel relativ schnell wieder gefasst. "Natürlich bin ich frustriert und traurig, aber gut ist, dass bei uns niemand fertig gemacht wird", sagte Voss.

Cheftrainerin Ulla Koch hatte keine Erklärung für die beiden unerwarteten Aussetzer: "Es sind die aktuell besten Balkenturnerinnen, die wir haben. Nichts ließ erwarten, dass es so läuft."

Zwei Topturnerinnen fehlen

Eben doch nicht zu kompensieren war das verletzungsbedingte Fehlen von gleich drei Topathletinnen. Elisabeth Seitz (Entzündung im Bauchraum) und Tabea Alt (Knochenödem in der Schulter) standen ebenso nicht zur Verfügung wie die Olympia-Dritte Sophie Scheder (Kapselverletzung am Finger).

Nach den ersten beiden Durchgängen schien die deutsche Riege noch klar auf Finalkurs, das halbe Dutzend Patzer am überwunden geglaubten "Zitterbalken" leitete die sportliche Talfahrt ein. Der Rückstand auf Rang acht war zu groß geworden, am Boden ließ sich das Resultat nicht mehr entscheidend korrigieren. 

Schäfer mit starker Übung

Das Quintett des Deutschen Turner-Bundes (DTB) scheiterte aber auch am EM-Modus. Bei Weltmeisterschaften wie auch Ende Oktober in Doha/Katar wird pro Gerät und Mannschaft das schlechteste Ergebnis gestrichen. So wäre nur eine missratene Übung in die Gesamtwertung eingeflossen.

Angesichts dieser Enttäuschung ging die starke Vorstellung von Schäfer fast unter. Die 21-Jährige präsentierte den nach ihr benannten Schäfer-Salto perfekt und könnte in dieser Verfassung ihrem WM-Gold die erste Medaille bei europäischen Titelkämpfen hinzufügen.

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