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Tim Lobinger kämpft mit einer Leukämie-Krankheit
Tim Lobinger kämpft mit einer Leukämie-Krankheit © Imago
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Tim Lobinger wird ein neuer Handyvertrag mit einer makabren Begründung verwehrt. Im Kampf gegen Leukämie muss er im Sommer einen Rückschlag hinnehmen.

Der ehemalige Weltklasse-Leichtathlet Tim Lobinger hat schlimme Erfahrungen im Zuge seines Kampfes gegen Leukämie machen müssen.

Als der Ex-Stabhochspringer kürzlich bei einem Mobilfunkanbieter einen neuen Handyvertrag abschließen wollte, wurde seine Anfrage mit einer makabren Begründung abgelehnt.

"14,85 Euro Grundbetrag im Monat bei einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Das fand ich super. Meine Anfrage wurde allerdings abgelehnt, mit der Begründung, ich könne die Mindestlaufzeit aufgrund meiner Erkrankung ja wohl nicht erfüllen", sagte der 46-Jährige der Bunten.

"Das fand ich schon krass"

Lobinger hat nach eigener Aussage kein Problem damit, über seine Krebs-Erkrankung zu reden. "Er gehört zu meinem Leben und ich versuche an jedem einzelnen Tag, positiv damit zu leben. Aber die Sache mit dem Handyvertrag fand ich schon krass", berichtete er.

Der frühere Leichtathlet war im März 2017 an akutem Blutkrebs erkrankt, die Ärzte gaben ihm eine Überlebenschance von 30 Prozent. Im Sommer 2018 musste er einen Rückschlag hinnehmen, als seine Leber versagte.

Leberversagen im Sommer

"Ich war komplett gelb, kam in die Notaufnahme. Mein Körper hatte erstmals seit der Transplantation eine Abstoßreaktion. Es fing mit dem Darm an, gleichzeitig war meine Leber so heftig entzündet, dass die Ärzte Panik hatten, ich könne die Leber verlieren oder eine chronische Entzündung bekommen", sagte Lobinger. "Ich lag zwölf Tage in der Klinik, guckte nur aus dem Fenster. Niemand schien zu wissen, wie eine weitere Krebstherapie ohne funktionierende Leber aussehen soll. Es war brutal, ein arger Kollateralschaden."

Lobinger, der aufgrund von Chemotherapien und Bestrahlungen zwischenzeitlich seine Haare verloren hatte, geht es mittlerweile wieder besser.

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