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Artur Dalalojan ist neuer Mehrkampf-Weltmeister
Artur Dalalojan ist neuer Mehrkampf-Weltmeister © Getty Images
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Das gab es in 115 Jahren Kunstturn-WM noch nie: Beim Mehrkampf-Finale liegen Artur Dalojan und Xiao Ruoteng gleichauf. Der Russe gewinnt Gold nach Auswertung der fünf besten Übungen.

Novum in der Kunstturn-Geschichte: Nach 115 Jahren ist bei Weltmeisterschaften erstmals ein Mehrkampf-Titel bei Punktgleichheit mit dem zweitplatzierten Athleten vergeben worden. Der neue Champion Artur Dilalojan aus Russland kam bei den Titelkämpfen in Doha/Katar nach sechs Durchgängen ebenso auf 87,598 Punkte wie der chinesische Vorjahressieger Xiao Ruoteng.

Entscheidend für das Ranking war, dass Dalalojan für seine fünf besten Übungen mehr Zähler erhielt als Xiao.. Die Bronzemedaille ging an Dalalojans Landsmann Nikita Nagorni. Olympiasieger Kohei Uchimura aus Japan hatte sich verletzungsbedingt nicht für die Medaillenentscheidung qualifizieren können.

Nguyen und Dauser turnen fehlerhaft

Überhaupt keine Rolle spielten bei diesem historischen Finale Marcel Nguyen und Lukas Dauser. Die beiden Unterhachinger hatten einen gebrauchten Nachmittag erwischt und kamen unter 24 Finalisten auf die Plätze 20 und 24. Dalalojans Mehrkampf-Triumph war der erste für einen russischen Athleten seit 1999.  

Vom ersten Durchgang an waren die Übungen der beiden deutschen Vereinskollegen von Fehlern durchsetzt und häufig unsauber ausgeturnt. Folgerichtig lag das Duo ständig im letzten Drittel des Rankings, eine Top-Ten-Platzierung blieb absolut illusorisch.

Beide hatten allerdings auch während der Vorbereitungen auf diese Welttitelkämpfe mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Dem ehemaligen Barren-Europameister Nguyen bereitete eine angebrochene Rippe Probleme. Dauser war anzumerken, dass nach mehr als einjähriger Verletzungspause (Kreuzbandriss) die Stabilität an den sechs Geräten noch nicht vollständig wieder hergestellt war.

Nur wenige Zuschauer in Doha

Während für Nguyen die WM beendet ist, hat Dauser noch einen weiteren Auftritt vor sich. Der letztjährige Vize-Europameister am Barren steht an seinem Lieblingsgerät am Samstag im Finale.

Die Generalprobe dafür allerdings ging vor lediglich knapp 1000 Zuschauern im Aspire Dome gründlich daneben. Der 25-Jährige kam nach mehreren Unsauberkeiten lediglich auf 12,433 Zähler, in dieser Verfassung wäre er in der Medaillenentscheidung am Barren komplett chancenlos. 

Seitz setzt sich hohes Ziel

Die Welttitelkämpfe werden am Donnerstag (14 Uhr) mit dem Mehrkampffinale der Frauen fortgesetzt. Einzige deutsche Starterin ist die deutsche Mehrkampf-Meisterin Elisabeth Seitz.

Für diesen Wettkampf hat sie sich einiges vorgenommen. "Ich würde gerne wieder ein so gutes Ergebnis holen wie im letzten Jahr", sagte die 24-Jährige am Mittwoch. 2017 in Montreal kam die Pädagogikstudentin auf den neunten Platz.

Dafür allerdings müsste die Olympia-Vierte von Rio am Stufenbarren am weniger geliebten Schwebebalken oben bleiben, was ihr in den vergangenen Wochen schwerer fiel als gewohnt. Seitz: "Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Im Training läuft es gut. und ich weiß, dass ich es kann."

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