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Frank Stäbler besiegte im WM-Finale 2018 in Budapest Balint Korpasi
Frank Stäbler besiegte im WM-Finale 2018 in Budapest Balint Korpasi © Getty Images
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Weltmeister Frank Stäbler bleibt dem Ringen treu. Trotz mehrerer Angebote in der Vergangenheit strebt er keinen Wechsel ins finanziell lukrative Mixed-Martial-Arts.

Ringer-Weltmeister Frank Stäbler hat nach seinem historischen Titel-Hattrick einen Wechsel ins finanziell lukrative Mixed-Martial-Arts trotz attraktiver Offerten ausgeschlossen.

"Da wird man mich definitiv nicht sehen. Ich habe schon drei entsprechende Angebote bekommen, diese aber alle abgelehnt", sagte Stäbler dem Nachrichtenportal t-online.de: "MMA ist einfach nichts für mich. Da braucht man den absoluten Killerinstinkt. Was bringen mir 150.000 Euro, wenn ich mein Leben danach im Rollstuhl verbringen muss."

"Da gibt es Szenen, in denen einer am Boden liegt und der andere ihm blind mit Ellenbogen und Knien ins Gesicht haut. So etwas könnte ich nicht", sagte der 29-Jährige, der Ende Oktober als erster Ringer überhaupt in drei unterschiedlichen Gewichtsklassen Weltmeister wurde: "Da ich für den WM-Titel im Ringen 1500 Euro bekomme, dachten die MMA-Manager, dass ich total ausflippe."

Stäbler will Olympia-Gold 2020

Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio hat Stäbler die Goldmedaille fest im Blick, sorgt sich aber um die Qualifikation. "Die Chancen, dass ich mich qualifiziere, sehe ich bei zehn Prozent. Denn meine Gewichtsklasse ist nicht mehr bei Olympia dabei. Deshalb muss ich runter auf 67 Kilogramm – also acht Kilogramm abnehmen." Das sei für einen Ringer ein "wahnsinniger Einschnitt".

Durch die verschärfte Qualifikation und die hohe Leistungsdichte in Europa "wird etwa die Hälfte der Weltklasse-Leute auf der Strecke bleiben". Sich für die Spiele zu qualifizieren, sei "fast schwerer, als bei Olympia eine Medaille zu gewinnen. Das ist eigentlich krank."

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