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Das Deutsche Derby fand zum 150. Mal statt
Das Deutsche Derby fand zum 150. Mal statt © Getty Images
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Eduardo Pedroza wird beim 150. Deutschen Derby seiner Favoritenrolle gerecht und siegt auf dem Sattel von Laccario. Django Freeman muss sich geschlagen geben.

Das lange Warten, die vielen Platzierungen sind Vergangenheit: Eduardo Pedroza (44) hat im 17. Anlauf sein erstes Deutsches Derby gewonnen. Vor 15.000 Zuschauern holte er sich im Sattel von Laccario auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn den mit 650.000 Euro dotierten Klassiker, der zum 150. Mal ausgetragen wurde. 

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Nach 2400 Metern setzte er sich der drei Jahre alte Hengst in einem von den Favoriten dominierten Rennen sicher gegen Django Freeman (Lukas Delozier) und Accon (Jiri Palik) durch. Laccario gehört dem Wittener Einrichtungsunternehmer Manfred Ostermann, Trainer ist Andreas Wöhler in Gütersloh, für ihn war es der fünfte Derbysieg.

Wöhler traut Laccario große Karriere zu

"Es war ein idealer Rennverlauf", kommentierte der seit über 20 Jahren in Deutschland reitende Panamaer Pedroza den Sieg, "ich bin sehr erleichtert, dass es endlich in diesem Rennen geklappt hat. Ich hatte aber auch selten ein so gutes Pferd geritten." Laccario blieb bei seinem vierten Start in diesem Jahr ungeschlagen, er hatte mit dem Union-Rennen vor vier Wochen in Köln auch den wichtigsten Derbytest gewonnen.

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In Hamburg ging er im 15-köpfigen Feld als 30:10-Favorit an den Ablauf. "Schon im letzten Jahr wusste ich, dass es ein Star werden könnte", sagte Wöhler über Laccario, "das habe ich auch dem Besitzer gesagt. Und für mich hat er noch nicht seinen Zenit erreicht, der wird noch besser."

Delozier siegt dreimal

Hinter Laccario war der Einlauf fast bis zum letzten Platz völlig formgemäß. Django Freeman, der jetzt nach Australien gehen wird, lief auch in der Niederlage ein großes Rennen. "Ich war sehr zufrieden", erklärte sein erst 21 Jahre alter Jockey Lukas Delozier, der mit drei Siegen einen sehr guten Tag hatte und am Ende siegreichster Reiter des Meetings war, "nächstes Jahr greifen wir wieder an."

Markus Klug, Sieger der Derby-Sieger der beiden Vorjahre, hatte schon vorher prophezeit: "Dieses Jahr gewinne ich vermutlich nicht", den dritten Platz seines Schützlings Accon nahm er gerne an. Hoch gehandelt worden war vor dem Derby Quest the Moon, auch weil der siebenfache Derbysieger Andrasch Starke im Sattel saß.

Quest the Moon verliert Hufeisen

Der Hengst verlor jedoch während des Rennens ein Hufeisen und am Ende schien es auch so, als ob die 2400-Meter-Strecke für ihn zu weit wurde. "Wir hatten kein optimalen Rennverlauf", meinte Starke und zollte dem Sieger hohes Lob: "Das ist eine Maschine."

Der Derby-Tag war der letzte Tag der Rennwoche 2019 in Hamburg, extremes Wetter war nicht hilfreich. Am ersten Wochenende gab es subtropische Temperaturen, sieben Tage später war die Witterung dann eher herbstlich. Mit einem Wettumsatz von 306.000 Euro allein im Derby waren die Verantwortlichen aber mehr als zufrieden.

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