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Marie-Louise Dräger holte in Linz WM-Gold
Marie-Louise Dräger holte in Linz WM-Gold © Getty Images
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Bei der Ruder-WM im österreichischen Linz sorgt Marie-Louise Dräger aus deutscher Sicht für einen Glanzpunkt. Sie setzt sich im Leichtgewichts-Einer durch.

Ruderin Marie-Louise Dräger hat sich den WM-Titel im nicht olympischen Leichtgewichts-Einer gesichert und damit für die erste deutsche Medaille in Linz gesorgt.

Im Finale setzte sie sich klar vor der Japanerin Chiaki Tomita und Madeleine Arlett aus Großbritannien durch. Für die 38-Jährige ist es die zweite Einer-Goldmedaille nach 2010. 

Dräger war 2003 und 2005 bereits Weltmeisterin im leichten Doppelzweier und 2010 im leichten Doppelvierer geworden.

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Dazu holten Janika Köblin/Marie-Christine Gerhardt (Stuttgart/Ludwigshafen) im Leichtgewichts-Zweier ebenso Bronze wie der Leichtgewichts-Doppelvierer der Frauen.

Starke Leistung von Zeidler

Der deutsche Einer-Senkrechtstarter Oliver Zeidler hat unterdessen seine Medaillenambitionen bei der Ruder-WM in Linz eindrucksvoll untermauert.

Der 23 Jahre alte Ex-Schwimmer gewann sein Halbfinale dank einer erneut starken Vorstellung und kämpft damit am Sonntag im Endlauf (14.46 Uhr) um Gold. Durch den Finaleinzug löste der Ingolstädter zudem das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio.

"Ich habe heute Morgen beim Zähneputzen in den Spiegel geschaut und den stärksten Ruderer der Welt gesehen", sagte Zeidler nach seinem dritten Sieg im dritten Rennen: "Mit meinem Endspurt bin ich nicht ganz zufrieden, aber die anderen konnten nicht dagegenhalten."

In einem hochkarätig besetzten Halbfinallauf behielt zunächst der EM-Zweite Stef Broenink aus den Niederlanden die Nase vorne. Durch einen beherzten Endspurt sicherte sich Zeidler aber noch den Sieg vor dem Dänen Sverri Nielsen und Broenink.

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Zeidler war bis vor drei Jahren noch als Schwimmer aktiv, wechselte danach aber ins Boot. Seitdem legte der Enkel von Ruder-Olympiasieger Hans-Johann Färber einen steilen Aufstieg hin. Im Juni sicherte er sich als erster Deutscher seit 1973 EM-Gold im Einer. 

In Linz greift der 2,03 große Zeidler nun nach Edelmetall. "Ich bin nicht hier, um Sechster zu werden. Wenn ich ohne Medaille nach Hause fahre, wäre ich schon enttäuscht", sagte er zuletzt. Mit der Olympia-Quali hat er allerdings sein erstes Ziel bereits erreicht.

Der deutsche Doppelzweier mit Tim Ole Naske/Stephan Krüger (Hamburg/Frankfurt) verpasste auf Platz fünf den Finaleinzug. Um die Qualifikation für Olympia zu sichern, muss das Duo im B-Finale mindestens Fünfter werden.

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