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Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA könnte erneut ausgeschlossen werden. Das hätte weitreichende Konsequenzen
Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA könnte erneut ausgeschlossen werden. Das hätte weitreichende Konsequenzen © Getty Images
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Die WADA kündigt an, die Moskauer Dopingdaten auf ihre Echtheit zu prüfen. Russland muss weiterhin mit harten Sanktionen rechnen.

Russland muss in der neuen Affäre um mögliche Manipulationen von Daten aus dem Moskauer Dopinglabor immer mehr mit Sanktionen rechnen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) kündigte am Montag eine Untersuchung an. Die WADA gab Russland drei Wochen Zeit, um auf die Ungereimtheiten zu reagieren.

WADA bezweifelt die Echtheit

"Experten haben sich die Daten angesehen, die wir von Whistleblowern bekommen haben, und die Daten, die wir von Russland erhalten haben. Es gibt Fragen, die gestellt werden müssen", sagte WADA-Generaldirektor Olivier Niggli nach einer Sitzung der WADA-Exekutive in Tokio.

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Die WADA zweifelt an der Echtheit der Daten aus dem Moskauer Labor, die das Ausmaß des institutionalisierten Dopingprogramms belegen sollen.

Die Übergabe der Daten aus dem Labor-Informations- und Management-System (LIMS) des Moskauer Labors war eine Voraussetzung für die Wiederaufnahme der RUSADA in die WADA. Darin enthalten sind die Testdaten zwischen Januar 2012 und August 2015, in diesem Zeitraum sollen im Moskauer Labor systematisch positive Tests vertuscht worden sein.

Die WADA hatte im Vorfeld gewarnt, "strengste Sanktionen" zu ergreifen, falls sich herausstellt, dass die Daten manipuliert seien.

Nicht nur die erneute Suspendierung der RUSADA könnte ein Thema werden, auch müssen sich russische Athleten auf Konsequenzen einstellen. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang durften russische Sportler nur unter neutraler Flagge antreten.

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