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Die russische Turn-Mannschaft gewinnt Gold bei der Kunstturn-WM in Stuttgart
Die russische Turn-Mannschaft gewinnt Gold bei der Kunstturn-WM in Stuttgart © Getty Images
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Die Endrunde des Team-Wettbewerbs bei der Kunstturn-WM fand ohne deutsche Beteiligung statt. Stattdessen stießen die Russen Rekord-Champions China vom Thron.

Hochspannung in Stuttgart: In einem Teamfinale voller Dramatik haben Russlands Kunstturner bei den Weltmeisterschaften Rekord-Champion China entthront und ihren ersten Teamtitel seit 28 Jahren geholt.

Sie entschieden am Reck das finale Duell gegen den Titelverteidiger für sich und feierten anschließend mit einem kleinen Tänzchen.

Nikita Nagorni behielt am Königsgerät als allerletzter Turner der Konkurrenz die Nerven und brachte seine Übung am Ende sicher in den Stand. Für China hatte zuvor Sun Wei vorzeitig absteigen müssen und damit den Titelverlust eingeleitet.

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Wettbewerb auf höchstem Niveau

Die lange ebenfalls auf Goldkurs turnenden Japaner mussten sich am Ende mit der Bronzemedaille begnügen. Der Ausfall des zweimaligen Mehrkampf-Olympiasiegers Kohei Uchimura wog am Ende zu schwer und ließ die Gerätartisten aus dem fernöstlichen Kaiserreich an den letzten beiden Geräten den Anschluss verlieren.

Anders als beim äußerst fehlerbehafteten Mannschafts-Finale der Frauen am Dienstag lieferten sich die acht stärksten Riegen des Vorkampfs einen Wettbewerb auf allerhöchstem Niveau. Kein Team konnte sich in den ersten Durchgängen entscheidend absetzen. Die US-Girls hingegen hatten sich mit einem Start-Ziel-Sieg souverän durchgesetzt.

Deutschland im Finale nicht dabei

Ständig wechselte vor 7.500 Zuschauern in der erneut ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer-Halle die Führung. Nach der ersten Runde lag Russland vorn, dann setzte sich China an die Spitze. Zur "Halbzeit" führte Japan, ehe Rang eins im Zwischenklassement an China zurückfiel. Dies hatte auch vor der letzten Rotation Bestand.

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Mit Kuhglocken und viel Begeisterung sorgten zahlreiche Fans aus der Schweiz für viel Stimmung in der Arena. Ihre Landsleute auf dem Podium hatten allerdings mit der Medaillenvergabe erwartungsgemäß nichts zu tun und landeten am Ende auf dem siebten und vorletzten Platz.

Die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) hatte mit Rang zwölf die Qualifikation für die Mannschaftsentscheidung klar verpasst. Immerhin reichte die Platzierung, um sich die Olympiatickets für Tokio 2020 zu sichern.

Die Welttitelkämpfe werden am Donnerstag mit der Mehrkampfentscheidung der Frauen fortgesetzt. Für den DTB gehen die deutsche Rekordmeisterin Elisabeth Seitz aus Stuttgart sowie die Kölnerin Sarah Voss an die Geräte.

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