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Travis Tygart wünscht sich Transparenz
Travis Tygart wünscht sich Transparenz © GETTY IMAGES/AFP/SID/ALEX WONG
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Travis Tygart, Geschäftsführer der US-Anti-Doping-Agentur USADA, wünscht sich die Veröffentlichung weltweiter Teststatistiken.

Travis Tygart, Geschäftsführer der US-Anti-Doping-Agentur USADA, wünscht sich die Veröffentlichung weltweiter Teststatistiken. "Alle Länder sollten die genaue Anzahl der Tests, die durchgeführt wurden, mit den Namen der jeweiligen Sportler in Echtzeit veröffentlichen", sagte der 50-Jährige der Sport Bild.

"Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat diese Daten. Sie könnten diese veröffentlichen. Wir denken, dass es nur fair wäre ? besonders im Hinblick auf die Coronasituation und den Dopingskandal in Russland", so Tygart: "Denn nur so bekommen wir alle wieder Vertrauen in die Athleten und die Kontrollen, die rund um den Globus gemacht werden."

Besonders mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio sei dies notwendig: "Wir fürchten alle eine große Unbekannte, denn leider ist nicht öffentlich, wer und wie oft weltweit kontrolliert wird", sagte Tygart: "Fest steht: Was wir 2016 bei den Spielen in Rio erlebt haben, darf sich nicht noch einmal wiederholen. Damals gab es 1913 Athleten in den zehn Sportarten mit dem höchsten Dopingrisiko, die vor den Spielen keine einzige Kontrolle hatten. Dass so etwas passiert, ist komplett inakzeptabel."

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Tygart sieht die Teilnahme russischer Sportler in Tokio kritisch. Russland habe "bereits Olympia 2012 und 2014 beschmutzt". Peking 2021 würden "bereits die fünften Spiele, die die Russen beschmutzen ? und dieser Skandal um das russische staatliche Dopingsystem läuft immer noch", sagte Tygart: "Sie kommen immer noch damit durch. Sie werden Erfolge feiern und keiner weiß, wie sauber diese wirklich sein werden. Das sollten wir aber endlich wissen."

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