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Schwedischer Sportbund offenbar Opfer von Hackerangriff
Schwedischer Sportbund offenbar Opfer von Hackerangriff © AFP/GETTYIMAGES/SID/KEVIN LIGHT
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Schweden hat den russischen Militärgeheimdienst beschuldigt, einen Hackerangriff auf den nationalen Sportbund verübt zu haben.

Schweden hat den russischen Militärgeheimdienst beschuldigt, einen Hackerangriff auf den nationalen Sportbund verübt zu haben, um schwedische Athleten zu diskreditieren. Eine Aussicht auf Strafverfolgung gebe es den schwedischen Behörden zufolge aber nicht.

Die Verstöße sollen sich zwischen Dezember 2017 und Mai 2018 ereignet haben. Demnach sollen Hacker Zugang zu den persönlichen Daten schwedischer Athleten erlangt haben, darunter auch medizinische Informationen. Der schwedische Nachrichtendienst SAPO geht davon aus, dass die Hacker mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU verbunden waren.

Der mutmaßliche Datenverstoß sei "ein Beispiel dafür, wie Sport genutzt wird, um das Image des eigenen Landes zu stärken und gleichzeitig andere Länder und deren Athleten zu diskreditieren", erklärte Daniel Stenling, der Leiter der SAPO-Spionageabwehr.

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Die schwedische Staatsanwaltschaft ließ die Ermittlungen aber fallen, "weil die notwendigen Voraussetzungen für ein Gerichtsverfahren im Ausland oder eine Auslieferung nach Schweden nicht gegeben sind".

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte Russland Mitte Dezember als Nation für zwei Jahre von sportlichen Großereignissen wie Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften ausgeschlossen. Zudem war die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) suspendiert worden. Russland hatte dies nicht akzeptiert und den CAS angerufen.

Bereits 2018 hatte das US-Justizministerium sieben GRU-Hacker beschuldigt, zwei Jahre zuvor Informationen über Dopingkontrollen von Hunderten von Spitzensportlern geleakt zu haben. Darunter waren auch die Tennisstars Serena und Venus Williams, die Turnerin Simone Biles und Radrennfahrer Chris Froome, die alle Ausnahmeregelungen für die Einnahme von durch die WADA verbotenen Medikamenten erhalten hatten.

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