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Die beiden Mercedes-AMG von GetSpeed und Black Falcon sind erledigt
Die beiden Mercedes-AMG von GetSpeed und Black Falcon sind erledigt © Jochen Merkle
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Kevin Estre schildert, wie es zu dem schweren Unfall im Bereich Klostertal-Steilstrecke kam - Nach Angaben des Manthey-Piloten war keine Flagge draußen

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Nach dem bösen Unfall im Freien Training zum 24h-Qualifikationsrennen auf der Nürburgring-Nordschleife sickern langsam weitere Informationen durch. Manthey-Pilot Kevin Estre schildert exklusiv gegenüber 'Motorsport-Total.com', was genau passiert ist. Anders als in den ursprünglichen Teaminformationen geschildert soll keine Warnflagge rausgehalten worden sein.

"Ich habe mich etwa 200 Meter hinter dem Black-Falcon-Mercedes befunden", sagt der 30-Jährige. "Wir sind im Renntempo in Richtung der Steilstreckenkurve gefahren, als ich plötzlich gesehen habe, dass der Mercedes abgeflogen ist."

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Manuel Metzger plankte im Black-Falcon-Mercedes #2 (Engel/Metzger/D. Müller) frontal ein und blieb in einem stumpfen Winkel vor der Planke stehen. Nun versuchte Estre, den Manthey-Porsche #911 (Bamber/Christensen/Estre/Vanthoor) zusammen zu bremsen. Allerdings erfolglos.

"Vorher war alles trocken, dann war es plötzlich rutschig. Wir wissen nicht, ob es Öl war oder schon Regen eingesetzt hat." Die offizielle Warnung der Rennleitung meldete kurz zuvor einsetzenden Regen in jenem Streckenabschnitt. "Das Auto hat einfach nicht verzögert. Mir war klar, dass ich nicht mehr um einen Einschlag herumkommen würde."

In der Hektik entschloss er sich, links neben Metzger einzuparken, inklusive sanftem Einschlag. Nun standen zwei Fahrzeuge nahezu frontal vor der Leitplanke. Estre suchte fieberhaft den Rückwärtsgang, was ihm zunächst nicht gelang. Dann weckte ein Geräusch seine Aufmerksamkeit.

"Da sah ich plötzlich den anderen Mercedes [den GetSpeed-AMG #16 von Vautier/Baumann/Seyffarth mit Dominik Baumann am Steuer] der das Auto völlig verloren hatte und in ihn reingeknallt ist. Der kam komplett quer an und hat mich ganz knapp verfehlt. Da habe ich Riesen Glück im Unglück gehabt. Mein Unglück war, dass wir die ersten Autos waren und keine Flaggen draußen gewesen sind."

Baumann befand sich zu diesem Zeitpunkt mit einem anderen Fahrzeug in einem "Positionskampf", sofern man in einem Training davon sprechen kann. Aus diesem Grund war seine Sicht eingeschränkt.

Mercedes-AMG Customer Racing hat derweil bekannt gegeben, das Manuel Metzger das Krankenhaus verlassen konnte oder in Kürze verlassen wird. Dominik Baumann wird zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Die beiden Mercedes-AMG GT3 sind bis zum Sonntag nicht reparabel und werden nicht am Rennen teilnehmen.

© Motorsport-Total.com

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