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München - Am Wochenende geht der Porsche Mobil 1 Supercup in seine zweite Runde. Dann will Mick Schumachers Kumpel Joey Mawson nachlegen.

Joey Mawson. Mawson? Schon mal gehört? Bestimmt. Genau, der Australier stand vor ein paar Jahren öfter mal in den Schlagzeilen. Vornehmlich deshalb, weil sich Mick Schumacher an ihm die Zähne ausbiss.

2015 und 2016 fuhren beide in der ADAC Formel 4, waren im ersten Jahr bei Van Amersfoort Teamkollegen, nach Micks Wechsel zu Prema 2016 dann auch die beiden großen Titelrivalen.

Dauerduell mit Mick Schumacher

In beiden Jahren behielt Mawson die Oberhand, nach Gesamtplatz drei 2015 holte Mawson 2016 den Titel, Mick wurde Vize. In der Zeit wurden die beiden Rivalen auf der Strecke privat Freunde.

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Was man sich gut vorstellen kann, wenn man hört, was für ein Vorbild Mawson hat: James Hunt. Die Legende, der Draufgänger, der Hallodri. "Ich habe ihn schon immer bewundert. Er hat sich einfach ins Auto gesetzt und war schnell. Er hatte auch einen lustigen Lebensstil. Heute wäre das im Motorsport nicht mehr möglich, damals wurde sein Rauchen und Trinken noch toleriert", sagte Mawson mal in einem Interview.

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Seine Bilanz in zwei Jahren Formel 4 kann sich sehen lassen: 15 Siege, 27 Podestplätze, acht Poles und elf schnellste Runden. 2017 trat Mawson wie Schumacher auch in der Formel 3 an, blieb aber blass, kam auf 83 Punkte und wurde 13., ehe sich die Wege trennten, Mawson 2018 in die GP3 wechselte, während Schumacher in der Formel 3 den Titel holte. Auch in der neuen Serie ließ der Mawson-Durchbruch auf sich warten.

Weg von Zuhause

Doch er hat gelernt, dass man manchmal etwas wagen muss. Über seinen Vater, der Speedway-Rennen fuhr, kam er zum Motorsport, begann 2003 mit dem Kartfahren, wagte 2012 den Schritt nach Europa.

Weit weg von Zuhause, auf eigenen Beinen, mit 16 Jahren. Seine Mutter war zunächst skeptisch, ob er zurechtkommen würde. "Es ist ein Weckruf, denn du musst dich um dich selbst kümmern, Einfach war es damals nicht, aber es ist eine wichtige Erfahrung für dein Leben und für die Karriere."

Neuer Karriere-Takt

Und manchmal muss man dann auch Umwege gehen, eine andere Richtung wählen. Das machte er in diesem Jahr, wo er im Porsche Mobil 1 Supercup (LIVE und in Highlight-Sendungen im TV auf SPORT1). Für ihn eine andere Welt – im positiven Sinne. Ein drastischer Wechsel nach Jahren in Formelautos. "Dieser Schritt in den Sportwagen ist definitiv ein anderer Takt in meiner Karriere, und es werden mit Sicherheit einige Herausforderungen auf mich warten."

Die erste kann man als gelungen bezeichnen. Beim Auftaktrennen in Barcelona fuhr er für das Team Australia als Rookie auf einen respektablen elften Platz.

Am Wochenende will er beim zweiten Saisonrennen in Monaco nachlegen, wenn der Porsche Supercup wieder im Rahmenprogramm der Formel 1 fährt. Wie die Formel 2 übrigens auch. Und damit ja auch Mick Schumacher, der inzwischen als Ferrari-Junior im Unterbau der Königsklasse fährt. So sieht man sich wieder, wenn inzwischen auch nicht mehr als Rivalen, sondern "nur" noch als Kumpel.

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