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Aston Martin wird 2021 zu den 24 Stunden von Le Mans zurückkehren
Aston Martin wird 2021 zu den 24 Stunden von Le Mans zurückkehren © Aston Martin
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Aston Martin peilt den zweiten Le-Mans Sieg nach 1959 an - Ab der Saison 2020/21 wird man mit mindestens zwei Autos an der neuen Hyper-Sport-Klasse teilnehmen

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Aston Martin wird in der Saison 2020/21 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit mindestens zwei Hypercars an den Start gehen. Das kündigte der britische Hersteller am Freitag offiziell an. An der ersten Saison, in der die neuen Autos in der ebenfalls neuen Hyper-Sport-Klasse zum Einsatz kommen, möchte man mit mindestens zwei Valkyrie-Hypercars teilnehmen.

Aston-Martin-Präsident Andy Palmer erklärt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Es ist irgendwie passend, dass wir zum 60. Geburtstag unseres Sieges [bei den 24 Stunden von Le Mans] 1959 ankündigen, dass wir es noch einmal versuchen werden." 1959 feierte Aston Martin seinen bis heute einzigen Gesamtsieg in Le Mans.

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Palmer gesteht, dass es neben dem sportlichen Wettbewerb auch "kommerzielle Gründe" für Aston Martins Rückkehr in die höchste Klasse gibt. "2021 werden wir unseren 003 [den sogenannten Mini-Valkyrie] und den neuen Vanquish einführen", erklärt er und ergänzt: "Das Konzept, mit echten Hypercars Rennen zu fahren, ist ein verlockendes Angebot, das in unsere aktuelle Businessstrategie passt."

"Daher haben wir unseren Hut in den Ring geworden", so Palmer. Tatsächlich möchte man nicht nur an einer Saison sondern "mindestens zwei oder drei Jahre" an der höchsten Klasse der WEC teilnehmen. Details zum Team hinter dem Valkyrie-Rennauto gibt es noch nicht. Palmer kündigt aber zumindest an, dass es eine Kooperation mit Adrian Newey und Red Bull Advanced Technologies geben wird.

Beide haben auch schon am Valkyrie-Straßenauto mitgearbeitet. "Natürlich wird Adrian bei der Aerodynamik involviert sein", bestätigt Palmer und ergänzt: "Wir werden Partner haben, und das ist auch der Weg, den ich beim Racing bevorzuge. Wir wollen mit den besten Köpfen arbeiten, weil wir nicht das größte Scheckbuch haben." Er erinnert daran, dass das ganze Projekt "relativ schnell" zusammengestellt wurde.

"Es sind noch nicht alle Verträge unterschrieben, aber wir werden unsere Partner bald verkünden", so Palmer. Im Hinblick auf das noch nicht bestätigte Rennteam erklärt er: "Ich war immer der Meinung, dass die Leute, die etwas erschaffen haben, auch involviert sein sollten, wenn ihr Baby auf die Rennstrecke geht. Es ist wichtig, dass es diese Verbindung zwischen der Entwicklung und dem Racing des Autos gibt."

Offen ist aktuell noch, ob der Valkyrie-Bolide ein Hybrid sein wird. Das ist unter dem neuen Reglement optional. "Ich kann noch nichts über die exakte Konfiguration des Rennautos sagen, denn ehrlich gesagt ist noch absolut gar nichts bestätigt", so Palmer. Man befinde sich beim Konzept noch in einer Frühphase. Er verrät aber zumindest, dass es einen 6,5-Liter-V12-Saugmotor geben wird.

© Motorsport-Total.com

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