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Die 24h von Le Mans wurden bereits vom Juni in den September verschoben - Eine weitere Verschiebung könnte in den Oktober oder November ist möglich

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Aufgrund der weltweiten Coronavirus-Pandemie mussten die 24h von Le Mans 2020 bereits vom Juni in den September verschoben werden. Ob im Spätsommer aber schon gefahren werden kann, steht in den Sternen, weshalb die Veranstalter, der Automobile Club de l'Ouest (ACO), bereits über ein Ausweichdatum für das Ausweichdatum nachdenken. Der Langstrecken-Klassiker könnte in den Oktober oder sogar November verschoben werden.

ACO-Präsident Pierre Fillon will das 24h-Stunden-Rennen im Jahr 2020 unbedingt über die Bühne bekommen - mit oder ohne Zuschauer an der Strecke. Bis in den November hinein würde er einer Verschiebung zustimmen, sollten vorher keine Events stattfinden können. Er sagt: "Wenn uns die Behörden Ende Juli sagen, dass wir im September nicht fahren können, wir aber zu 100 Prozent im Oktober oder November starten dürfen, würden wir das natürlich machen."

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Vor den völlig anderen Wetter- und Streckenbedingungen im Herbst fürchtet sich der ACO-Strippenzieher nicht. Er pocht auf die Professionalität der Teilnehmer. Er stellt dafür einen spannenden Vergleich auf: "Vergangenes Jahr sind wir in Spa sogar im Schnee gefahren!"

Gerard Neveu, Geschäftsführer der Langstrecken-WM (WEC), spricht sich ebenfalls dafür aus, die 24h von Le Mans mit allen möglichen Mitteln stattfinden zu lassen. "Wenn wir an die Wände unseres Hauses denken, dann ist Le Mans die tragende Wand aller Sportwagen-Programme", sagt er. "Selbst wenn die anderen Wände beschädigt werden, müssen wir diese als erstes schützen. Sie garantiert uns, dass es eine Zukunft geben wird."

Le Mans hat im WEC-Kalender einen absoluten Sonderstatus, weil das Rennen seit 1923 zu den wichtigsten Motorsport-Ereignissen auf der Welt gehört. Die Hersteller stimmen ihre Sportwagen-Programme meist auf eine Teilnahme beim Langstrecken-Klassiker ab. Es gibt kaum ein Rennen, dass ein so großes öffentlichkeitswirksames Interesse generiert wie die 24h von Le Mans, weshalb die Organisatoren das Rennen unbedingt durchführen wollen.

Laut Fillon ist eine Alternative, die Zuschauer von dem Rennen auszusperren. Er sagt: "Niemand weiß heute, was im September sein wird. Es gibt in Frankreich viele Events, die vorher stattfinden sollen wie die Tour de France und das Tennisturnier Roland Garros. Die Frage ist, ob wir ein Event mit mehr als 100.000 Zuschauern organisieren können. Darauf habe ich noch keine Antwort."

In Deutschland sind bis Ende August alle Großveranstaltungen unterbunden wurden und auch das Oktoberfest, das Mitte September starten sollte, wurde wegen der Coronavirus-Pandemie bereits abgesagt. Ob in Frankreich bis dahin die Maßnahmen gelockert werden ist fraglich, auch, weil das Land stark vom Virus betroffen ist. Laut Neveu ist eine komplette Absage des Rennens auch noch nicht vom Tisch.

© Motorsport-Total.com

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