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Pascal Wehrlein geht 2021 in der Formel E an den Start
Pascal Wehrlein geht 2021 in der Formel E an den Start © Imago
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München - Pascal Wehrlein geht 2021 in der Formel E an den Start. Die Serie hat für den Deutschen einen besonderen Reiz - gerade im Vergleich mit der Formel 1.

Pascal Wehrlein fährt 2021 für Porsche in der Formel E.

Der 26-Jährige ist bereits zwei Jahre in der Formel 1 an den Start gegangen, doch im Vergleich zum Königsklasse hat die Formel E einen ganz besonderen Reiz für den Deutschen. "Die Chancengleichheit in der Formel E ist das Coole für den Fahrer", sagte Wehrlein im neun SPORT1-Podcast "Sag mal".

Zum Vergleich: In der Formel 1 würden die Abstände vom Ersten bis zum Letzten drei oder dreieinhalb Sekunden betragen. Den Großteil mache dort das Auto aus. In der Formel E seien die Abstände zwischen dem ersten und dem letzten Platz zwischen einer halben Sekunde und einer Sekunde.

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"Das macht es sehr interessant. An einem guten Wochenende kann man Rennen gewinnen, aber an einem schlechten Wochenende kannst du schnell auf den letzten fünf Plätzen landen. An einem guten Wochenende hat man wirklich das Gefühl, etwas Gutes gemacht zu haben. Man fährt nicht nur gegen ein oder zwei andere Teams, so wie in der Formel 1", so der ehemalige Sauber-Pilot.

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Wehrlein über Formel-1-Erfahrung

Und weiter: "Man hat den Gedanken im Kopf, dass man gegen das ganze Starterfeld fährt und nicht nur gegen ein paar einzelne Fahrer. Die Zeitunterschiede sind sehr eng, das heißt, das Feld ist auch enger beisammen. Sport sollte so sein, dass jeder die gleiche Chance auf Siege hat."

Für Wehrlein sei es eine hochprofessionelle Serie und durch den Elektroantrieb etwas ganz Besonderes. "Als 2017 klar war, dass ich für 2018 kein F1-Cockpit kriegen würde, habe ich mich umgeschaut, was ich in Zukunft machen kann. Für mich standen Spaß und Chancengleichheit an erster Stelle. Da passt die Formel E perfekt."

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Die Formel E bringe aber noch einen weiteren großen Reiz mit sich, erklärte Wehrlein, der auch schon in der DTM seine Runde gedreht hat. "Durch die Kurven fahren wir immer mit vollem Risiko. Das Risiko ist da sehr hoch. Wir rutschen sehr viel."

Man müsse sehr präzise fahren, da Fehler sofort bestraft werden. "Klar kann man auf Sicherheit fahren, aber dann bist du nicht schnell genug."

Wehrlein pflegt Freundschaft mit Vettel

Die Zeit in der Formel 1 war für Wehrlein nicht immer einfach. Mit Sauber hat es nur zu fünf WM-Punkten gereicht, das beste Ergebnis war ein siebter Platz in Barcelona.

Trotzdem erinnert sich der frühere DTM-Champion gerne an die Zeit in der Königsklasse zurück. "Die Gefühle sind schwierig zu beschreiben, wenn man seinen Traum endlich verwirklichen kann. Ich habe großen Spaß gehabt", sagte er.

Freundschaften unter Fahrern habe es kaum gegeben, dennoch sei man sich mit Respekt begegnet, erzählte Wehrlein. Mit einem deutschen Kollegen pflegte er allerdings ein besonders gutes Verhältnis - Sebastian Vettel. "Wir kommen heute noch gut miteinander aus. Wir wohnen nicht weit voneinander weg und sind öfter zusammen geflogen oder haben im Winter Fußball gespielt." 

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