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© SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann / Imago
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Die DTM will sich in der neuen Saison 2017 ein Stück weit neu erfinden, um vor allem Kosten einzusparen. Einige Neuerungen stehen bereits fest. SPORT1 stellt sie vor.

Die DTM steht 2017 wie immer vor einer Herausforderung. Diesmal sogar vor einem mittelgroßen Umbruch.

Zahlreiche Neuerungen sollen die Tourenwagenserie nach vorne bringen, sie noch attraktiver und unterhaltsamer machen. Eine komplette Revolution ist zwar nicht geplant, trotzdem bekommt sie ein neues Gesicht. Ein Facelifting, wenn man so will.

Was wird und soll sich 2017 in der DTM alles ändern? SPORT1 stellt die Neuerungen näher vor.

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Die Neuerungen

Autos: Die DTM muss den Gürtel enger schnallen. Und wo kann man besser sparen als bei den teuren Boliden? 2017 werden deshalb aus Kostengründen Audi, BMW und Mercedes nur noch mit jeweils sechs statt acht Autos an den Start gehen. Bedeutet: In der Startaufstellung stehen nur noch 18 statt 24 Boliden.

Fahrer: Weniger Autos bedeuten demnach auch weniger Fahrer, einige namhafte Piloten wie die Ex-Meister Martin Tomczyk oder Timo Scheider haben die Serie verlassen (müssen). Bei BMW bleiben Champion Marco Wittmann,Timo Glock, Bruno Spengler, Tom Blomqvist, Bruno Spengler und Maxime Martin an Bord.

Audi setzt auf Jamie Green, Mattias Ekström, Mike Rockenfeller, Nico Müller, René Rast und Loic Duval. Mercedes geht mit Vizemeister Edoardo Mortara, Gary Paffett, Robert Wickens, Paul di Resta, Lucas Auer und Rückkehrer Maro Engel an den Start.

Teams: Durch die Kostenbremse gab es auch bei den Einsatzteams teilweise erhebliche Einschnitte. Mercedes trennte sich von Mücke und ART, die sechs Autos werden nun zentral von HWA betreut. Bei BMW ist für Schnitzer und MTEK zumindest in der DTM Schluss.

Jeweils drei Boliden werden 2017 von RMG und RBM eingesetzt. Bei Audi bleiben die drei Teams Phoenix, Rosberg und Abt an Bord, Abt wird im Gegensatz zu den vergangenen Jahren aber nur noch zwei statt wie bislang vier Autos betreuen.

50 PS mehr

Technik: Die Autos sollen mit mehr Power ausgerüstet werden, die Rede ist von rund 50 PS. Dafür gibt es mehr Einheitsbauteile, allerdings auch weniger Aerodynamik. Spannenderes Racing ist das Ziel, eine bessere Unterhaltung und Fahrer, die noch mehr im Mittelpunkt stehen sollen. Die Entwicklung der Autos wird am 1. März eingefroren, bis zum Saisonstart in Hockenheim (5. bis 7. Mai) stehen noch drei Testfahrten für den Feinschliff auf dem Programm.

Reifen: Ein zentraler Punkt der "neuen" DTM, von dem neuen Pneu versprechen sich vor allem die Fahrer eine Menge. Der zuletzt verwendete Standardreifen ist Geschichte, die DTM bekommt von Hersteller Hankook eine weichere Mischung verpasst, die einen echten Abbau aufweisen soll. "Der Reifen wird den Hauptunterschied ausmachen", sagte Audi-Pilot Rockenfeller.

Die Hoffnung: Durch die geplanten Änderungen ist der Abtrieb etwas geringer und die Reifen haben etwas mehr Grip. "Dadurch sollte man näher an den Vordermann heranfahren können. Somit sollte das Racing ein wenig spannender werden. Es dürfte auch zu mehr Überholmanövern führen. Auch aus Strategie-Sicht dürfte es interessant werden", sagte Mercedes-Routinier Paffett.

Auftakt und Finale in Hockenheim

Kalender: Eine Konstante in der neuen Saison, denn im Gegensatz zu 2016 hat sich nicht viel verändert, lediglich ein paar terminliche Verschiebungen gibt es. Gefahren wird also erneut in Spielberg, Budapest, Moskau, Zandvoort, am Lausitzring, am Nürburgring, am Norisring sowie beim Auftakt und Finale traditionell in Hockenheim.

Rennen: Die Hersteller hatten angekündigt, das Rennformat auf den Prüfstand zu stellen. Im Fokus ist dabei das Sprintrennen am Samstag, das 40 Minuten dauert und ohne Boxenstopp absolviert wird. Das könnte sich 2017 ändern, möglicherweise werden beide Formate angepasst. Am Sonntag dauert das Rennen 60 Minuten inklusive eines Boxenstopps.

Blick hinter die Kulissen

Fans: Die DTM will sich für ihre Fans noch weiter öffnen. Das Event ist der Gradmesser, und das soll verbessert werden.

Ins Fahrerlager dürfen sie bereits, dort sollen nun unter anderem auch die Boxen geöffnet werden, damit die Anhänger den Mechanikern über die Schulter schauen können, während diese an den Autos schrauben.

"Wir wollen den Blick hinter die Kulissen als zentrales Element der DTM etablieren“, kündigte ITR-Geschäftsführer Florian Zitzlsperger an.

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