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DTM-Chef Gerhard Berger führt Gespräche mit Volkswagen über einen DTM-Einstieg - 2019 gemeinsame Rennen mit Super-GT in Deutschland und Asien geplant

Die Suche läuft: DTM-Chef Gerhard Berger arbeitet weiter mit Hochdruck daran, neue Hersteller für die DTM zu gewinnen. Nach dem Ausstieg von Mercedes Ende des Jahres verbleiben mit Audi und BMW nur zwei Marken in der deutschen Tourenwagenserie. Für Berger ist eine Übergangssaison mit zwei Herstellern vorstellbar, aber nicht das Ziel. "Ich glaube nicht, dass das der Weg ist. Die Serie muss sich entwickeln", sagt der ehemalige Formel-1-Fahrer zur 'Deutschen Presseagentur dpa'. "Ich würde gerne im Anschluss an Mercedes das nächste Zeichen setzen."

Gespräche mit asiatischen Automobilkonzernen haben bereits stattgefunden und man sei auf einem guten Weg. Was bisher nicht bekannt war, ist, dass Berger auch mit Volkswagen über einen möglichen Einstieg in die DTM gesprochen hat. "Der entscheidende Mann für das Thema ist Herbert Diess (Vorstandschef; Anm. d. Red.), mit ihm habe ich eine sehr gute Gesprächsbasis, einen sehr guten Austausch. Die DTM ist aber im Moment für die Marke Volkswagen kein Thema", so der ITR-Vorstandsvorsitzende.

Durch die Einheitsbauteile an den Fahrzeugen und der Reduzierung der aerodynamischen Hilfsmittel herrschen für Interessenten ideale Voraussetzungen für einen Einstieg in die DTM. "Wir brauchen einen dritten Hersteller", sagt er. Es gebe allerdings kein Zeitfenster, wann ein neuer Hersteller seinen DTM-Einstieg bestätigen muss.

Potenzielle Kandidaten gibt es auch in Asien. Die Verhandlungen mit den Japanern laufen laut Berger sehr gut. "Im Prinzip haben sie ähnliche Themen wie wir und wissen, dass wenn wir Kräfte zusammenlegen, dann haben wir noch bessere Chancen auf dem Markt und für die Zukunft", sagt er. Aus diesem Grund sei es ein Selbstläufer, die Reglements abzustimmen und gemeinsame Rennen auszutragen. "Wir würden gerne 2019 zwei gemeinsame Rennen außerhalb der jeweiligen Meisterschaft planen: eines in Japan, eines in Europa", so Berger.

Durch die Einführung des Class-One-Reglements, bei der die Autos der DTM und der japanischen Super-GT-Serie angeglichen werden sollen, wäre es für die Hersteller möglich, ihre Fahrzeuge kostengünstig in Europa und Asien einzusetzen.

Für den Fall, dass 2019 noch keine dritte Marke angelockt werden kann, hofft der DTM-Boss auf die Bereitschaft von Audi und BMW, ein Übergangsjahr mit nur zwei Herstellern durchzuführen. "Allerdings freue ich mich, wenn die Bereitschaft da ist, eine Durststrecke auch mit zwei Herstellern durchzuziehen. So stelle ich mir die Unterstützung auch vor", so der Österreicher.

© Motorsport-Total.com

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