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Die Rückkehr nach Brands Hatch stellt DTM-Fahrer vor eine große Herausforderung: "Dafür muss man Eier haben!" - Britische Piloten freuen sich auf ihr Heimrennen

Die DTM kehrt nach vier Jahren Abstinenz zurück nach Brands Hatch (11./12. August). Zwischen 2006 und 2013 war der Kurs südöstlich von London regelmäßig im DTM-Kalender zu finden. In dieser Zeit wurde auf der 1,97 Kilometer langen Indy-Variante gefahren. 2018 steht die 3,908 Kilometer lange Streckenvariante auf dem Programm. Die britischen DTM-Fahrer im Feld freuen sich, wieder ein Heimrennen auf der Insel zu haben.

Doch es wird eine besondere Herausforderung, wie Gary Paffett gegenüber 'Motorsport-Total.com' erklärt: "Das wird harte Arbeit! Schon nach dem ersten Run im Training merkst du, dass dein Puls deutlich höher ist. Die Kurzanbindung war die schwierigste Strecke und eine große Herausforderung. Der lange Kurs wird sogar noch schlimmer!"

Als Grund nennt der Mercedes-Pilot die schnellen Kurven im hinteren Teil der Strecke. Außerdem gibt es keine Auslaufzonen, weshalb die Fahrer vom Anfang bis zum Ende voll konzentriert bleiben müssen, um nicht in den Reifenstapeln zu landen. "Für die Fahrer wird es wohl das härteste Wochenende der Saison. Es ist physisch anspruchsvoll, aber vor allem psychisch eine echte Herausforderung, denn es gibt keine Zeit zum Erholen", meint Paffett. "Es ist toll, dass ich ein Heimrennen habe, aber es wird ein hartes Stück Arbeit. Eine große Herausforderung."

"Dafür muss man Eier haben!"

Audis Motorsportchef Dieter Gass bestätigt, dass es auf dem Kurs in der englischen Grafschaft Kent auf die Piloten ankommt: "Brands Hatch ist eine Fahrerstrecke und die Fahrer werden sie mögen."

"Ich würde mal sagen: Dafür muss man Eier haben! Es ist definitiv etwas Besonderes und eine große fahrerische Herausforderung", meint Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz zu 'Motorsport-Total.com'. "Ich bin echt gespannt. Es ist nicht mehr der Mickey-Maus-Kurs vom letzten Mal. Es wurden schon ein paar GT-Rennen dort ausgetragen und die Fahrer, die dort schon waren, hatten dabei Mega-Spaß und auch die Bilder waren spektakulär. Von daher freue ich mich schon darauf, die DTM dort zu sehen."

Daniel Juncadella kam bereits in den Genuss, auf der langen Strecke zu fahren, und er ist begeistert. "Ich habe im vergangenen Jahr die Streckenvariante kennengelernt, die wir fahren werden. Es war unglaublich und ich habe es geliebt", sagt der Spanier, der das besondere Flair bei einem Rennen in England liebt. "Es ist cool, wieder in Großbritannien zu fahren. Die britischen Fans erzeugen eine ziemlich coole Atmosphäre!"

Di Resta gewann schon zweimal bei seinem Heimspiel

Paul di Resta hat gute Erinnerungen an Brands Hatch und konnte dort schon zweimal gewinnen: 2009 und 2010 allerdings auf der Kurzanbindung. "Ich bin allerdings noch nie auf der langen Streckenvariante gefahren. Ich war dort aber schon sehr erfolgreich. Es ist cool und meine Familie und Freunde haben schon angekündigt, dass sie mich dort besuchen werden."

Der in Monaco lebende Schotte mit italienischen Wurzeln hat in dieser Saison sogar zwei Heimrennen: eines in Brands Hatch und eines in Misano. "Es ist schön, dass die DTM auch im Ausland fährt und internationaler wird. Das ist der Schlüssel, dass die Serie weiterhin erfolgreich ist", sagt er.

Das Rennwochenende in Brands Hatch wird anders als die anderen DTM-Veranstaltungen 2018 eine Zwei-Tages-Veranstaltung sein. Aufgrund einer limitierten Zahl von Tagen pro Jahr, an denen der Rennstreckenbetreiber die lange Streckenvariante nutzen darf, wird das DTM-Wochenende in England auf zwei Tage gekürzt.

Alle Trainings, Qualifying und Rennen finden jeweils am Samstag und Sonntag statt. Das erste Freie Training wird statt wie gewohnt am Freitagnachmittag am Samstagvormittag unmittelbar vor dem zweiten Freien Training stattfinden. Anschließend folgt das Qualifying und das Rennen, dass wegen der Zeitverschiebung um 14:30 Uhr deutscher Zeit gestartet wird.

© Motorsport-Total.com

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